Archiv für den Monat: April 2011

„Ich bereue mein Leben nicht“ – eine deutsche Kommunistin in der französischen Résistance

Veranstaltungsplakat FSI GeschichteBuchvorstellung und Diskussion am Mittwoch, 4. Mai um 18h in KL 25/134 (Silberlaube, Habelschwerdter Allee 39-45)

Während in Deutschland die Sarrazindebatte tobte, löste in Frankreich der 93jährige Résistance-Veteran Stéphane Hessel mit seinem Ausatz „Empört Euch“ eine landesweite Diskussion über die Notwendigkeit von Widerstand aus. Hessels Aufruf richtete sich explizit an die junge Generation der Prekären. Er erinnert an eine soziale Vision der Résistance, die über den engeren Antifaschismus weit hinausging und bis heute uneingelöst ist.

Diese Vision bewog auch die deutsche Kommunistin Marie-Louise Plener, das sowjetische Exil zu verlassen und sich dem französischen Widerstand anzuschließen. Sie übernahm für die Résistance Aufklärungsarbeit und riskierte mehr als einmal ihr Leben im Kampf gegen Hitler. Nach Kriegsende ging sie zunächst nach Essen, wurde dort jedoch als Kommunistin aus dem öffentlichen Dienst entlassen. Daraufhin siedelte sie in die SBZ/DDR über, um sich dort mit viel Idealismus am Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft zu beteiligen. Auch hier wurde sie jedoch enttäuscht: wie zahlreiche andere „Westemigranten“ wurde Marie-Louise Plener diskriminiert und im Beruf degradiert. Gerade wegen ihrer Resistánce-Tätigkeit galt die engagierte Antifaschistin dem Parteiapparat der SED als unzuverlässig.

Ulla Plener, Tochter von Marie-Louise, hat im letzten Jahr unter dem Titel „Ich bereue mein Leben nicht. Marie-Luise Plener-Huber: Die Lebensgeschichte einer Idealistin“ eine umfangreiche Biographie ihrer Mutter veröffentlicht. In einer Doppelrolle als Zeitzeugin und Historikerin stellt sie dieses Werk nun an der Freien Universität Berlin zur Diskussion. Sie berichtet über das Leben einer Kommunistin zwischen Antifaschismus und stalinistischer Repression, über Exil und Widerstand, über die Aufbauphase der DDR, das Engagement als Frau in einer männerdominierten Bewegung und die Widersprüche des „real existierenden Sozialismus“.

Ulla Plener, geboren 1933 in einer Berliner Arbeiterfamilie, wurde nach Machtübernahme der Nazis von ihrer Mutter ins sowjetische Exil gebracht. Sie wuchs dort in einem Kinderheim der internationalen Roten Hilfe in Iwanowo auf, während ihre Mutter für die Résistance kämpfte. Ulla Plener erlebte als Heranwachsende in der Sowjetunion Weltkrieg und Kriegsende am 8. Mai 1945. Im Jahr darauf kehrte sie nach Ostberlin zurück. Von 1951-1956 studierte Sie an der Moskauer Lomonossov-Universität Geschichte. Nach dem Ende ihrer Ausbildung forschte sie als Historikerin an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften der DDR. Sie veröffentlichte zahlreiche Werke zur Geschichte der Arbeiterbewegung und widmet sich seit 1990 insbesondere dem biographischen Blick „von unten“ auf die Basis der sozialistischen Bewegung.

Zwangsexmatrikulation – ja bitte? Vollversammlung am 20.4., 12h

Kommt zahlreich zu der Vollversammlung an der FU (parallel zu Vollversammlungen an TU und HU) am 20. April, 12h, Hörsaal 1a, Silberlaube.

Was haben sie sich dabei gedacht? Im Sommer diesen Jahres will der rot-rote Senat das Berliner Hochschulgesetz (BerlHG) novellieren, um das Bachelor-Master-System nach mehr als acht Jahre nach Einführung in Berlin in das Gesetz zu übernehmen und doch noch den Koalitionsvertrag von 2006 einzuhalten. Um das zu erreichen muss alles schnell gehen, denn im September stehen Abgeordnetenhauswahlen an. Den Anliegen der Studierenden, Mitarbeiter_innen, Gewerkschaften und Hochschulen wurde deshalb keine Aufmerksamkeit geschenkt.
Die Studierendenproteste der letzten Jahre werden im aktuellen Entwurf mit keinem Wort bedacht, die Forderungen nach einem freien und selbstbestimmten Studium quasi „überhört“ und Kritik als unnötig abgetan. Ganz im Gegenteil werden in der gegenwärtigen Fassung Zwangsberatung und Zwangsexmatrikulation verschärft, festgeschriebene Wahlfreiheiten im Studium abgeschafft, strenge Regelstudienzeiten festgelegt und keine befriedigende Regelungen für den Bachelor-Master-Übergang gefunden. Die Zeit und die politische Lage drängen Rot-Rot und allen voran Wissenschaftssenator Zöllner dazu, das Gesetz trotz aller Mängel und Einsprüche möglichst noch im Mai, spätestens im Juni zu verabschieden. Auf die Meinung der Betroffenen wird da kein Wert gelegt.

Das BerlHG ist in dieser Fassung nicht hinnehmbar. Die studierendenfeindliche Novellierung verlangt nach einer angemessenen
Reaktion, denn das Gesetz muss verhindert, der Druck auf den Berliner Senat erhöht werden. Ihr habt euer Gesetz ohne die Studierenden gemacht? Jetzt kriegt ihr die Quittung!

Zwangsexmatrikulation – ja bitte? Vollversammlung am 20.4., 12h

Kommt zahlreich zu der Vollversammlung an der FU (parallel zu Vollversammlungen an TU und HU) am 20. April, 12h, Hörsaal 1a, Silberlaube.

Was haben sie sich dabei gedacht? Im Sommer diesen Jahres will der rot-rote Senat das Berliner Hochschulgesetz (BerlHG) novellieren, um das Bachelor-Master-System nach mehr als acht Jahre nach Einführung in Berlin in das Gesetz zu übernehmen und doch noch den Koalitionsvertrag von 2006 einzuhalten. Um das zu erreichen muss alles schnell gehen, denn im September stehen Abgeordnetenhauswahlen an. Den Anliegen der Studierenden, Mitarbeiter_innen, Gewerkschaften und Hochschulen wurde deshalb keine Aufmerksamkeit geschenkt.
Die Studierendenproteste der letzten Jahre werden im aktuellen Entwurf mit keinem Wort bedacht, die Forderungen nach einem freien und selbstbestimmten Studium quasi „überhört“ und Kritik als unnötig abgetan. Ganz im Gegenteil werden in der gegenwärtigen Fassung Zwangsberatung und Zwangsexmatrikulation verschärft, festgeschriebene Wahlfreiheiten im Studium abgeschafft, strenge Regelstudienzeiten festgelegt und keine befriedigende Regelungen für den Bachelor-Master-Übergang gefunden. Die Zeit und die politische Lage drängen Rot-Rot und allen voran Wissenschaftssenator Zöllner dazu, das Gesetz trotz aller Mängel und Einsprüche möglichst noch im Mai, spätestens im Juni zu verabschieden. Auf die Meinung der Betroffenen wird da kein Wert gelegt.

Das BerlHG ist in dieser Fassung nicht hinnehmbar. Die studierendenfeindliche Novellierung verlangt nach einer angemessenen
Reaktion, denn das Gesetz muss verhindert, der Druck auf den Berliner Senat erhöht werden. Ihr habt euer Gesetz ohne die Studierenden gemacht? Jetzt kriegt ihr die Quittung!

Zwangsexmatrikulation – ja bitte? Vollversammlung am 20.4., 12h

Kommt zahlreich zu der Vollversammlung an der FU (parallel zu Vollversammlungen an TU und HU) am 20. April, 12h, Hörsaal 1a, Silberlaube.

Was haben sie sich dabei gedacht? Im Sommer diesen Jahres will der rot-rote Senat das Berliner Hochschulgesetz (BerlHG) novellieren, um das Bachelor-Master-System nach mehr als acht Jahre nach Einführung in Berlin in das Gesetz zu übernehmen und doch noch den Koalitionsvertrag von 2006 einzuhalten. Um das zu erreichen muss alles schnell gehen, denn im September stehen Abgeordnetenhauswahlen an. Den Anliegen der Studierenden, Mitarbeiter_innen, Gewerkschaften und Hochschulen wurde deshalb keine Aufmerksamkeit geschenkt.
Die Studierendenproteste der letzten Jahre werden im aktuellen Entwurf mit keinem Wort bedacht, die Forderungen nach einem freien und selbstbestimmten Studium quasi „überhört“ und Kritik als unnötig abgetan. Ganz im Gegenteil werden in der gegenwärtigen Fassung Zwangsberatung und Zwangsexmatrikulation verschärft, festgeschriebene Wahlfreiheiten im Studium abgeschafft, strenge Regelstudienzeiten festgelegt und keine befriedigende Regelungen für den Bachelor-Master-Übergang gefunden. Die Zeit und die politische Lage drängen Rot-Rot und allen voran Wissenschaftssenator Zöllner dazu, das Gesetz trotz aller Mängel und Einsprüche möglichst noch im Mai, spätestens im Juni zu verabschieden. Auf die Meinung der Betroffenen wird da kein Wert gelegt.

Das BerlHG ist in dieser Fassung nicht hinnehmbar. Die studierendenfeindliche Novellierung verlangt nach einer angemessenen
Reaktion, denn das Gesetz muss verhindert, der Druck auf den Berliner Senat erhöht werden. Ihr habt euer Gesetz ohne die Studierenden gemacht? Jetzt kriegt ihr die Quittung!

Ohne Tresen nichts gewesen: der Histo-Tresen im Bandito Rosso

Jeden ersten, dritten und fünften Montag im Monat gibt es auch im SoSe 2011 die Möglichkeit, sich im Bandito Rosso einzufinden, um bei angenehmen Getränken und netter Musik der Revolution auf die Sprünge zu helfen. Unter ominösen und klandestinen Bedingungen können sich Menschen über ihre Hausarbeiten und Klausuren austauschen, darüber hinaus aber ihr Studium auch mal Studium sein lassen und sich schlicht erholen.

Der ‚Geschichtstresen‘ ist kein konsekultives Aufbaumodul, sondern eher ein Grundlagenseminar, das in Verbindung mit dem historischen Vertiefungsseminar ‚Histokino‘als Basismodul zu absolvieren ist. Nach erfolgreichem Absolvieren beider Teile des Moduls können 10 Leistungspunkte als ‚Fachferne Zusatzqualifikation‘ angerechnet werden. Außerdem ist es möglich sich die 10 Credits im Bereich ‚Leben‘ gutschreiben zu lassen.

Ohne Tresen nichts gewesen: der Histo-Tresen im Bandito Rosso weiterlesen

Histo-Kino-Reihe: Die RAF in Film und Fernsehen. Der_B@@der_Meinhof_Komplex


„Erst mit diesem Film hat die Debatte um die RAF eine ausreichende Grundlage.“ Zum Auftakt einer filmischen Spurensuche wollen wir den SPIEGEL mal beim Wort nehmen und den Film zeigen, der zeigt „was wirklich war“ (U.Edel).
Sollten wider Erwarten dennoch ein Haufen unbeantworteter Fragen am Ende des Filmes übrig bleiben, werden wir diesen in sechs weiteren Dokumentar- und Spielfilmen nachgehen.
Das Ziel der Reihe ist es einen multiperspektivischen Blick auf die deutschen Zustände der Nachkriegszeit, die 68er Bewegung, den militanten Widerstand, den Linksterror, den Staatsterror, den BILD-Terror, die Terrorhysterie und das Medienphänomen RAF zu werfen.
Die ausgewählten Filme stellen alle ausgewählte Fragen und werfen doch auch immer neue Fragen auf. Abgesehen von den unterschiedlichen Herangehensweisen der Filme, ist auch interessant wie welche Filme in bestimmten Teilöffentlichkeiten rezipiert wurden.
Angeregt durch die Filme wird in Kurzreferaten und Diskussionen den Fragen nachgegangen, in welcher (inter)nationalen historischen Situation die RAF entstanden ist, welche Ziele verfolgt, welche Mittel eingesetzt wurden und was überhaupt Begriffe wie „Terror“ bedeuten.
Geschichte ereignet sich eben zweimal, beim zweiten Mal jedoch als Film.

Das erste Mal Histo-Kino im neuen Semester: Donnerstag, 14.04., 21h wie immer im Bandito Rosso, Lottumstraße 10a, U-Bhf Rosa-Luxemburg-Platz oder U-Bhf Rosenthaler Platz.