Archiv für den Monat: Januar 2017

Das Histo-Kino zeigt den Film ,,F!del“ (2002)

In Erinnerung an den im November verstorbenen Comandante en Jefe der Kubanischen Revolution Fidel Castro Ruz zeigt die FSI Geschichte den Film „F!del“ aus dem Jahre 2002. (Regie: David Altwood.)
Der Film porträtiert das vorrevolutionäre Kuba der Batista-Diktatur
ebenso wie die wichtigsten Ereignisse des Guerrilla-Krieges und der Revolution, zeigt aber auch das Sozialistische Kuba vierzig Jahre nach dem Sieg der Revolution. Dieser (US-amerikanische) Spielfilm verbindet einen pseudo-dokumentarischen Anspruch mit dramatischen Elementen und zeigt gut, wie die historische Figur Fidel Castro bereits zu Lebzeiten von der antikommunistischen Rechen (und der internationalen Linken) mystifiziert, dämonisiert oder überhöht wurde. Begleitet von einem
kritischen Input bietet dieser Film sicherlich viel Platz für Debatten
rund um Fidel und das revolutionäre Kuba in Anspruch und Wirklichkeit. Wir freuen uns auf euch und eine spannende Diskussion.
Als kleines ‚Schmankerl‘ bieten wir Soli-Mojitos an, deren Erlös an die Arbeitsgemeinschaft Cuba Sí Berlin gehen wird.
Wo? Projetraum H48, Hermannstraße 48 (2. Hinterhof), 12049 Berlin
Wann? Dienstag, den 24.01.2017 um 20.00 Uhr

Die Veranstaltung ist barrierefrei zu erreichen und natürlich kostenlos.
Eure FSI Geschichte

 

Besetzung an der HU: Solidarität mit Andrej Holm!

Seit Mittwoch Nachmittag ist das Sozialwissenschaftliche Institut der Humboldt-Universität besetzt. Wir solidarisieren uns mit den Forderungen und rufen dazu auf, vor Ort vorbeizuschauen und sich einzubringen! Aktuelle Infos finden sich bei Twitter: https://twitter.com/holmbleibt


Aus der Pressemitteilung der Besetzer*innen:

„Heute haben wir, die Studierendeninitiative „Uni von Unten“, das Institut für Sozialwissenschaften besetzt. Dies ist unsere Antwort auf die politische Entscheidung, den kritischen Sozialwissenschaftler und Dozenten Andrej Holm zu entlassen.

Mit seiner Entscheidung setzt sich das Präsidium über die Wünsche eines Großteils der Studierenden hinweg. Die Mehrheit der Studierenden schätzt Andrej Holms Beiträge in Lehre und Forschung: Kritische Forschung, die sich nicht scheut, aktiv stadtpolitische Missstände anzusprechen und aktiv zu werden, ist genauso Andrejs Markenzeichen wie eine innovative, spannende und engagierte Lehre.

Die Argumentation, die Entscheidung beruhe auf juristische Sachzwänge, die keinen Spielraum offen lasse, ist falsch: Die juristische Sachlage wurde in den letzten Tagen und Wochen von verschiedenen Jurist*innen öffentlich kontrovers diskutiert. Das zeugt vom Spielraum, den das Präsidium bei seiner Entscheidung hatte. Es handelt sich also um eine politische Entscheidung, mit der das Präsidium dem Willen weiten Teilen der Studierenden in den Rücken fällt.

Dieser Entscheidung widersprechen wir hiermit. Unsere Forderungen sind die Folgenden
1. Eine Revision der Entscheidung des Präsidiums, Andrej Holm zu entlassen

Falls dies nicht möglich ist:
2. Die Schaffung einer neuen, unbefristeten Stelle am Lehrbereich „Stadt- und Regionalsoziologie“ am Institut für Sozialwissenschaften!

Mit Andrej Holm würde das ISW einen ausgewiesen kritischen und aktiven Dozenten verlieren. Wir nehmen jetzt, da uns die Universität ein kritisches Studium zunehmend erschwert, unsere Bildung selbst in die Hand. Wir setzen dem tristen Unialltag in den kommenden Tagen ein umfangreiches kritisches Seminar- und Diskussionsprogramm entgegen.“

Vortrag: ,,Durchquerte Räume: Das Tagebuch eines Söldners“

Die FSI Geschichte FU Berlin lädt alle herzlich zu einem neuen Vortrag aus der Reihe ,,Aus den Schubladen“ ein.
In diesem Rahmen möchten wir interessierten Studierenden die Möglichkeit geben ihre Haus-, Bachelor- oder wie auch immer gearteten Arbeiten zu präsentieren und darüber zu diskutieren.*****************************************************************************************

Unser Referent am Mittwoch, dem 11. Januar 2017 wird Nico Homburg sein. Er stellt uns folgendes Thema vor:

,,Durchquerte Räume: Das Tagebuch eines Söldners aus dem Dreißigjährigen Krieg aus erinnerungstheoretischer Perspektive“

Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges legte ein Söldner seine Erinnerungen in Tagebuchform nieder. Darin berichtet er über ein 25jähriges Söldnerleben, welches ihn quer durch Europa führte. Nicht nur war er Zeuge bei der Erstürmung Magdeburgs oder der Schlacht, bei der ,,Schwedenkönig“ Gustav Adolf II. den Tod fand; seine Ausführungen zum Beutemachen oder die anekdotenhaften Erwähnungen von üppigen Festmählern und Zechereien verschaffen uns einen Einblick in eine Lebensrealität, die vom jahrzehntelangen Krieg strukturierte war. Aus seinen Erinnerungen und wahrscheinlich auch anhand angefertigter Notizen legte der Schreiber gegen Kriegsende seine Lebenserinnerungen nieder, die einen narrativen Zeitraum von 1625 bis 1649 wiedergeben.

Die Veranstaltung findet
am Mittwoch, dem 11. Januar 2017 um 18:00 Uhr
im Raum A124 im Friedrich Meinecke Institut (Koserstr. 20) statt.
Der Zugang ist barrierefrei und die Veranstaltung kostenlos

Zur Facebook-Veranstaltung geht es hier:

https://www.facebook.com/events/387731588226407/

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen,

Eure FSI Geschichte