Archiv für den Monat: Januar 2016

Buchvorstellung ,,Kommunisten gegen Hitler & Stalin“ mit Marcel Bois

Bereits am Dienstag, dem 02.02.2016 um 18:30, findet unsere nächste Veranstaltung der Reihe ,,Linke Dissidenz in der Weimarer KPD“ statt.
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Das Thema diesmal:

,,Kommunisten gegen Hitler und Stalin. Die linke Opposition in der Weimarer Republik‘‘Buchvorstellung des Historikers Marcel Bois mit anschließender Diskussion.

Die KDP vor der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten war eine weitgehend undemokratische und bürokratische Partei, deren politische Linie von ‘‘Moskau‘‘ vorgegeben wurde. Allerdings lief der Prozess dorthin nicht widerstandsfrei ab. Zahlreiche Gruppen und Persönlichkeiten inner- und außerhalb der Weimarer KPD versuchten sich gegen die fortschreitende ,,Stalinisierung‘‘ zur Wehr setzten. Sie kämpften gegen die Entdemokratisierung und eine autoritäre Wende ihrer Partei. Später stand der Widerstand gegen die immer stärker werdenden Nationalsozialisten im Zentrum der Aktivitäten der linken Opposition der KPD. Der Historiker Marcel Bois stellt sein jüngst erschienenes Buch ,,Kommunisten gegen Hitler und Stalin. Die linke Opposition in der Weimarer Republik‘‘ (Klartext, Essen 2014) vor, woran wir anschließend gemeinsam eine Diskussion führen wollen. Die Veranstaltung ist kostenlos und barrierearm zu erreichen.

Das Histo-Café sorgt für ausreichend gekühlte Getränke!

Die Veranstaltung findet im Raum 125 (Foyer schräg gegenüber dem Histo-Café) statt.

Wir freuen uns über euer zahlreiches Erscheinen!

Eure FSI Geschichte

 

Ergebnisse StuPa- und IR-Wahlen

Ergebnisse der StuPa-Wahlen – FSI Geschichte zieht mit zwei Mandaten ins Studierendenparlament ein!

Bei der Wahl zum Studierendenparlament (StuPa) haben wir 108 Stimmen erhalten und sind so mit 2 Sitzen im StuPa vertreten. Trotz geringer Stimmverluste (2015: 3 Sitze) sind wir somit noch immer einer der stärksten FSIn im StuPa und werden so unsere Arbeit effektiv fortsetzen können. Hier das offizielle, vorläufige Endeergebnis: Auflistung der Stimmen vom StudWV

Vielen Dank an alle Unterstützer_innen und Wähler_innen!

Dank euch sind wir mit zwei Sitzen im StuPa vertreten – auch die AStA-Koalition geht mit einer starken 2/3-Mehrheit in das nächste Jahr, was für alle studentischen Initiativen sicherlich ein großer Vorteil sein wird!

Auch wurde noch der Institutsrat gewählt.
Es waren 18 Wählen, welches eine Wahlbeteiligung von 1,30% aller Geschichtsstudis ausmacht. Dadurch, dass diese Wahl an einem anderen Ort war, ist es sehr normal, dass „nur“ 18 Studis wählen waren. Danke! Wir können damit endlich wieder im Institutsrat euch vertreten!

Eure FSI Geschichte

PS: Um das Ergebnis mit euch zu feiern, wollen wir Ende des Semesters einen gemeinsamen Kneipenabend veranstalten. Genauerer Termin folgt – stay tuned!

Histo-Kino: Werner Scholem – ein jüdischer Radikaler in der Weimarer Republik

Histo-Kino im Januar steht wieder an. Diesesmal mit einem Kurzfilm über Werner Scholem und einer Buchvorstellung und Diskussion mit dem Historiker Ralf Hoffrogge (Im übrigen ein früherer FSI Geschicht’ler). Thema des Histo-Kino ist: Werner Scholem – ein jüdischer Radikaler in der Weimarer Republik

Buchvorstellung & Diskussion mit Ralf Hoffrogge

Werner Scholem Foto: Dietz Berlin
Werner Scholem
Foto: Dietz Berlin

Ankündigungstext:

Im Kriegsjahr 1917 ersehnte der 22jährige Werner Scholem die
„Zerschmetterung Deutschlands“ und diskutierte mit seinem Bruder Gershom
Scholem die Errichtung des Judenstaats in Palästina, doch nur ein Jahr
später wandte er sich begeistert einer neuen Utopie zu: dem Kommunismus.
Werner Scholem wurde zum Vertreter des „ultralinken“ Flügels der
Weimarer KPD und machte Karriere in der Partei. Ab 1924 stieg er zum
Organisationsleiter auf, sein Name stand für die „Bolschewisierung“ des
deutschen Kommunismus. Doch schon im Jahr darauf fiel Scholem selbst
einer Säuberung zum Opfer: auf Betreiben von Thälmann wurde er 1926
ausgeschlossen. Die KPD wurde nun zum außenpolitischen Arm Moskaus und
Scholem wirkte bis 1928 als einer der entschiedensten Kritiker Stalins,
in seiner Zeitschrift „Fahne des Kommunismus“ konnten kritische
LeserInnen erstmals den Begriff „Stalinismus“ finden. Doch obwohl die
Kritik der Ultralinken auf innerparteiliche Demokratie und das
Räteprinzip verwies, unterschätzten Scholem und seine Mitstreiter die
diktatorische Wende in der Sowjetunion.
Scholem wurde 1933 verhaftet und im Juli 1940 im KZ Buchenwald ermordet.
Über seine widersprüchliche Rolle als Protagonist der Bolschewisierung
und Kritiker Stalins wollen wir gemeinsam diskutieren mit Ralf
Hoffrogge, Autor des jüngst erschienenen Buches „Werner Scholem
(1895-1940) – eine politische Biographie“ (UVK Verlag, Konstanz 2014).
Den Einstieg bildet die 17-minütige Kurzdoku „Zwischen Utopie und
Gegenrevolution“ von Niels Bolbrinker, die Scholems Biographie
rekonstruiert.

zum Buch:

https://www.facebook.com/WernerScholemBiographie/

Filmdoku zu Werner Scholem:

https://www.youtube.com/watch?v=TQv-ieP7D2k&index=1&list=PL386363754EF67D7A

 

Wann: 26.01.16  um 20 Uhr

Wo: Projektraum H48 (Herrmannstraße 48, nähe U-Bhf Boddinstraße)

Wahlen zum Studierendenparlament (StuPa), Institutsrat (IR) und Frauenwahlgremium

Auch dieses Jahr stehen wieder zahlreiche Wahlen an der FU Berlin an.
Zum einen wird das Frauenwahlgremium gewählt, sowie die Nachwahl studentischer Mitglieder des Institutsrat (IR) und das jährlich zu wählende Studierendenparlament (StuPa).

Wir halten für euch den Arsch hin_Finale-Seite001
Diesjähriges Plakat der FSI (Kunst-)Geschichte mit dem Listennamen „Koser Nostra“ und der Listennummer 26.

Warum, wen und was wählen?

Wahlen stellen an der Universität die einzige Möglichkeit dar, sich demokratisch an Prozessen zu beteiligen und je mehr Wahlbeteiligung ist, desto höher die Wirksamkeit des Ansehens der studentischen Vertreter*innen und dessen Forderungen gegenüber der Professoralen Mehrheit in den jeweiligen Gremien.

  1. Frauenwahlgremium: Das Frauenwahlgremium richtet sich an alle Frauen* und wählt die Mitglieder jeder Statusgruppe, welche dann die nebenberuflichen Frauenbeauftragten und deren Stellvertreter*innen wählt. Hier geht es um die Interesse aller Frauen* des Fachbereichs, aber auch der gesamten Universität. Es werden nämlich sowohl auf dezentraler Ebener (Fachbereich) und zentraler Ebene (FU weit) die Frauenwahlgremien gewählt. Auf dezentraler Ebene unterstützen wir die studentischen Kandidat*innen Melanie G. und Julie Z. Wählen könnt ihr im Wahllokal in der Fabeckstr. 23-25 im Raum 1.0005 (1. Etage bei der Verwaltung des Fachbereichs und unserem „schicken“ Neubau). Bitte beachtet, dass die Wahl nur am Dienstag, 12. Januar, in der Zeit von 9-15 Uhr möglich ist! Ihr müsst Studiausweis und amtliches Lichtbildzeugnis mitbringen.
  2. Nachwahl der studentischen Vertreter*innen im Institutsrat (IR). Der IR ist für alle Geschichtsstudierende wichtig, da dieser Studien- und Prüfungsordnungen  erlässt, sowie sich um die Lehrplanung für die Semester kümmert. Wir (FSI Geschichte) treten als einzige Liste an und wollen mit eurer Stimme im IR uns für besseres Lehrangebot, bessere Studien- und Prüfungsordnungen einsetzen, sowie eure Interessen vertreten. Dafür stehen wir auch für Rückmeldungen bereit, ob via Mail, persönlich im Büro (A 117) oder Histo-Café ( A 112).
    Wählen könnt ihr im Wahllokal in der Fabeckstr. 23-25 im Raum 1.0005 (1. Etage bei der Verwaltung des Fachbereichs und unserem „schicken“ Neubau). Bitte beachtet, dass die Wahl nur am Dienstag, 12. Januar, in der Zeit von 9-15 Uhr möglich ist! Ihr müsst Studiausweis und amtliches Lichtbildzeugnis mitbringen.
  3. Studierendenparlament (StuPa):
    Vom Dienstag, 12 . bis Donnerstag, 14. Januar 2016 finden wieder die jährlichen Wahlen zum Studierendenparlament (StuPa) statt.
    Für das StuPa kandidiert die FSI Geschichte mit der Listennummer 26 FSI (Kunst-)Geschichte „Koser Nostra“!
    Warum das StuPa wählen? Das StuPa erlässt Resolutionen und wählt die Referent_innen des AStA, welcher gerade für euch und die Ini eine wichtige Unterstützung bei Studiumsproblemen darstellt, aber auch hilft, Ersti-Fahrten und O-Tage zu organisieren und diese finanziell unterstützt. Letztes Jahr konnten wir famose 3 Sitze im StuPa erreichen! Wir würden unsere Arbeit dort gerne fortsetzen und würden uns deshalb sehr freuen, wenn ihr uns eure Stimme gebt und uns so unterstützt!
    Wählen könnt ihr das StuPa im FMI vor den Hörsälen oder an den anderen Wahlstationen an der Uni (z.B. Silberlaube vor der Mensa 2): Perso und Studiererendenausweis nicht vergessen! Wie letztes Jahr sind wir diese Woche wieder mit einem Wahlstand vor dem FMI präsent und für alle Fragen, Probleme und Kritikpunkte ansprechbar.  Wir freuen uns auf euch! … support your local Fachschaftsinitiative!

LL-Gedenkdemonstration 10.Janunar

Am Sonntag, 10.Januar 2016 beginnt die LL-Gedenkdemonstration am U-Bhf Frankfurter Tor!

ll_demo_2016_plakat

Vor fast 97 Jahren, am 15. Januar 1919, wurden die beiden Revolutionär*innen Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg von faschistischen Freikorps ermordet.Mit der alljährlichen Liebknecht-Luxemburg-Gedenkdemonstration und dem antifaschistischen Block geben wir eine Kampfansage und verknüpfen Gedenkpolitik mit praktischen Kämpfen: gegen rassistische Hetze, geistige und reale Brandstiftung, faschistische und imperialistische Bedrohungen – für eine solidarische Gesellschaft jenseits von Staat, Nation und Kapitalismus.Luxemburgs und Liebknechts Analysen und Kämpfe gegen Militarismus, Imperialismus und Rassismus bleiben bis heute wichtige Bezugspunkte radikal linker Politik und sind Ausgang für den Aufbau einer befreiten Gesellschaft.
Der antifaschistische Block möchte emanzipatorische Kämpfe um Würde und Freiheit, jenseits von nationalistischer und kapitalistischer Unterdrückungslogik sichtbar machen und zusammenführen.
Dies bedeutet:

  • Kampf der rassistischen Hetze und Aufmärsche von PEGIDA, BÄRGIDA & Co.!
  • Unterstützt die antifaschistischen Kämpfe in den Außenbezirken! Solidarität mit den Kämpfen der Geflüchteten um Selbstbestimmung und Würde. Auf die Straße gegen Lagerunterbringung, Residenzpflicht, Abschiebungen und rassistische Sondergesetze!
  • Entschlossen gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung in den Wahlkämpfen für BVV und Abgeordnetenhaus im September 2016 – Der AfD, NPD, CDU und SPD die rassistischen Mäuler stopfen!
  • Hoch die internationale Solidarität! Unterstützt die Kämpfe der internationalistischen Linken gegen Repression und für Selbstorganisierung – weg mit dem Verbot der PKK! Führen wir die Kämpfe gegen Faschismus, Imperialismus und religiösen Fundamentalismus zusammen.
  • Nie wieder Krieg! Gegen kulturrassistische Hetze und imperialistische Kriege. Zusammen auf die Straße gegen Kriegseinsätze und Waffenexporte!
  • Lassen wir die Stadt rebellieren: Organisieren wir uns kollektiv gegen Zwangsräumungen, rassistische Polizeikontrollen und steigende Mieten.
  • Betriebliche Organisierung und Kämpfe sind die Grundlage für gesellschaftliche Veränderungen.

Blockaden, Demonstrationen, Streiks: Geschichte wird gemacht.  
Auf zur LL-Demonstration 2016, hinein in den Antifa-Block!

„Eure Ordnung ist auf Sand gebaut.“
Rosa Luxemburg

Mehr Infos: 10.01.2016: internacionalismo21- Internationalistische Reihen im Antifa Block auf der LL(L)-Demo

Aktionen im Anschluss an die LL-Demo:

Gedenkrundgang auf dem Friedhof der Sozialist*innen mit Bernd Langer:
Direkt nach der Demo | Treffpunkt am Transparent des Antifa-Blocks, links vom Aufgang

Lesung von Texten von und über Rosa Luxemburg:
So, 10.01.2015 | 15:00 Uhr | Rosa-Luxemburg-Steg (Tiergarten)

Weitere Veranstaltungen zur Thematik:

Info-Veranstaltung: Klassenkampf im Betrieb
Fr, 08.01.2016 | 19:00 Uhr | Kiez-Treff Mediengalerie (Dudenstraße 10 / Kreuzberg)

9. Januar: Kiez-Demo: „HG und M99 verteidigen!“

Die FSI Geschichte zeigt sich solidarisch mit HG und dem M99. Nach Jahre langem Streit mit dem  Vermieter, droht nun die Existenz von HG (privat und beruflich) zu scheitern. Grund: Der Vermieter will das Gebäude teuer sanieren und daraus Profit schlagen. Gegen Gentrifizierung. Unten folgt der Aufruf!

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HG und M99 verteidigen!

Soli-Demo für das M99 & HG:
Sa, 09.01.2016 | 14:00 Uhr | Heinrichplatz (Kreuzberg)

Seit 1985 gibt es den Laden M99 in der Manteuffelstraße in Berlin-Kreuzberg. Den namensgebenden “Revolutionsbedarf” hat der Ladeninhaber HG bereits vorher verkauft. Mit seiner langen Geschichte ist der M99 heute einer der wenigen Orte, in dem der sprichwörtliche widerständige Geist eines alten Kreuzberges noch zu wehen scheint – auch wenn das Viertel rundrum inzwischen stark durchgentrifiziert ist. Der M99 ist kein Ort, wo es immer nur um’s Konsumieren geht. Hier muss jede*r auch was tun, um die Ware zu bekommen. Jede*r, der*die einmal da war, wird den M99 niemals vergessen, was vor allem an seinem Inhaber HG liegt. Mit voller Hingabe betreibt er seinen Laden und wohnt in den Räumlichkeiten darüber. Eine Zwangsräumung würde seine berufliche und private Existenz vernichten.

Auch für viele Nachbar*innen gehört der M99 und HG einfach zum Viertel. Er ist fest im Kreuzberger Kiez verankert und nicht mehr aus der Manteuffelstraße und aus der linksradikalen Szene in Berlin wegzudenken. Dem Vermieter ist das allerdings scheißegal, er kann aus dem Haus noch einiges an Profit schlagen, um es vielleicht durch einige Tricks in gewinnbringende Eigentumswohnungen umzuwandeln. Der unangepasste Laden ist da natürlich ein konkretes “Investitionshemmnis”. Um dieses zu “beseitigen”, konnte er nun ein Räumungsurteil für die Ladenfläche vor Gericht erreichen.
Der M99 ist fristlos bis zum 31.12.2015 gekündigt und soll bis dahin leer geräumt werden. Durch den baulichen Zustand der Räume (berufen auf das sogenannte Allgemeine Sicherheits- und Ordnungsgesetzes, kurz ASOG Berlin) ist es zudem möglich, dass der M99 jederzeit nach dem 31.12.2015 auch ohne die Ankündigung eines*r Gerichtsvollzieher*in geräumt werden kann. Der Rechtsstreit über den Wohnraum von HG läuft nebenbei weiter.

Es lässt sich kaum vorstellen, wie stark der M99 uns alle in den letzten Jahren für den notwendigen Kampf gegen das System ausgestattet hat. Nun ist es an der Zeit, unsere Solidarität zu zeigen und HG und den M99 mit allen Mitteln zu verteidigen. Wir werden nicht länger warten oder gar dem Staat in seiner Rechtssprechung vertrauen. Für uns steht fest, dass HG und der M99 bleiben! In den letzten Jahren war der Laden und sein Besitzer aufgrund der eindeutigen politischen Ausrichtung vielen ein Dorn im Auge. Es gab bereits mehrere (neonazistische) Brandanschläge auf das Haus und auch jede Menge Razzien der Cops. Nun kommt der Angriff vom Eigentümer, doch gemeinsam können wir auch dem entgegen treten!

HG ist nur ein Beispiel für täglich stattfindende Zwangsräumungen in einer Großstadt wie Berlin. Und auch wenn diese brutalste Form der Verdrängung selten verhindert werden kann, kann doch der Preis dafür in die Höhe getrieben werden. Einem Staat, der sich vorrangig dem Schutz des Privateigentums verschrieben hat, sagen wir den Kampf an!

Kein Friede mit den herrschenden Verhältnissen!
Wenn HG geräumt wird, dann werden wir nicht tatenlos zusehen!

Haltet euch bereit für Tag X der Räumung! Weitere Ankündigungen folgen!