Archiv für den Monat: Februar 2009

Änderung der Masterbewerbungsfristen

Für das kommende Wintersemester 2009/10 sind die Bewerbungsfristen für die fachwissenschaftlichen Masterstudiengänge in Geschichte und Public History vorgezogen worden.

Der Bewerbungszeitraum ist jetzt der 15.04. – 31.05. 2009. Studierende im BA, die gleich nach ihrem Abschluss ein Masterstudium anschließen wollen, können sich im Prüfungsbüro weiterhin eine 2/3-BEscheinigung ausstellen lassen (mind. 120 LP müssen schon vorhanden sein), mit der sie sich dann schon vor Abgabe der BA-Abrbeit bewerben können.
Es wurde auch ein Zeitraum berechnet, bis zu dem mensch seine BA-Arbeit anmelden könnte. Dieser Termin ist NUR EINE EMPFEHLUNG. Der Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften möchte den 1. Mai anpeilen, damit bis zum 30. September alle Leistungen erbracht und bewertet worden sind.
Man kann sein Thema allerdings auch später einreichen, dann muss sich halt der Verwaltungsweg verkürzen und nicht mehr einen Monat für die offizielle Herausgabe des abgesprochenen Themas berechnen werden. Das geht dann auch, wenn’s muss.

Weitere Infos auch unter:
http://www.geschkult.fu-berlin.de/e/fmi/studium/infotermine/Masterbewerbungen.html

Rückmeldung – Zahlung unter Vorbehalt…

Jedes Semester erhalten FU Studierende Post vom Immatrikulationsbüro: die Rückmeldungen für das nächste Semester müssen vollzogen werden, das heißt wir werden wieder kräftig zur Kasse gebeten: über 250 Euro, nur mal so zum weiterstudieren. Da viele es nicht wissen, schlüsseln wir hier nochmal genau auf, wofür die Kosten erhoben werden. Es handelt sich um vier Posten: die AStA Beiträge, die Beiträge fürs Studentenwerk, das Geld für´s Semesterticket und die “Rückmeldegebühr” an die FU. Insbesondere Letztere ist umstritten, seit Jahren laufen Gerichtsverfahren wegen der Rechtmäßigkeit dieser Gebühr – weshalb wir eine Zahlung “unter Vorbehalt” empfehlen. Mehr dazu unten.

A – wie Astabeiträge

Die “Beiträge zur Studentenschaft”, oder AStA Beiträge sind der kleinste Posten: 7,50 Euro, von denen die Studentische Selbstverwaltung finanziert wird. Das Geld verwaltet der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) und setzt es für Studienberatung, Druck von studentischen Zeitungen und Plakaten, Förderung von Fachschaftsarbeit und Förderung studentischer Projekte ein. Das Erstsemesterfrühstück und die Erstsemesterfahrt der FSI Geschichte zum Beispiel werden vom AStA subventioniert.

B – Das Studentenwerk fordert seinen Tribut

Das Studentenwerk Berlin zieht den nächsten Posten ein, 30,68 Euro sind es, für Langzeitstudis mehr. Davon werden Mensen und Studentenwohnheime subventioniert. Das Studentenwerk finanziert sich mittlerweile zu 80% von studentischen Beiträgen, den Rest zahlt der Berliner Senat. Der Einfluss der Studierenden in den Institutionen des Studentenwerks ist dennoch gering, es gibt studentische Sitze im Verwaltungsrat, aber es ist schwierig dort eigene Politik gegen die nicht-studentischen Funktionäre durchzusetzen. Ab und zu sind Achtungserfolge drin, wie etwa die Durchsetzung des Boykottes von CocaCola wegen deren Unterstützung von Paramilitärs und Todesschwadronen in Kolumbien – um dieses Verhalten zu ächten, konnten die Studierendenvertreter durchsetzen, dass Coca Cola Produkte in den Mensen nicht mehr verkauft werden. (vgl. Resolution des Stupa dazu: http://www.astafu.de/aktuelles/archiv/a_2006/news_11-07 )

C – Das Semesterticket will bezahlt sein

Der weitaus größte Batzen der Beiträge geht für das Semesterticket drauf: 158,50 Euro insgesamt. Darin sind 1,80 Euro für einen Sozialfonds enthalten. Aus diesem werden Studierende mit geringem Einkommen, Studierende mit Kindern, Studierende in der Examensphase und andere unterstützt. Der Sozialfonds wird vom Semesterticketbüro des AStA verwaltet, dort können Anträge auf Unterstützung aus dem Sozialfonds gestellt werden. Auch für Anträge auf Befreiung vom Semesterticket (etwa bei Urlaubssemestern) können hier eingereicht werden. Das Büro befindet sich unter dem Capitol-Kino in der Habelschwerdter Allee, die genauen Öffnungszeiten erfahrt ihr unter http://www.astafu.de/semtixbuero/ .
Selbst wenn ihr befreiungs- oder unterstützungsberechtigt seid, müsst ihr jedoch vorerst den kompletten Betrag überweisen! Alle Berechtigten erhalten erst später nach Prüfung der Anträge ihre Gelder teilweise oder ganz zurückerstattet.

D – Rückmeldegebühren möglicherweise illegal? – Zahlung unter Vorbehalt macht Sinn!

Die Rückmeldegebühren sind der vierte und dubioseste Posten auf der Semesterrechnung. Sie belaufen sich auf genau 50 Euro. Diese wurden 1996 eingeführt, damals noch ein Betrag von 100 DM. Die Gebühren sind Verwaltungsgebühren, sie sollen angeblich die Verwaltung der Studierendendaten sowie die Ausstellung der Studierendenausweise und Studienunterlagen finanzieren. Der verdächtig runde Betrag von 100 DM und die im selben Jahr erfolgte gleichzeitige Senkung der Zuschüsse des Berliner Senates für die Unis um genau den Betrag, den die Unis durch die Gebühren einnehmen lässt jedoch klar erkennen, dass die genannten 50 Euro eine verdeckte Studiengebühr darstellen. Nachdem 1996 Proteste gegen diese Gebühren zunächst scheiterten, bestritt eine Reihe von Studis den Rechtsweg. Mehrere Gutachten bescheinigten in Berlin und anderen Ländern bereits, dass der reale Verwaltungsaufwand weit unter 50 Euro pro Studi und Semester liegt. Das Berliner Oberverwaltungsgericht hat deshalb inzwischen erklärt, es halte die Gebühren für rechtswidrig und die Klage ans Bundesverfassungsgericht weitergeleitet. Eine Entscheidung hier kann noch einige Semester in Anspruch nehmen, es ist jedoch nicht ganz unrealistisch, dass die Gebühren für illegal erklärt werden und zurückgezahlt werden müssen!

Daher kann es nicht schaden, wenn ihr auf den Überweisungsformularen bzw. beim Online Banking den Zusatz “Zahlung unter Vorbehalt” einfügt, um später eventuell die 50 Euro zurückzubekommen. Auf dem offiziell von der Uni versandten Formular ist zwar kein Platz für Änderungen, aber ihr könnt einfach einen eigenen Überweisungsträger ausfüllen bzw. per online-banking zahlen.

Der AStA verfolgt weiter die Entwicklung der Klage und informiert bei eventuellem Erfolg.

Rückmeldung – Zahlung unter Vorbehalt…

Jedes Semester erhalten FU Studierende Post vom Immatrikulationsbüro: die Rückmeldungen für das nächste Semester müssen vollzogen werden, das heißt wir werden wieder kräftig zur Kasse gebeten: über 250 Euro, nur mal so zum weiterstudieren. Da viele es nicht wissen, schlüsseln wir hier nochmal genau auf, wofür die Kosten erhoben werden. Es handelt sich um vier Posten: die AStA Beiträge, die Beiträge fürs Studentenwerk, das Geld für´s Semesterticket und die “Rückmeldegebühr” an die FU. Insbesondere Letztere ist umstritten, seit Jahren laufen Gerichtsverfahren wegen der Rechtmäßigkeit dieser Gebühr – weshalb wir eine Zahlung “unter Vorbehalt” empfehlen. Mehr dazu unten.

A – wie Astabeiträge

Die “Beiträge zur Studentenschaft”, oder AStA Beiträge sind der kleinste Posten: 7,50 Euro, von denen die Studentische Selbstverwaltung finanziert wird. Das Geld verwaltet der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) und setzt es für Studienberatung, Druck von studentischen Zeitungen und Plakaten, Förderung von Fachschaftsarbeit und Förderung studentischer Projekte ein. Das Erstsemesterfrühstück und die Erstsemesterfahrt der FSI Geschichte zum Beispiel werden vom AStA subventioniert.

B – Das Studentenwerk fordert seinen Tribut

Das Studentenwerk Berlin zieht den nächsten Posten ein, 30,68 Euro sind es, für Langzeitstudis mehr. Davon werden Mensen und Studentenwohnheime subventioniert. Das Studentenwerk finanziert sich mittlerweile zu 80% von studentischen Beiträgen, den Rest zahlt der Berliner Senat. Der Einfluss der Studierenden in den Institutionen des Studentenwerks ist dennoch gering, es gibt studentische Sitze im Verwaltungsrat, aber es ist schwierig dort eigene Politik gegen die nicht-studentischen Funktionäre durchzusetzen. Ab und zu sind Achtungserfolge drin, wie etwa die Durchsetzung des Boykottes von CocaCola wegen deren Unterstützung von Paramilitärs und Todesschwadronen in Kolumbien – um dieses Verhalten zu ächten, konnten die Studierendenvertreter durchsetzen, dass Coca Cola Produkte in den Mensen nicht mehr verkauft werden. (vgl. Resolution des Stupa dazu: http://www.astafu.de/aktuelles/archiv/a_2006/news_11-07 )

C – Das Semesterticket will bezahlt sein

Der weitaus größte Batzen der Beiträge geht für das Semesterticket drauf: 158,50 Euro insgesamt. Darin sind 1,80 Euro für einen Sozialfonds enthalten. Aus diesem werden Studierende mit geringem Einkommen, Studierende mit Kindern, Studierende in der Examensphase und andere unterstützt. Der Sozialfonds wird vom Semesterticketbüro des AStA verwaltet, dort können Anträge auf Unterstützung aus dem Sozialfonds gestellt werden. Auch für Anträge auf Befreiung vom Semesterticket (etwa bei Urlaubssemestern) können hier eingereicht werden. Das Büro befindet sich unter dem Capitol-Kino in der Habelschwerdter Allee, die genauen Öffnungszeiten erfahrt ihr unter http://www.astafu.de/semtixbuero/ .
Selbst wenn ihr befreiungs- oder unterstützungsberechtigt seid, müsst ihr jedoch vorerst den kompletten Betrag überweisen! Alle Berechtigten erhalten erst später nach Prüfung der Anträge ihre Gelder teilweise oder ganz zurückerstattet.

D – Rückmeldegebühren möglicherweise illegal? – Zahlung unter Vorbehalt macht Sinn!

Die Rückmeldegebühren sind der vierte und dubioseste Posten auf der Semesterrechnung. Sie belaufen sich auf genau 50 Euro. Diese wurden 1996 eingeführt, damals noch ein Betrag von 100 DM. Die Gebühren sind Verwaltungsgebühren, sie sollen angeblich die Verwaltung der Studierendendaten sowie die Ausstellung der Studierendenausweise und Studienunterlagen finanzieren. Der verdächtig runde Betrag von 100 DM und die im selben Jahr erfolgte gleichzeitige Senkung der Zuschüsse des Berliner Senates für die Unis um genau den Betrag, den die Unis durch die Gebühren einnehmen lässt jedoch klar erkennen, dass die genannten 50 Euro eine verdeckte Studiengebühr darstellen. Nachdem 1996 Proteste gegen diese Gebühren zunächst scheiterten, bestritt eine Reihe von Studis den Rechtsweg. Mehrere Gutachten bescheinigten in Berlin und anderen Ländern bereits, dass der reale Verwaltungsaufwand weit unter 50 Euro pro Studi und Semester liegt. Das Berliner Oberverwaltungsgericht hat deshalb inzwischen erklärt, es halte die Gebühren für rechtswidrig und die Klage ans Bundesverfassungsgericht weitergeleitet. Eine Entscheidung hier kann noch einige Semester in Anspruch nehmen, es ist jedoch nicht ganz unrealistisch, dass die Gebühren für illegal erklärt werden und zurückgezahlt werden müssen!

Daher kann es nicht schaden, wenn ihr auf den Überweisungsformularen bzw. beim Online Banking den Zusatz “Zahlung unter Vorbehalt” einfügt, um später eventuell die 50 Euro zurückzubekommen. Auf dem offiziell von der Uni versandten Formular ist zwar kein Platz für Änderungen, aber ihr könnt einfach einen eigenen Überweisungsträger ausfüllen bzw. per online-banking zahlen.

Der AStA verfolgt weiter die Entwicklung der Klage und informiert bei eventuellem Erfolg.

Rückmeldung – Zahlung unter Vorbehalt…

Jedes Semester erhalten FU Studierende Post vom Immatrikulationsbüro: die Rückmeldungen für das nächste Semester müssen vollzogen werden, das heißt wir werden wieder kräftig zur Kasse gebeten: über 250 Euro, nur mal so zum weiterstudieren. Da viele es nicht wissen, schlüsseln wir hier nochmal genau auf, wofür die Kosten erhoben werden. Es handelt sich um vier Posten: die AStA Beiträge, die Beiträge fürs Studentenwerk, das Geld für´s Semesterticket und die “Rückmeldegebühr” an die FU. Insbesondere Letztere ist umstritten, seit Jahren laufen Gerichtsverfahren wegen der Rechtmäßigkeit dieser Gebühr – weshalb wir eine Zahlung “unter Vorbehalt” empfehlen. Mehr dazu unten.

A – wie Astabeiträge

Die “Beiträge zur Studentenschaft”, oder AStA Beiträge sind der kleinste Posten: 7,50 Euro, von denen die Studentische Selbstverwaltung finanziert wird. Das Geld verwaltet der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) und setzt es für Studienberatung, Druck von studentischen Zeitungen und Plakaten, Förderung von Fachschaftsarbeit und Förderung studentischer Projekte ein. Das Erstsemesterfrühstück und die Erstsemesterfahrt der FSI Geschichte zum Beispiel werden vom AStA subventioniert.

B – Das Studentenwerk fordert seinen Tribut

Das Studentenwerk Berlin zieht den nächsten Posten ein, 30,68 Euro sind es, für Langzeitstudis mehr. Davon werden Mensen und Studentenwohnheime subventioniert. Das Studentenwerk finanziert sich mittlerweile zu 80% von studentischen Beiträgen, den Rest zahlt der Berliner Senat. Der Einfluss der Studierenden in den Institutionen des Studentenwerks ist dennoch gering, es gibt studentische Sitze im Verwaltungsrat, aber es ist schwierig dort eigene Politik gegen die nicht-studentischen Funktionäre durchzusetzen. Ab und zu sind Achtungserfolge drin, wie etwa die Durchsetzung des Boykottes von CocaCola wegen deren Unterstützung von Paramilitärs und Todesschwadronen in Kolumbien – um dieses Verhalten zu ächten, konnten die Studierendenvertreter durchsetzen, dass Coca Cola Produkte in den Mensen nicht mehr verkauft werden. (vgl. Resolution des Stupa dazu: http://www.astafu.de/aktuelles/archiv/a_2006/news_11-07 )

C – Das Semesterticket will bezahlt sein

Der weitaus größte Batzen der Beiträge geht für das Semesterticket drauf: 158,50 Euro insgesamt. Darin sind 1,80 Euro für einen Sozialfonds enthalten. Aus diesem werden Studierende mit geringem Einkommen, Studierende mit Kindern, Studierende in der Examensphase und andere unterstützt. Der Sozialfonds wird vom Semesterticketbüro des AStA verwaltet, dort können Anträge auf Unterstützung aus dem Sozialfonds gestellt werden. Auch für Anträge auf Befreiung vom Semesterticket (etwa bei Urlaubssemestern) können hier eingereicht werden. Das Büro befindet sich unter dem Capitol-Kino in der Habelschwerdter Allee, die genauen Öffnungszeiten erfahrt ihr unter http://www.astafu.de/semtixbuero/ .
Selbst wenn ihr befreiungs- oder unterstützungsberechtigt seid, müsst ihr jedoch vorerst den kompletten Betrag überweisen! Alle Berechtigten erhalten erst später nach Prüfung der Anträge ihre Gelder teilweise oder ganz zurückerstattet.

D – Rückmeldegebühren möglicherweise illegal? – Zahlung unter Vorbehalt macht Sinn!

Die Rückmeldegebühren sind der vierte und dubioseste Posten auf der Semesterrechnung. Sie belaufen sich auf genau 50 Euro. Diese wurden 1996 eingeführt, damals noch ein Betrag von 100 DM. Die Gebühren sind Verwaltungsgebühren, sie sollen angeblich die Verwaltung der Studierendendaten sowie die Ausstellung der Studierendenausweise und Studienunterlagen finanzieren. Der verdächtig runde Betrag von 100 DM und die im selben Jahr erfolgte gleichzeitige Senkung der Zuschüsse des Berliner Senates für die Unis um genau den Betrag, den die Unis durch die Gebühren einnehmen lässt jedoch klar erkennen, dass die genannten 50 Euro eine verdeckte Studiengebühr darstellen. Nachdem 1996 Proteste gegen diese Gebühren zunächst scheiterten, bestritt eine Reihe von Studis den Rechtsweg. Mehrere Gutachten bescheinigten in Berlin und anderen Ländern bereits, dass der reale Verwaltungsaufwand weit unter 50 Euro pro Studi und Semester liegt. Das Berliner Oberverwaltungsgericht hat deshalb inzwischen erklärt, es halte die Gebühren für rechtswidrig und die Klage ans Bundesverfassungsgericht weitergeleitet. Eine Entscheidung hier kann noch einige Semester in Anspruch nehmen, es ist jedoch nicht ganz unrealistisch, dass die Gebühren für illegal erklärt werden und zurückgezahlt werden müssen!

Daher kann es nicht schaden, wenn ihr auf den Überweisungsformularen bzw. beim Online Banking den Zusatz “Zahlung unter Vorbehalt” einfügt, um später eventuell die 50 Euro zurückzubekommen. Auf dem offiziell von der Uni versandten Formular ist zwar kein Platz für Änderungen, aber ihr könnt einfach einen eigenen Überweisungsträger ausfüllen bzw. per online-banking zahlen.

Der AStA verfolgt weiter die Entwicklung der Klage und informiert bei eventuellem Erfolg.

Vorträge zu Kolumbien und Venezuela abgesagt – stattdessen Input und Diskussion zur „Festung Europa“ und ihren Grenzen

Eigentlich wollte die FSI Geschichte im Rahmen der beiden für Montag, den 2. Februar, angekündigten Vorträge „State and Conflict in Colombia“ und „Different Visions of the Construction of the Venezuelan Nation“ die Möglichkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit zwei spannenden und politisch hochaktuellen Kapiteln lateinamerikanischer Geschichte bieten. Nicht nur die Thematik an sich machte dabei den Reiz der geplanten Veranstaltung aus, sondern auch die spezifische nicht-europäische Perspektive der beiden Referent_innen. Doch die Einreise- und Aufenthaltsbedingungen der Europäischen Union machten uns einen Strich durch die Rechnung. Maribel Avellaneda Nievas, die Referentin zum Thema Gewalt in Kolumbien, die gemeinsam mit dem zweiten Referenten extra aus Spanien anreisen wollte, wurde direkt am Flughafen Schönefeld festgenommen und nach Spanien „zurückgeschoben“, wie es im Verwaltungsdeutschen heißt.

Die kolumbianische Staatsangehörige, die im spanischen Castellón de la Plata Lateinamerikanischen Geschichte im Masterstudiengang studiert, wurde letzen Donnerstag im Rahmen einer stichprobenartigen Überprüfung festgenommen und am Freitag Morgen nach Spanien zurückgeschoben. Die deutschen Grenzbeamt_innen hatten ihr Studienvisum nicht für ausreichend erklärt, um in die BRD einzureisen. Es berechtige sie nur zur einmaligen Einreise in einen Schengenstaat und dies sei mit der Einreise nach Spanien bereits erfolgt. Sie habe also versucht „illegal“ nach Deutschland einzureisen und somit eine Straftat begangen. Deshalb müsse sie die Bundesrepublik umgehend wieder verlassen.

Formaljuristisch mögen die beschriebenen Vorgänge dem offiziellen Einreiseverfahren entsprechen. Die Studentin hatte sich jedoch im Vorfeld bei der kolumbianischen Botschaft in Spanien und den Beamt_innen der spanischen Grenzpolizei erkundigt, ob sie mit ihrem Visum nach Deutschland reisen könne und stets die Antwort erhalten, dass dies problemlos möglich wäre, da auf Grundlage des Schengenabkommens keinerlei Kontrollen stattfinden würden und sie sich frei bewegen könne. Als Weiße hätte sie wohl auch nicht mit Problemen zu rechnen gehabt. Bei den stichprobenartigen Kontrollen am deutschen Flughafen jedoch wurden zielgerichtet gerade sie, ihr venezuelanischer Begleiter und ein weiterer Mann mit schwarzer Hautfarbe ausgewählt. Die Beamt_innen stellten daraufhin fest, dass ihr spezielles Visum trotz gegenteiliger Auskünfte der spanischen Behörden sie nicht zu einer Einreise berechtige. Nach einer Nacht bürokratischer Formalitäten, rassistischer Bemerkungen und ohne eingehender Aufklärung über ihre Rechte wurde sie schließlich am Freitag, dem 30. Januar gezwungen, nach Spanien zurückfliegen. Die Kosten für eine solche Ab- bzw. Zurückschiebung sind dabei selbstverständlich von den Betroffenen zu zahlen.

Nach den dramatischen Ereignissen seiner Ankunft in Deutschland kehrte auch der zweite Referent unverzüglich nach Spanien zurück.

Bereits vor einigen Monaten hatte ein ähnlicher Fall für Aufsehen gesorgt. Damals war brasilianischen Staatsangehörigen, die in Lissabon studierten, bei dem Versuch, eine touristische Reise nach Deutschland zu unternehmen, die Einreise verweigert worden. Statt EU-Reisefreiheit im Rahmen des Schengenabkommens zu genießen, wurden auch sie zurückgeschoben.

Die FSI Geschichte möchte den geschilderten Sachverhalt zum Anlasse nehmen, in einer Informations- und Diskussionsveranstaltung den vorliegenden Fall etwas detailierter darzustellen und davon ausgehend die Frage nach Notwendigkeit und Bedeutung nationaler Grenzen im Allgemeinen zu stellen – denn auch wenn Grenzpolizist_innen freundlicher wären, Asyl- und Aufenthaltsbestimmungen leichter zu verstehen und weniger bürokratisch wären und niemensch Fehlinformationen verbreiten würde, bliebe dennoch das absurde Konzept einer sämtliche Lebenschancen bestimmenden, konstruierten nationalstaatlichen Trennlinie zwischen Menschen, die schlicht und ergreifend zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten als Kinder verschiedener Eltern geboren wurden.

INFO- und DISKUSSIONSVERANSTALTUNG am Mo., dem 02.02. um 12 Uhr
Hs B, FMI (Koserstr. 20)

Vorträge zu Kolumbien und Venezuela abgesagt – stattdessen Input und Diskussion zur „Festung Europa“ und ihren Grenzen

Eigentlich wollte die FSI Geschichte im Rahmen der beiden für Montag, den 2. Februar, angekündigten Vorträge „State and Conflict in Colombia“ und „Different Visions of the Construction of the Venezuelan Nation“ die Möglichkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit zwei spannenden und politisch hochaktuellen Kapiteln lateinamerikanischer Geschichte bieten. Nicht nur die Thematik an sich machte dabei den Reiz der geplanten Veranstaltung aus, sondern auch die spezifische nicht-europäische Perspektive der beiden Referent_innen. Doch die Einreise- und Aufenthaltsbedingungen der Europäischen Union machten uns einen Strich durch die Rechnung. Maribel Avellaneda Nievas, die Referentin zum Thema Gewalt in Kolumbien, die gemeinsam mit dem zweiten Referenten extra aus Spanien anreisen wollte, wurde direkt am Flughafen Schönefeld festgenommen und nach Spanien „zurückgeschoben“, wie es im Verwaltungsdeutschen heißt.

Die kolumbianische Staatsangehörige, die im spanischen Castellón de la Plata Lateinamerikanischen Geschichte im Masterstudiengang studiert, wurde letzen Donnerstag im Rahmen einer stichprobenartigen Überprüfung festgenommen und am Freitag Morgen nach Spanien zurückgeschoben. Die deutschen Grenzbeamt_innen hatten ihr Studienvisum nicht für ausreichend erklärt, um in die BRD einzureisen. Es berechtige sie nur zur einmaligen Einreise in einen Schengenstaat und dies sei mit der Einreise nach Spanien bereits erfolgt. Sie habe also versucht „illegal“ nach Deutschland einzureisen und somit eine Straftat begangen. Deshalb müsse sie die Bundesrepublik umgehend wieder verlassen.

Formaljuristisch mögen die beschriebenen Vorgänge dem offiziellen Einreiseverfahren entsprechen. Die Studentin hatte sich jedoch im Vorfeld bei der kolumbianischen Botschaft in Spanien und den Beamt_innen der spanischen Grenzpolizei erkundigt, ob sie mit ihrem Visum nach Deutschland reisen könne und stets die Antwort erhalten, dass dies problemlos möglich wäre, da auf Grundlage des Schengenabkommens keinerlei Kontrollen stattfinden würden und sie sich frei bewegen könne. Als Weiße hätte sie wohl auch nicht mit Problemen zu rechnen gehabt. Bei den stichprobenartigen Kontrollen am deutschen Flughafen jedoch wurden zielgerichtet gerade sie, ihr venezuelanischer Begleiter und ein weiterer Mann mit schwarzer Hautfarbe ausgewählt. Die Beamt_innen stellten daraufhin fest, dass ihr spezielles Visum trotz gegenteiliger Auskünfte der spanischen Behörden sie nicht zu einer Einreise berechtige. Nach einer Nacht bürokratischer Formalitäten, rassistischer Bemerkungen und ohne eingehender Aufklärung über ihre Rechte wurde sie schließlich am Freitag, dem 30. Januar gezwungen, nach Spanien zurückfliegen. Die Kosten für eine solche Ab- bzw. Zurückschiebung sind dabei selbstverständlich von den Betroffenen zu zahlen.

Nach den dramatischen Ereignissen seiner Ankunft in Deutschland kehrte auch der zweite Referent unverzüglich nach Spanien zurück.

Bereits vor einigen Monaten hatte ein ähnlicher Fall für Aufsehen gesorgt. Damals war brasilianischen Staatsangehörigen, die in Lissabon studierten, bei dem Versuch, eine touristische Reise nach Deutschland zu unternehmen, die Einreise verweigert worden. Statt EU-Reisefreiheit im Rahmen des Schengenabkommens zu genießen, wurden auch sie zurückgeschoben.

Die FSI Geschichte möchte den geschilderten Sachverhalt zum Anlasse nehmen, in einer Informations- und Diskussionsveranstaltung den vorliegenden Fall etwas detailierter darzustellen und davon ausgehend die Frage nach Notwendigkeit und Bedeutung nationaler Grenzen im Allgemeinen zu stellen – denn auch wenn Grenzpolizist_innen freundlicher wären, Asyl- und Aufenthaltsbestimmungen leichter zu verstehen und weniger bürokratisch wären und niemensch Fehlinformationen verbreiten würde, bliebe dennoch das absurde Konzept einer sämtliche Lebenschancen bestimmenden, konstruierten nationalstaatlichen Trennlinie zwischen Menschen, die schlicht und ergreifend zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten als Kinder verschiedener Eltern geboren wurden.

INFO- und DISKUSSIONSVERANSTALTUNG am Mo., dem 02.02. um 12 Uhr
Hs B, FMI (Koserstr. 20)

Vorträge zu Kolumbien und Venezuela abgesagt – stattdessen Input und Diskussion zur „Festung Europa“ und ihren Grenzen

Eigentlich wollte die FSI Geschichte im Rahmen der beiden für Montag, den 2. Februar, angekündigten Vorträge „State and Conflict in Colombia“ und „Different Visions of the Construction of the Venezuelan Nation“ die Möglichkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit zwei spannenden und politisch hochaktuellen Kapiteln lateinamerikanischer Geschichte bieten. Nicht nur die Thematik an sich machte dabei den Reiz der geplanten Veranstaltung aus, sondern auch die spezifische nicht-europäische Perspektive der beiden Referent_innen. Doch die Einreise- und Aufenthaltsbedingungen der Europäischen Union machten uns einen Strich durch die Rechnung. Maribel Avellaneda Nievas, die Referentin zum Thema Gewalt in Kolumbien, die gemeinsam mit dem zweiten Referenten extra aus Spanien anreisen wollte, wurde direkt am Flughafen Schönefeld festgenommen und nach Spanien „zurückgeschoben“, wie es im Verwaltungsdeutschen heißt.

Die kolumbianische Staatsangehörige, die im spanischen Castellón de la Plata Lateinamerikanischen Geschichte im Masterstudiengang studiert, wurde letzen Donnerstag im Rahmen einer stichprobenartigen Überprüfung festgenommen und am Freitag Morgen nach Spanien zurückgeschoben. Die deutschen Grenzbeamt_innen hatten ihr Studienvisum nicht für ausreichend erklärt, um in die BRD einzureisen. Es berechtige sie nur zur einmaligen Einreise in einen Schengenstaat und dies sei mit der Einreise nach Spanien bereits erfolgt. Sie habe also versucht „illegal“ nach Deutschland einzureisen und somit eine Straftat begangen. Deshalb müsse sie die Bundesrepublik umgehend wieder verlassen.

Formaljuristisch mögen die beschriebenen Vorgänge dem offiziellen Einreiseverfahren entsprechen. Die Studentin hatte sich jedoch im Vorfeld bei der kolumbianischen Botschaft in Spanien und den Beamt_innen der spanischen Grenzpolizei erkundigt, ob sie mit ihrem Visum nach Deutschland reisen könne und stets die Antwort erhalten, dass dies problemlos möglich wäre, da auf Grundlage des Schengenabkommens keinerlei Kontrollen stattfinden würden und sie sich frei bewegen könne. Als Weiße hätte sie wohl auch nicht mit Problemen zu rechnen gehabt. Bei den stichprobenartigen Kontrollen am deutschen Flughafen jedoch wurden zielgerichtet gerade sie, ihr venezuelanischer Begleiter und ein weiterer Mann mit schwarzer Hautfarbe ausgewählt. Die Beamt_innen stellten daraufhin fest, dass ihr spezielles Visum trotz gegenteiliger Auskünfte der spanischen Behörden sie nicht zu einer Einreise berechtige. Nach einer Nacht bürokratischer Formalitäten, rassistischer Bemerkungen und ohne eingehender Aufklärung über ihre Rechte wurde sie schließlich am Freitag, dem 30. Januar gezwungen, nach Spanien zurückfliegen. Die Kosten für eine solche Ab- bzw. Zurückschiebung sind dabei selbstverständlich von den Betroffenen zu zahlen.

Nach den dramatischen Ereignissen seiner Ankunft in Deutschland kehrte auch der zweite Referent unverzüglich nach Spanien zurück.

Bereits vor einigen Monaten hatte ein ähnlicher Fall für Aufsehen gesorgt. Damals war brasilianischen Staatsangehörigen, die in Lissabon studierten, bei dem Versuch, eine touristische Reise nach Deutschland zu unternehmen, die Einreise verweigert worden. Statt EU-Reisefreiheit im Rahmen des Schengenabkommens zu genießen, wurden auch sie zurückgeschoben.

Die FSI Geschichte möchte den geschilderten Sachverhalt zum Anlasse nehmen, in einer Informations- und Diskussionsveranstaltung den vorliegenden Fall etwas detailierter darzustellen und davon ausgehend die Frage nach Notwendigkeit und Bedeutung nationaler Grenzen im Allgemeinen zu stellen – denn auch wenn Grenzpolizist_innen freundlicher wären, Asyl- und Aufenthaltsbestimmungen leichter zu verstehen und weniger bürokratisch wären und niemensch Fehlinformationen verbreiten würde, bliebe dennoch das absurde Konzept einer sämtliche Lebenschancen bestimmenden, konstruierten nationalstaatlichen Trennlinie zwischen Menschen, die schlicht und ergreifend zu verschiedenen Zeiten an verschiedenen Orten als Kinder verschiedener Eltern geboren wurden.

INFO- und DISKUSSIONSVERANSTALTUNG am Mo., dem 02.02. um 12 Uhr
Hs B, FMI (Koserstr. 20)