Archiv für den Monat: Juni 2018

Wir streiken alle!

Kommt am Mittwoch, 13. Juni 2018, mit uns auf die Straße und demonstriert für eine Bildung, die diesen Namen verdient!

Die aktuelle Situation ist absolut nicht tragbar. Nach 20 Jahren Bologna-Reform zeigen sich immer mehr Auswirkungen der neoliberalen Umgestaltung der Hochschulen. Seit Jahren fahren die Präsidien eine Sparpolitik zu Lasten der Studierenden und Beschäftigten, während der Leistungsdruck immer weiter zunimmt.

Aktuell ist die Lage besonders belastend für alle Beteiligten. Der Arbeitskampf der studentischen Beschäftigten geht in die heiße Phase: Die Berliner Hochschulen werden zwei Wochen lang bestreikt! Verantwortlich für all die streikbedingten Einschränkungen und Ausfälle sind die Hochschulleitungen. Sie sind nicht gewillt, den Tarifkonflikt durch ein zukunftsfähiges Angebot beizulegen. Die Politik schaut dabei zu und zieht sich scheinheilig auf die Tarifautonomie zurück.

✏ Wir fordern: Die Beendigung des Tarifkonfliktes, indem die Forderungen der studentischen Beschäftigten erfüllt werden!

✏ Wir fordern: Das Auffangen der Streikfolgen durch die Hochschulen, z.B. Nicht-Anrechnung von Fehlversuchen, „Streiksemester“ für BAföG/Stipendien, Verlängerung von Fristen!

In einer scheinbar demokratischen Uni haben die Studierenden kaum eine Möglichkeit, etwas gegen diesen unhaltbaren Zustand zu unternehmen. Die Hochschulautonomie ist viel eher eine Präsidialautonomie, welche die Interessen der Studierenden und der Beschäftigten ignoriert. In den demokratischen Gremien sind Studierende unterrepräsentiert, während sich die Macht bei den Profs konzentriert. Hinzu kommt die neoliberale Umgestaltung der Unis: Leistungsdruck, Modulzwang, Massenabfertigung in überfüllten Räumen, Exzellenzwahn, Ellenbogenmentalität, Kooperationen mit der Bundeswehr, Anwesenheitspflicht, Befristungswahn im akademischen Mittelbau… eine schlicht endlose Liste an Missständen, welche jeglichen emanzipatorischen Anspruch an Bildung zerstören. Anstatt dem Markt sollte Bildung den Menschen dienen! Es ist Zeit für eine „Uni von unten“ und die Öffnung der schon immer exklusiven Lernfabriken.

✏ Wir fordern: Die Demokratisierung der Hochschulen und Entmachtung der Präsidien!

✏ Wir fordern: Die Umgestaltung der Lernfabriken in Orte freien und kritischen Lernens und Lehrens!

✏ Wir fordern die Ausfinanzierung der Hochschulen!

In den vergangenen Jahren sind die Lebenshaltungskosten massiv gestiegen. Die Mieten sind explodiert und bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Zu Beginn der Semester wird diese Situation unerträglich. Und auch sonst kann vom BAföG-Regelsatz niemand leben.

✏ Wir fordern: Eine neue Mietenpolitik, die bezahlbaren Wohnraum für alle schafft!

✏ Wir fordern: Die Erhöhung des BAföG-Regelssatzes!

Um unsere Forderungen nach einem selbstbestimmten Leben und Lernen Ausdruck zu verleihen, möchten wir eine vergessen geglaubte Kunst wiederbeleben: Den Bildungsstreik.

Lasst eure Vorlesungen und Seminare sausen und wehrt euch gemeinsam mit uns!

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TVStud & Bildungsstreik-Demo
13. Juni 2018
14:00 Uhr, Hohenzollernplatz

Für einen neuen TVStud!
Für eine freie und kritische Bildung!
Für ein selbstbestimmtes Leben und Lernen!


Histo-Kino: Filme von Alice Guy-Blaché

Kinogeschichte im Histo-Kino: Wir zeigen euch am Dienstag, den 26. Juni um 20 Uhr einige Filmsequenzen der Filmpionierin Alice Guy-Blaché (1873-1968), die als Erfinderin des narrativen Films gelten kann, aber in Forschung und kollektivem Gedächtnis meist hinter den bekannteren, männlichen Filmemachern der Jahrhundertwende zurücktritt.
Es wird einen kleinen, filmwissenschaftlichen Input zu Alice Guy-Blaché und Hintergrundinformationen zu den gezeigten Filmsequenzen geben.
Wir freuen uns auf ein etwas anderes Histo-Kino und wie immer sehr auf euch!
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Das Histo-Kino findet im Projektraum H48 (Hermannstraße 48, 12049 Berlin, klingeln bei Projektraum) statt. Dieser befindet sich im 2. Hinterhof, 1. OG. Der U-Bahnhof Boddinstraße (Ausgang Selchower Straße) liegt keine 5 Minuten Laufweg entfernt. Der Raum ist durch einen Fahrstuhl barrierearm zu erreichen. Der Film inkl. Einführung und evtl. anschließender Diskussion startet um 20 Uhr. Der Raum steht euch aber bereits ab 19 Uhr offen.

Der Eintritt ist frei, es gibt Getränke gegen Spende, einen Kickertisch und gemütliche Couchplätze.