Archiv für den Monat: April 2010

Historischer-Campusrundgang. Station: Ihnestraße 22

In diesem Gebäude befand sich das Kaiser-Wilhelm Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik. Die Direktoren Eugen Fischer (1927-1942) und Ottmar v. Verschuer (1942-1945) lieferten mit ihren MitarbeiterInnen „wissenschaftliche“ Begründungen für die menschenverachtende Rassen- und Geburtenpolitik des NS-Staates.
In den Seminarräumen des heutigen OSI lagerten Organe ermordeter KZ-Häftlinge.

Vortrag von Prof. Wippermann zur Rolle des KWIAEE im Nationalsozialismus am

Freitag, 30.04.2010
14 Uhr im UG22, Ihnestraße 22.

Auftakt der FSIn-Veranstaltungreihe – Wieso, weshalb, warum macht die Schule dumm?!

Am kommenden Donnerstag, den 29.4., wird Freerk Huisken im Hörsaal 1b der Silberlaube ab 18 Uhr zu der Frage „Wieso? Weshalb? Warum? Macht die Schule dumm!?“ referieren.

Ausbildung macht dumm. Das steht nicht für ein Versagen von Schule und Universität, sondern das gehört zu den Aufträgen des hiesigen Bildungssystems. Dummheit, was ist das? Es fällt nicht unter Dummheit, wenn man die neue Rechtschreibung nicht beherrscht, nur schlecht lesen und rechnen kann oder die Nebenflüsse der Donau nicht kennt. Das ist fehlendes Wissen, das kann man sich aneignen. Besser: das könnte man sich aneignen, wenn das Schulwesen tatsächlich das Anliegen verfolgen würde, den Nachwuchs solide in die „Kulturtechniken“ einzuführen und ihm gediegenes Wissen über Natur und Gesellschaft zu vermitteln. Tut es aber nicht.

Unter Dummheit fällt dagegen ziemlich viel von dem was man lernt, und zwar als Hauptschüler wie als Gymnasiast und als Student. Es fällt darunter die Ausstattung der Jugend mit einer Fülle falscher Urteile über Gott und die Welt. Das liegt nicht daran, dass sich Schulbuchverfasser und Lehrer einfach nur irren, wenn sie die Schüler mit ihren Lehren über Demokratie und Faschismus, über Geld und Markt, über Familie und Staat traktieren. Das tun sie auch. Aber das trifft nicht die Sache. Dafür sind die Dummheiten viel zu resistent gegen Argumente und haben bereits zu viele Jahrzehnte in Schulbüchern überdauert. Die frühzeitige Aneignung einer gehörigen Portion Dummheit braucht es vielmehr für die geistige Ausstattung des mündigen Bürgers. Gefordert ist sie für Leistungen, die hierzulande ständig gefordert sind: nämlich für die freiwillige Unterordnung unter alle Zwänge und Sachzwänge dieser Gesellschaft. Dummheit ist damit parteiliches Denken. Zugleich belehren die Dummheiten den erzogenen Mensch darüber, wie er alle sich einstellenden Beschränkungen seiner Interessen zu verarbeiten hat und dabei brav bleiben kann. Dummheit ist also eine wahre Produktivkraft im und für den Kapitalismus.“

Der Vortrag ist der Auftakt der Veranstaltungsreihe der Fachschaftsinis. In diesem Sommersemester veranstaltet die Fachschaftskoordination der FU Berlin eine Vorlesungsreihe mit dem Titel „Wissenschaft und Kritik“. Die 10 Referats- und Diskussionsveranstaltungen werden organisiert von den Fachschaftsinitiativen Lehramt, Ethnologie, OSI, Wirtschaftswissenschaften, Publizistik und Kommunikationswissenschaften, Geschichte, Theater-, Film- und Musikwissenschaften, Germanistik, Psychologie, sowie den Kritischen Jurist_innen und bringen kritische Standpunkte bezüglich ihrer eigenen Fachdisziplin zur Sprache. Die Veranstaltungen finden an den jeweiligen Instituten der FU statt und legen ihren Fokus auf die Produktion und Reproduktion gesellschaftlicher Machtstrukturen, Verhältnisse und Ideologien durch Wissenschaft und ihre fachliche Deutungshoheit.
Hier findet ihr auch ein mit einem Überblick über alle Veranstaltungen, Referent_innen und Inhalte. Wir freuen uns auf spannende und interessante Veranstaltungen, sowie auf euch!

Programmheft als pdf

Auftakt der FSIn-Veranstaltungreihe – Wieso, weshalb, warum macht die Schule dumm?!

Am kommenden Donnerstag, den 29.4., wird Freerk Huisken im Hörsaal 1b der Silberlaube ab 18 Uhr zu der Frage „Wieso? Weshalb? Warum? Macht die Schule dumm!?“ referieren.

Ausbildung macht dumm. Das steht nicht für ein Versagen von Schule und Universität, sondern das gehört zu den Aufträgen des hiesigen Bildungssystems. Dummheit, was ist das? Es fällt nicht unter Dummheit, wenn man die neue Rechtschreibung nicht beherrscht, nur schlecht lesen und rechnen kann oder die Nebenflüsse der Donau nicht kennt. Das ist fehlendes Wissen, das kann man sich aneignen. Besser: das könnte man sich aneignen, wenn das Schulwesen tatsächlich das Anliegen verfolgen würde, den Nachwuchs solide in die „Kulturtechniken“ einzuführen und ihm gediegenes Wissen über Natur und Gesellschaft zu vermitteln. Tut es aber nicht.

Unter Dummheit fällt dagegen ziemlich viel von dem was man lernt, und zwar als Hauptschüler wie als Gymnasiast und als Student. Es fällt darunter die Ausstattung der Jugend mit einer Fülle falscher Urteile über Gott und die Welt. Das liegt nicht daran, dass sich Schulbuchverfasser und Lehrer einfach nur irren, wenn sie die Schüler mit ihren Lehren über Demokratie und Faschismus, über Geld und Markt, über Familie und Staat traktieren. Das tun sie auch. Aber das trifft nicht die Sache. Dafür sind die Dummheiten viel zu resistent gegen Argumente und haben bereits zu viele Jahrzehnte in Schulbüchern überdauert. Die frühzeitige Aneignung einer gehörigen Portion Dummheit braucht es vielmehr für die geistige Ausstattung des mündigen Bürgers. Gefordert ist sie für Leistungen, die hierzulande ständig gefordert sind: nämlich für die freiwillige Unterordnung unter alle Zwänge und Sachzwänge dieser Gesellschaft. Dummheit ist damit parteiliches Denken. Zugleich belehren die Dummheiten den erzogenen Mensch darüber, wie er alle sich einstellenden Beschränkungen seiner Interessen zu verarbeiten hat und dabei brav bleiben kann. Dummheit ist also eine wahre Produktivkraft im und für den Kapitalismus.“

Der Vortrag ist der Auftakt der Veranstaltungsreihe der Fachschaftsinis. In diesem Sommersemester veranstaltet die Fachschaftskoordination der FU Berlin eine Vorlesungsreihe mit dem Titel „Wissenschaft und Kritik“. Die 10 Referats- und Diskussionsveranstaltungen werden organisiert von den Fachschaftsinitiativen Lehramt, Ethnologie, OSI, Wirtschaftswissenschaften, Publizistik und Kommunikationswissenschaften, Geschichte, Theater-, Film- und Musikwissenschaften, Germanistik, Psychologie, sowie den Kritischen Jurist_innen und bringen kritische Standpunkte bezüglich ihrer eigenen Fachdisziplin zur Sprache. Die Veranstaltungen finden an den jeweiligen Instituten der FU statt und legen ihren Fokus auf die Produktion und Reproduktion gesellschaftlicher Machtstrukturen, Verhältnisse und Ideologien durch Wissenschaft und ihre fachliche Deutungshoheit.
Hier findet ihr auch ein mit einem Überblick über alle Veranstaltungen, Referent_innen und Inhalte. Wir freuen uns auf spannende und interessante Veranstaltungen, sowie auf euch!

Programmheft als pdf

Auftakt der FSIn-Veranstaltungreihe – Wieso, weshalb, warum macht die Schule dumm?!

Am kommenden Donnerstag, den 29.4., wird Freerk Huisken im Hörsaal 1b der Silberlaube ab 18 Uhr zu der Frage „Wieso? Weshalb? Warum? Macht die Schule dumm!?“ referieren.

Ausbildung macht dumm. Das steht nicht für ein Versagen von Schule und Universität, sondern das gehört zu den Aufträgen des hiesigen Bildungssystems. Dummheit, was ist das? Es fällt nicht unter Dummheit, wenn man die neue Rechtschreibung nicht beherrscht, nur schlecht lesen und rechnen kann oder die Nebenflüsse der Donau nicht kennt. Das ist fehlendes Wissen, das kann man sich aneignen. Besser: das könnte man sich aneignen, wenn das Schulwesen tatsächlich das Anliegen verfolgen würde, den Nachwuchs solide in die „Kulturtechniken“ einzuführen und ihm gediegenes Wissen über Natur und Gesellschaft zu vermitteln. Tut es aber nicht.

Unter Dummheit fällt dagegen ziemlich viel von dem was man lernt, und zwar als Hauptschüler wie als Gymnasiast und als Student. Es fällt darunter die Ausstattung der Jugend mit einer Fülle falscher Urteile über Gott und die Welt. Das liegt nicht daran, dass sich Schulbuchverfasser und Lehrer einfach nur irren, wenn sie die Schüler mit ihren Lehren über Demokratie und Faschismus, über Geld und Markt, über Familie und Staat traktieren. Das tun sie auch. Aber das trifft nicht die Sache. Dafür sind die Dummheiten viel zu resistent gegen Argumente und haben bereits zu viele Jahrzehnte in Schulbüchern überdauert. Die frühzeitige Aneignung einer gehörigen Portion Dummheit braucht es vielmehr für die geistige Ausstattung des mündigen Bürgers. Gefordert ist sie für Leistungen, die hierzulande ständig gefordert sind: nämlich für die freiwillige Unterordnung unter alle Zwänge und Sachzwänge dieser Gesellschaft. Dummheit ist damit parteiliches Denken. Zugleich belehren die Dummheiten den erzogenen Mensch darüber, wie er alle sich einstellenden Beschränkungen seiner Interessen zu verarbeiten hat und dabei brav bleiben kann. Dummheit ist also eine wahre Produktivkraft im und für den Kapitalismus.“

Der Vortrag ist der Auftakt der Veranstaltungsreihe der Fachschaftsinis. In diesem Sommersemester veranstaltet die Fachschaftskoordination der FU Berlin eine Vorlesungsreihe mit dem Titel „Wissenschaft und Kritik“. Die 10 Referats- und Diskussionsveranstaltungen werden organisiert von den Fachschaftsinitiativen Lehramt, Ethnologie, OSI, Wirtschaftswissenschaften, Publizistik und Kommunikationswissenschaften, Geschichte, Theater-, Film- und Musikwissenschaften, Germanistik, Psychologie, sowie den Kritischen Jurist_innen und bringen kritische Standpunkte bezüglich ihrer eigenen Fachdisziplin zur Sprache. Die Veranstaltungen finden an den jeweiligen Instituten der FU statt und legen ihren Fokus auf die Produktion und Reproduktion gesellschaftlicher Machtstrukturen, Verhältnisse und Ideologien durch Wissenschaft und ihre fachliche Deutungshoheit.
Hier findet ihr auch ein mit einem Überblick über alle Veranstaltungen, Referent_innen und Inhalte. Wir freuen uns auf spannende und interessante Veranstaltungen, sowie auf euch!

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Semesterauftakt des Histo-Kinos

Auch das allseits beliebte Histo-Kino geht in diesem Semester in eine neue Runde. Aufgrund vieler neuer Ideen wird unsere Reihe „Out Of Fokus…“ fortgesetzt. Dabei werden wieder Filme gezeigt, die einen historischen Sachverhalt behandeln, der nicht im Mittelpunkt des täglichen Mainstream-Medien-Interesses steht. Den Beginn macht dabei bereits diesen Donnerstag den 22.4. „Persepolis“. Ein Zeichentrickfilm der in beeindruckender Art und Weise, die Ereignisse der iranischen Revolution aus Sicht eines kleinen Mädchens schildert. (Unbedingtes Highlight: Bei diesem Film, darf zur Abwechslung auch gelacht werden 🙂 )
Wie immer stellt sich das charmante Histo-Kino Team, im Anschluss euren Fragen. Ansonsten kann wie immer gekickert werden und das eine oder andere Bier verzehrt werden. Das Ganze findet am Donnerstag den 22.4. um 21 Uhr im Bandito Rosso, in der Lottum Straße 10a statt. Eintritt ist wie immer frei. Vor Ort gibt es dann auch das druckfrische Programmheft der weiteren Filmreihe.
Persepolis - Histo-Kino am 22.4.

Stud_Kal und AVV für das Sommersemester erschienen

Pünktlich zu Semesterbeginn gibt es zwei Wegbegleiter für den Sommer: den Stud_Kal des AStA FU und das Alternative VorlesungsVerzeichnis.

Der Stud_Kal ist der Semesterkalender der ASten der FU, HU und ASH. Er hat neben dem praktischen Kalenderteil auch wichtige Infos zu Studium und Leben in Berlin, sowie zu den Beratungsangeboten der ASten. Ihr findet den Stud_Kal, selbstverständlich kostenlos, in allen gut sortierten studentischen Cafés (so auch auf dem Info-Tisch vor dem Histo-Café) oder direkt im AStA FU (Otto-von-Simson-Str. 23).

Außerdem ist das neue Alternative VeranstaltungsVerzeichnis (AVV) für Berlin und Potsdam online! Das halbjährlich erscheinende AVV ist eine Sammlung von autonomen Seminaren, Projekttutorien, Projekten, Projektideen sowie Veranstaltungsreihen in Berlin und Potsdam. Allen Projekten und Mitgestalter_innen ist die Forderung nach und Umsetzung von zugangsfreier, kritischer, selbstbestimmter und selbstorganisierter Bildung gemein. Es richtet sich an Menschen, die Inhalte nicht nur passiv konsumieren, sondern selbst nach eigenen Kriterien (inhaltlich) arbeiten und gestalten wollen. Und dazu muss mensch nicht studieren…

Das AVV-Wiki steht als Plattform zur Selbstorganisation zur Verfügung, dort können Angebote und Projekte vorgestellt werden: http://www.avvb.de.vu
Hier findet ihr das Programm für das Sommersemester 2010: http://wiki.bildung-schadet-nicht.de/index.php/AVV/Sommer10

Wenn ihr selbst Seminare, Veranstaltungen oder Projekte dort vorstellen wollt, folgt einfach dieser kleinen Bedienungsanleitung für das Wiki: 1.) Gehe auf http://wiki.bildung-schadet-nicht.de/index.php/AVV/Sommer10; 2.) Klicke auf „Anmelden“; 3.) Gib dein Login/Passwort ein oder verwende das folgende Konto. Benutzername: „selbst“ Passwort: „organisation“; 4.) Klickt bei dem Abschnitt, den ihr bearbeiten wollt bzw. wo ihr ein Angebot hinzufügen möchtet auf „Bearbeiten“
Eine kurze Hilfe zum Wiki findet Ihr auch hier:
http://wiki.bildung-schadet-nicht.de/index.php/Bildungswiki:Hilfe

Die FSI Geschichte wünscht euch einen guten Semesterstart, sowie viel Spaß mit und bei den Tipps.