Archiv für den Monat: Februar 2010

Neuigkeiten aus dem Histo-Café…

… gibt’s brühwarm am Montag 01.03. ab 21h im Bandito Rosso! Also: 21h. Lottumstraße 10a (U-Bhf. Rosa-Luxemburg-Platz/Rosenthaler Platz). Support your favorite Histo-Café.

Hier eine kleiner Zwischenstand nach den Geschehnissen der letzten Tage im Histo-Café. Bereits Mittwoch sollte der Café-Raum A111 für Drittmittelstellen geräumt werden, doch zahlreiche Studierende zeigten bereits in den frühen Morgenstunden, dass man nicht zu einer weiteren Reduzierung der studentischen Räume am FMI bereit sei. Der Lösungsvorschlag der Fachschaftsini, die studentische Studienberatung in unseren Räumlichkeiten aufzunehmen und somit Büroplätze für zwei Stellen zu schaffen, blieb bisher unbeantwortet. Ebenso die Forderung nach dauerhafter Zusicherung der Räume A111 und A112 seitens der Verwaltung oder des Dekanats.

So lang seitens der zuständigen Stellen keine Garantie besteht, dass unsere Räume nach wie vor studentisch gestaltet und verwaltet und nicht geräumt werden, müssen wir uns den Erhalt des Histo-Cafés in seiner jetzigen Form selbst garantieren. Daher haben sich viele Studierende dazu entschlossen hier zu bleiben und eine mögliche Räumung zu verhindern, bzw. für Verhandlungen zur Verfügung zu stehen. Nach wie vor sind alle Interessierten Willkommen, ob nun auf längere Zeit oder für den Kaffee zwischendurch, und das Histo-Café rund um die Uhr geöffnet und Abends gibt es Leckereien und Filme. Also kommt einfach mal vorbei, bringt Ideen und Aktionismus mit.

Ansonsten haben uns jede Menge Solidaritätserklärungen erreicht, die uns einmal mehr zeigten, dass die drohende Räumung von vielen als ein Angriff auf die studentische Infrastruktur und Selbstverwaltung gesehen wird. Unter anderem ließ der besetzte Hörsaal 1 in Lüneburg folgendes zukommen:

… aus Berlin erreicht uns die Nachricht, dass das Histo-Cafe geräumt werden soll. Wir müssen noch nicht selbst dort einen Kaffee getrunken oder einen Film gesehen haben – und können trotzdem sagen:

Freiräume in Selbstverwaltung von Studierenden sind wichtig und zentral für ein gutes Studium. Die Räumung selbstverwalteter Cafes ist ein weiterer Schritt in Richtung neoliberaler Universitätspolitik, von der wir im Zuge des Bologna-Prozesses lernen durften, dass sie Bildung und Wissenschaft nicht fördert, sondern behindert.

Ziel des Lehrbetriebes an der Universität kann nicht eine Heranzüchtung konsumierender Ja-Sager_innen sein. Bildung ist ein Prozess, der ohne Möglichkeit von Selbstbestimmung nicht funktioniert.

Deshalb fordern wir Sie auf, das Histo-Café nicht zu räumen – sondern statt dessen im Weiterbetrieb zu unterstützen.

Mit nur bedingt freundlichen Grüßen
Menschen aus Hörsaal1 in Lüneburg

Hier eine kleine Auswahl weiterer Solidaritätsäußerungen, vielen Dank!

Fachschaftsinis der FU
FSI IsTurArIrS
FSI WiWiss FU
fsi thefimu fu
FSI Germanistik FU
Bildungsstreik Berlin
AStA FU

Neuigkeiten aus dem Histo-Café…

… gibt’s brühwarm am Montag 01.03. ab 21h im Bandito Rosso! Also: 21h. Lottumstraße 10a (U-Bhf. Rosa-Luxemburg-Platz/Rosenthaler Platz). Support your favorite Histo-Café.

Hier eine kleiner Zwischenstand nach den Geschehnissen der letzten Tage im Histo-Café. Bereits Mittwoch sollte der Café-Raum A111 für Drittmittelstellen geräumt werden, doch zahlreiche Studierende zeigten bereits in den frühen Morgenstunden, dass man nicht zu einer weiteren Reduzierung der studentischen Räume am FMI bereit sei. Der Lösungsvorschlag der Fachschaftsini, die studentische Studienberatung in unseren Räumlichkeiten aufzunehmen und somit Büroplätze für zwei Stellen zu schaffen, blieb bisher unbeantwortet. Ebenso die Forderung nach dauerhafter Zusicherung der Räume A111 und A112 seitens der Verwaltung oder des Dekanats.

So lang seitens der zuständigen Stellen keine Garantie besteht, dass unsere Räume nach wie vor studentisch gestaltet und verwaltet und nicht geräumt werden, müssen wir uns den Erhalt des Histo-Cafés in seiner jetzigen Form selbst garantieren. Daher haben sich viele Studierende dazu entschlossen hier zu bleiben und eine mögliche Räumung zu verhindern, bzw. für Verhandlungen zur Verfügung zu stehen. Nach wie vor sind alle Interessierten Willkommen, ob nun auf längere Zeit oder für den Kaffee zwischendurch, und das Histo-Café rund um die Uhr geöffnet und Abends gibt es Leckereien und Filme. Also kommt einfach mal vorbei, bringt Ideen und Aktionismus mit.

Ansonsten haben uns jede Menge Solidaritätserklärungen erreicht, die uns einmal mehr zeigten, dass die drohende Räumung von vielen als ein Angriff auf die studentische Infrastruktur und Selbstverwaltung gesehen wird. Unter anderem ließ der besetzte Hörsaal 1 in Lüneburg folgendes zukommen:

… aus Berlin erreicht uns die Nachricht, dass das Histo-Cafe geräumt werden soll. Wir müssen noch nicht selbst dort einen Kaffee getrunken oder einen Film gesehen haben – und können trotzdem sagen:

Freiräume in Selbstverwaltung von Studierenden sind wichtig und zentral für ein gutes Studium. Die Räumung selbstverwalteter Cafes ist ein weiterer Schritt in Richtung neoliberaler Universitätspolitik, von der wir im Zuge des Bologna-Prozesses lernen durften, dass sie Bildung und Wissenschaft nicht fördert, sondern behindert.

Ziel des Lehrbetriebes an der Universität kann nicht eine Heranzüchtung konsumierender Ja-Sager_innen sein. Bildung ist ein Prozess, der ohne Möglichkeit von Selbstbestimmung nicht funktioniert.

Deshalb fordern wir Sie auf, das Histo-Café nicht zu räumen – sondern statt dessen im Weiterbetrieb zu unterstützen.

Mit nur bedingt freundlichen Grüßen
Menschen aus Hörsaal1 in Lüneburg

Hier eine kleine Auswahl weiterer Solidaritätsäußerungen, vielen Dank!

Fachschaftsinis der FU
FSI IsTurArIrS
FSI WiWiss FU
fsi thefimu fu
FSI Germanistik FU
Bildungsstreik Berlin
AStA FU

Unterstützt das Histo-Café!

Heute Morgen wurden wir vom Verwaltungsleiter geweckt und dieser bestärkte seine Drohung:

Wenn wir den Raum A 111 nicht zugunsten von drittmittelfinanzierten Mitarbeitern räumen, so ist kein studentisch verwalteter Raum an unserem Institut sicher!

Lassen wir diese Drohung unkommentiert? Nein!

Was können wir machen?

* Lasst uns die Nachricht über alle Verteiler jagen und Soli-Erklärungen auf alle Blogs schreiben. Menschen mobilisieren!

* Lasst uns Soli-Emails an den Verwaltungsleiter schicken! Text so in etwa: Diese Räumung ist INAKZEPTABEL und studentische Freiräume müssen erhalten bleiben! michael.vallo@fu-berlin.de

* Kommt vorbei!
Hier gibts morgens Frühstück, abends Vokü und ein kulturelles Rahmenprogramm ist in Planung. Heute Abend gibts eine Filmvorführung.
Jede_r wird gebraucht. Geschichte wird gemacht.

* Histo-Café o muerte *

Histo-Café bleibt!

Seit über 10 Jahren existiert das Histo-Café im Friedrich-Meinecke-Institut. Jetzt droht die Verwaltungsleitung Geschichts- und Kulturwissenschaften mit der teilweisen Räumung.

Das Histo-Café ist ein im Streik des Wintersemesters 1988/89 erkämpfter studentischer Freiraum. Ursprünglich in der Silberlaube, wurde es mit dem Umzug des Instituts für Geschichte in die Räume A111 und A112 der Koserstr. 20 verlegt und existiert dort bereits mehr als 10 Jahre.
Es sind die einzigen studentisch selbstverwalteten Räumlichkeiten am Institut und angesichts der zahlreichen Geschichts-Studierenden unterhalb des minimal zustehenden anzurechnen. Das Histo-Café bietet einen Gegenpol zum üblichen anonymen Massenbetrieb an der FU und macht das sonst so sterile Friedrich-Meinecke-Institut zu einem sozialen Ort, jenseits der ansässigen Verwaltungsbüros und der in weiß gehaltenen Lernfabrikatmosphäre. Neben der Verzauberung des Instituts zu einem Fleck mit menschlichem Gesicht und fair gehandeltem Café gegen Spende, ist das Histo-Café auch ein explizit politischer Ort. Studentische Selbstverwaltung und Raum zur Entfaltung sind an einem hierarchisch durchorganisierten und leistungsorientierten Ausbildungsbetrieb, wie sie die FU mittlerweile darstellt, keine Selbstverständlichkeit. So ist das Histo-Café ein Ort an dem politische und studentische Projekte und Gruppen, wie bspw. der FSI Geschichte, aktiv sind. Das Histo-Café soll eine offener Freiraum sein, frei und offen für alle, aber auch frei von Diskriminierung, Herrschaftsmechanismen und kapitalistisch-verwertender Logik.

Bereits vor mehreren Wochen kündigte der Verwaltungsleiter Michael Vallo an, dass neue Räumlichkeiten für Drittmittelstellen benötigt werden. Und da die Studierenden, so Vallo wörtlich, „am Ende der Nahrungskette“ angesiedelt sind, sollen Teile der studentischen Freiräume, konkreter der Raum A111, dafür weichen. Dass für die Studierenden somit nur noch knapp 10qm zur eigenen Entfaltung bleiben, ist für die Verwaltung nicht von Belang. Schließlich gibt es Sachzwänge und diese werden gemäß der bestehenden Rangordnung, in der Studierende bekanntlich ganz unten stehen, gelöst. Dass es sich hierbei um keinen Einzelfall handelt liegt auf der Hand: der Hörsaal 1a wurde letzten Sonntag unter massiver Gewaltanwendung geräumt. Dort, wie im Falle des Histo-Cafés wurden dieVerhandlungsangebote und Lösungsvorschläge desinteressiert abgetan, anscheinend glaubt die Verwaltung an eine widerstandslose Aufgabe der Räume, getreu der Logik: Wer in der Hackordnung ganz unten steht, hat auch die geringsten Mittel zur Gegenwehr.

Allerdings lassen wir uns nicht so einfach aus den Räumen verdrängen. Die Uni ist schließlich ein Ort an dem Studierende mitwirken sollen und nicht nur als Gäste in den Hörsälen geduldet sind. Daher rufen wir dazu auf: kommt am Montag, den 22.2. an das Friedrich-Meinecke-Institut (Koserstr. 20, zwischen U Podbielskiallee/ U Dahlem Dorf) und unterstützt den Erhalt des Histo-Cafés und verbreitet die Information über die drohende Räumung. Seid kreativ, laut, wütend, engagiert denn: in Zeiten der Rationalisierung breiter Lebensbereiche wird es immer schwerer Orte zu erhalten, die sich dieser Logik entgegenstellen. Helft mit das Histo-Café in seiner jetzigen Form zu erhalten – alle Formen der Unterstützung und Solidarisierung sind erwünscht.

Histo-Café o muerte! Histo-Café bleibt (Risikokapital)!