Vortrag: ,,Durchquerte Räume: Das Tagebuch eines Söldners“

Die FSI Geschichte FU Berlin lädt alle herzlich zu einem neuen Vortrag aus der Reihe ,,Aus den Schubladen“ ein.
In diesem Rahmen möchten wir interessierten Studierenden die Möglichkeit geben ihre Haus-, Bachelor- oder wie auch immer gearteten Arbeiten zu präsentieren und darüber zu diskutieren.*****************************************************************************************

Unser Referent am Mittwoch, dem 11. Januar 2017 wird Nico Homburg sein. Er stellt uns folgendes Thema vor:

,,Durchquerte Räume: Das Tagebuch eines Söldners aus dem Dreißigjährigen Krieg aus erinnerungstheoretischer Perspektive“

Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges legte ein Söldner seine Erinnerungen in Tagebuchform nieder. Darin berichtet er über ein 25jähriges Söldnerleben, welches ihn quer durch Europa führte. Nicht nur war er Zeuge bei der Erstürmung Magdeburgs oder der Schlacht, bei der ,,Schwedenkönig“ Gustav Adolf II. den Tod fand; seine Ausführungen zum Beutemachen oder die anekdotenhaften Erwähnungen von üppigen Festmählern und Zechereien verschaffen uns einen Einblick in eine Lebensrealität, die vom jahrzehntelangen Krieg strukturierte war. Aus seinen Erinnerungen und wahrscheinlich auch anhand angefertigter Notizen legte der Schreiber gegen Kriegsende seine Lebenserinnerungen nieder, die einen narrativen Zeitraum von 1625 bis 1649 wiedergeben.

Die Veranstaltung findet
am Mittwoch, dem 11. Januar 2017 um 18:00 Uhr
im Raum A124 im Friedrich Meinecke Institut (Koserstr. 20) statt.
Der Zugang ist barrierefrei und die Veranstaltung kostenlos

Zur Facebook-Veranstaltung geht es hier:

https://www.facebook.com/events/387731588226407/

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen,

Eure FSI Geschichte

 

Weihnachtsfeier mit der FSI Geschichte

Gesch(enk)Kult-Party,

die große Weihnachtsfeier eurer FSI Geschichte.
Wie jedes Jahr wollen wir in geselliger Runde den Umstand zelebrieren, das Jahresende doch noch erreicht zu haben.
Aus diesem Anlass schmeißen wir den Glühweinkocher an und wärmen unsere Herzen. Lustig wird es in jedem Fall, denn wir zeigen Loriot’s Klassiker „Weihnachten bei
Hoppenstets“.

Am Buffet findet ihr danach allerhand Nahrhaftes und den üblichen
Weihnachtssüßkram. Für jegliche Art von Getränken, von Bier bis zum alkoholfreien Punsch, ist gesorgt.

Kommet zahlreich und voller Freude,
wir sehen uns,
Eure FSI Geschichte

Wo: Friedrich-Meinecke-Institut, Koserstr. 20/ 14195 Berlin, Raum A 127
Wann: Am Donnerstag, dem 15.12.2016, ab 19 Uhr

hoppen

Refugee Hungerstreik in Dahlem

Im Moment streiken Bewohner des Heimes im Hüttenweg 43 in Berlin Dahlem-Dorf gegen ihre Unterkunftsbedingungen. Die ca. 200 Bewohner*innen stehen im Hungerstreik und wollen diesen so lange fortführen bis es eine Lösung für ihre Situation gibt. Ihre einfachen Forderungen sind dabei eine Instandsetzung des Heims und dass jede Familie ein eigenes Zimmer bekommt, um zumindest ein Mindestmaß an Privatsphäre zu haben. Es gibt seit Längerem schon kein wirklich funktionierendes Sanitärsystem mehr und die Menschen wurden vom Hausmeister aufgefordert, Wasser aus der Kloschüssel zu trinken. Seit einem Jahr wird den Bewohner*innen eine Lösung versprochen, es tut sich aber nichts!
Aktuell liegen nun schon Angebote von anderen Heimen vor, die Leute aufzunehmen, der Heimbetreiber weigert sich aber.

Wenn ihr könnt, kommt vorbei unterstützt Sie in ihrer Auseinandersetzung für ein menschwürdiges Leben!

Allein das Recht zu bleiben ist leider nicht alles, das Wie, also menschenwürdige Bedingungen und gleiche Rechte für Alle, ist mindestens genau so wichtig!

If I Had a Hammer – Maschinensturm als Protestform am Beispiel der Englischen ‚Luddites‘

Die Textilindustrie stellte zu Anfang des 19. Jahrhunderts das Rückgrat der britischen Wirtschaft dar. Gleichzeitig fand innerhalb dieses alten Gewerbes eine rabiate Verdrängung von menschlicher durch maschinelle Arbeitskraft statt, was für den Großteil der britischen Textilarbeiter*innen den Entzug der Existenzgrundlage bedeutete. Gegen diese Entwicklung wehrten sich die sogenannten ‚Luddites‘ durch die Zerstörung der, so wurde ihnen vorgeworfen, „verhassten Maschinerie“.

Aber stimmt der Vorwurf, dass es sich bei den ‚Luddites‘ um Gegner*innen des technischen Fortschritts handelte, wie die zeitgenössische Presse und spätere Genrerationen von marxistischen Wissenschaftler*innen behaupteten? Und ergibt eine einheitliche Bezeichnung verschiedener Gruppen als ‚Luddites‘ überhaupt Sinn? Diesen Fragen wird im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Aus den Schubladen“ am 7. Dezember nachgegangen werden.

,,Aus den Schubladen“ ist eine von der FSI Geschichte initiierte Veranstaltungereihe für das Wintersemester 16/17. Mit dem Anspruch studentische Arbeiten (von der Hausarbeit bis zur Masterarbeit) aus dem Bereich der Geschichtswissenschaften zu präsentieren, wollen wir das erarbeitete Wissen der Studierenden nicht den Aktenschränken überlassen, sondern in Vorträgen von den Verfasser*innen präsentieren und zur Diskussion stellen lassen.

Wann? Mittwoch, den 07.12.2016, 18 Uhr
Wo? Friedrich-Meinicke-Institut (Koserstraße 20), Raum A124
Referent: Minas Hilbig

Bericht aus dem Institutsrat vom 17.11.16

Bibliothek am FMI/KHI:

Neue Leitung: Frau Tarnow.

Es wird zum neuen Jahr hin eine neue Bibliotheks-Software eingeführt: ALMA. Diese ist angeblich besser angepasst auch an digitale Medien und wird von FU, HU und TU gemeinsam übernommen. Es gab im Vorfeld Bedenken zu Verschlüsselung und Datenschutz, nach einer zweijährigen Testphase seien diese aber nun ausgeräumt, so Frau Tarnow.

Eine gute (und ziemlich unbemerkt vollzogene) Neuerung für Studierende: Die Leihzeiten der Bib, die ja eigentlich eine Präsenzbibliothek ist, wurden verlängert: So ist es nun möglich, Bücher morgens auszuleihen und erst am Abend des Folgetages zurückzugeben. (Früher nur am Wochenende und über Nacht)

Probleme mit Urheberrechten im Lehrbetrieb (VG Wort):

Die Senatsverwaltung für Wissenschaft bezahlte früher immer einen Pauschalbetrag für die Nutzung von Medien in der Lehre. (Blackboard etc.). Nun soll das aber nach Einzelfall abgerechnet werden, d.h. Dozierende müssen angeben, wie viele Seiten pro Werk für wie viele Studierende zugänglich gemacht werden sollen. Das ist ein hoher Aufwand und verursacht höhere Kosten, die zusätzlich auch nicht mehr von der Senatsverwaltung getragen werden. (Würde nur Pauschale übernehmen).

Das heißt: Es können in Seminaren nur noch Texte genutzt werden, die ohnehin online über einen FU-Account abgerufen werden können. Und es muss wieder mit Kopiervorlagen und Handapparaten gearbeitet werden. Die Regelung tritt zum 1.1.2017 in Kraft, bis dahin werden alle Texte aus Blackboard gelöscht werden. Daher solltet ihr alle Texte, die ihr noch benötigt, bis dahin runtergeladen haben.

Die FSI Geschichte verurteilt dieses Vorgehen aufs Schärfste! Die Umsetzung der Beschlüsse wäre wissenschaftsunfreundlich, wenn nicht sogar wissenschaftsfeindlich und ein großer Rückschritt für die (digitale) Lehre. Die Kosten würden dann auf die Studierenden abgewälzt. (Kopierkosten und erheblicher Zeitaufwand in ohnehin überfüllten Kopierzentren). Ihr solltet ab nächsten Jahr versuchen, auf eure Dozent_innen dahingehend einzuwirken, dass sie solche „halblegalen“ Umgehungsmöglichkeiten, wie die Verbreitung von Texten per E-Mail oder in Copy-Shops ausliegenden Handapparaten, nutzen.

Am 22.11. wird sich im AStA-Plenarraum eine studentische Arbeitsgruppe treffen, um Ideen für ein weiteres Handeln auszuarbeiten.

Kommt zum Planungstreffen und beteiligt euch an den folgenden Protesten!

Offenes Plenum

Am kommenden Dienstag, den 08.11., laden wir um 14 Uhr zum offenes Plenum im Histo-Café ein! Ihr seid herzlich eingeladen, mal unverbindlich reinzuschnuppern und die Arbeit der FSI kennenzulernen. Auch eigene Ideen, etwa bezüglich des Histo-Kinos oder anderer Veranstaltungen und Aktionen dieses Semester, sind sehr willkommen.

Falls ihr später dazustoßen wollt, ist das auch kein Problem. Das Plenum findet von nun an immer im 2-Wochen-Rhythmus an diesem Ort statt.

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Aus den Schubladen: Hermann, Siegfried, Dolchstoß

Eine Veranstaltung aus der Reihe ,,Aus den Schubladen“

,,Aus den Schubladen“ ist eine von der FSI Geschichte initiierten Veranstaltungereihe für das Wintersemester 16/17. Mit dem Anspruch studentische Arbeiten (von der Hausarbeit bis zur Masterarbeit) aus dem Bereich der Geschichtswissenschaften zu präsentieren, wollen wir das erarbeitete Wissen der Studierenden nicht den Aktenschränken überlassen, sondern in Vorträgen von den Verfasser*innen präsentieren und zur Diskussion stellen lassen.


Wir freuen und deshalb euch …
am Mittwoch, dem 09.11.2016, um 18 Uhr
im Raum A124 des Friedrich-Meinecke-Instituts (Koserstr. 20)

… den Vortrag

,,Hermann, Siegfried, Dolchstoß – Die Varusschlacht im politischen Diskurs der Weimarer Republik“ vorgestellt von Meas Wolfstatze präsentieren zu können.

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Häufig wird die Narration der Geschichte Deutschlands mit Hermann dem Cherusker und der Varusschlacht begonnen. Ihm wird nachgesagt, die Stämme der Germanen geeint zu haben, bevor er einem Meuchelmord aus der eigenen Familie zum Opfer fiel. Noch heute wird er von vielen populärwissenschaftlichen Sendungen und Artikeln in dieser Rolle gedeutet und der Blick auf ihn durch Mystifizierung getrübt. Noch heute nimmt er in dieser Rolle vor allem für Nationalkonservative und Neonazis die Position eines Nationalhelden ein. Hochkonjunktur hatten entsprechende Deutungen während der Weimarer Republik, als Nationalist*innen unterschiedlichster Couleur sich durch die Novemberrevolution, die Ausrufung der Republik und den Vertrag von Versailles um ihre Chance auf einen Sieg im Weltkrieg gebracht sahen. Die Dolchstoßlegende ließ sich auf wunderbare Weise mit dem Mord an Hermann verbinden.

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Der Eintritt ist frei und der Veranstaltungsort barrierefrei zu erreichen.
Die FSI Geschichte freut sich über euer Kommen und einen spannenden Vortrag.

Kein Unirahmenvertrag – Wissen ist für alle da!

Wir dokumentieren den Aufruf, welchen wir unterstützen:

* Demonstration am Freitag, 04. November 2016 *

Wir treffen uns um 15 Uhr vor dem Büro der VG Wort.

Liebe Genoss*innen, Freund*innen, Dozent*innen und Student*innen,

im Zeitalter der Digitalisierung sind selbstverständlich auch die Hochschulen angekommen. Heute stellen fast alle Dozent*innen Lehrmaterialien auf Online-Plattformen wie Moodle zur Verfügung. Die Vorteile sind offensichtlich: mehr Barrierefreiheit und geringere Anschaffungskosten für Studierende, ein sinkender Papierverbrauch und keine abgenutzten und unvollständigen Semesterapparate.

Das wird ab dem 1. Januar 2017 ein Ende finden. Durch den neuen Rahmenvertrag zwischen der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Verwertungsgesellschaft Wort (»VG Wort«) werden Hochschulen künftig gezwungen, jeden bereitgestellten Text einzeln abzurechnen. Ein absurder bürokratischer Mehraufwand, der es den Universitäten rechtlich geradezu unmöglich machen wird, Literatur digital bereitzustellen. Lehrmittel werden in die Ketten eines veralteten Urheberrechts gelegt.

Die Konsequenzen daraus hat bereits ein Pilotprojekt der Universität Osnabrück sichtbar gemacht: Lange Schlangen am Kopierer, schwer zugängliche Lehrmaterialen, von denen stets zu wenige vorhanden sind, Wettkämpfe um das letzte Buch. Wer es sich nicht leisten kann, Lehrmaterialien selbst zu kaufen, rivalisiert mit seinen Kommiliton*innen. In seiner Konsequenz zementiert der Unirahmenvertrag ein Prinzip des letzten Jahrtausends: Gute Bildung als Privileg der ökonomisch Bessergestellten.

Wir wollen uns mühsam erkämpfte Wissenszugänge nicht zugunsten eines antiquierten Urheberrechts zunichte machen lassen!

Deswegen werden wir am Freitag, den 04. November um 15 Uhr vor dem Berliner Büro der VG Wort am Potsdamer Platz demonstrieren.
Verbreitet diesen Aufruf und ladet eure Freund*innen ein!

Orientierungstag für Erstsemester

Bald beginnt das neue Semester. Und das nehmen wir zum Anlass alle neuen Erstsemester am
Donnerstag, dem 13.10.2016
nach der Einführungsveranstaltung des Instituts

um 11:00 Uhr
zu einem gemeinsamen Frühstück in den Räumen A124/A125 (1. Stock) einzuladen. Wir werden uns als Fachschaftsinitiative am Institut vorstellen, es wird einen Institutsrundgang geben und allerhand Raum für Fragen und mehr.

um 14:30 Uhr
geht es direkt weiter mit einem historischen Campusrundgang über das Gelände der Freien Universität. Treffpunkt ist der U-Bhf Thielplatz (Ausgang Brümmerstr., Ecke Faradayweg)

und um 20:00 Uhr
wollen wir uns dann zu einem gemütlichen Kneipenabend im ,,Clash“ (Gneisenaustraße 2a) treffen// dafür wird es einen Treffpunkt um 19.30 Uhr am Mehringdamm Ecke Gneisenaustr. (U-Bhf Mehringdamm) geben.

Wir freuen uns auf alle neuen Studierenden und einen entspannten und spannenden Orientierungstag!

Eure FSI Geschichte

P.S. wir möchten euch ebenfalls auf unsere Erstifahrt Ende Oktober aufmerksam machen!

Impressionen aus der Geschichte des jüdischen Berlins

Berlin ist einer der wichtigsten Orte der deutsch-jüdischen Geschichte. Hier entstand ein modernes Judentum und eine der florierendsten Gemeinden weltweit. Der Antisemitismus und die Shoa haben dieser Entwicklung Mitte des letzten Jahrhunderts ein tragisches Ende gesetzt. Jedoch gibt es auch heute wieder ein lebendiges Judentum in Berlin. Bei dieser Führung wollen wir einige bedeutende Orte in der Berliner Innenstadt besuchen, anhand derer wir die wechselvolle Geschichte der jüdischen Gemeinde betrachten.

Wann? Montag, 17. Oktober, 16 – 19 Uhr
Treffpunkt? Bei der Marienkirche am Alexanderplatz

P.S. Wir bitten darum, dass alle männlichen* Teilnehmer eine Kopfbedeckung mitbringen, da wir auch eine jüdische Begräbnisstätte besuchen wollen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Kritischen Orientierungswochen an der FU Berlin statt.