Archiv für den Monat: November 2008

Der Kalte Krieg geht weiter – Die Geschichte der FU im RBB

Gestern abend war im RBB eine Dokumentation zum 60. Jahrestag der FU-Gründung zu sehen. Wer diese verpasst hat, muss sich allerdings nicht grämen. Die Stoßrichtung der Doku war allzu vorhersehbar und völlig in den Schemata des Kalten Krieges verhaftet. Der notwendigen Kritik an der Stalinisierung der HU und des Bildungswesens in der SBZ wurde breiter Raum gewährt, einen kritischen Blick auf die FU selbst suchte man in der Doku jedoch vergeblich. 1968 kam vor, aber eher als Negativfolie. Unter dem Titel „Gute 48er, böse 68er“ resümiert das studentische Blog FU-Watch deshalb:

Denn auf die demokratischen Defizite, die auch die neue FU nach ihrer Gründung aufwies und gegen die sich der Protest 67/68 auch richtete, gehen die Autoren nicht ein. Weder die Einschränkung der Redefreiheit an der FU (Kuby, Krippendorff, etc.) noch die Erfolge der Bewegung hinsichtlich von Mitbestimmungsrechten innerhalb der Universität werden thematisiert. Was bleibt ist das Bild des wirren 68ers, der dreist und verblendet all die Errungenschaften der 48er in Frage stellt.

Der Gipfel des Ganzen: Eine unreflektierte, rein positive Darstellung von Lenzens berüchtigtem “Freiheitsdenkmal” als Erinnerung an die in die SU verschleppten FU-Studierenden. Dass es um dieses Denkmal eine breite Kontroverse gab, dass sowohl das Denkmal als solches (die “Second Hand” Herkunft der Skulptur), seine Aufstellung (Lenzens fragwürdiger Alleingang als Musterbeispiel demokratischer Defizite an der FU in der Gegenwart) als auch der Hintergrund der geehrten Studierenden (der KgU-Verdacht) fraglich sind, bleibt dabei gänzlich unerwähnt.

Von einem KGU-Verdacht zu sprechen, wie FU-Watch es macht, ist hier noch sehr vorsichtig. In der Tat gehörten laut offiziellen Informationen der FU sämtliche zehn in die Sowjetunion verschleppten und dort ermordeten Studierenden der sogenannten „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ an, die von westlichen Geheimdiensten finanziert wurde und einen rechten bis rechtsextremen Antikommunismus propagierte. Mindestens einer der zehn „Freiheitskämpfer“ war NSDAP-Mitglied, und das „Freiheitsdenkmal“ selbst wurde ist ursprünglich als themenlose Bankenkunst für den Vorplatz des Hauptbahnhofes entworfen- es bekam erst nachträglich von FU-Präsident Lenzen eine Mahnmals-Funktion aufgedrückt.

Bei aller notwendigen Kritik am Stalinismus und seinen Gewaltexzessen – ohne diesen Kontext und ohne die geringste Bereitschaft, Fehlentwicklungen auch an der FU und in Westberlin zu benennen, stellt dieser Film eine Manipulation dar, nichts anderes. Er folgt damit der fatalen Geschichtspolitik der FU selbst, die durch selektive Verdrängung ein positives und vermarktbares FU-Image konstruieren möchte. Jede Kritik ist dabei unerwünscht – etwa die Kritik der Studierenden an ehemaligen Nazis, die in den 40ern und 50ern auch an einer „Freien Universität“ Profs werden konnten. Dieser Sachverhalt wurde in der Doku mit einem Nebensatz abgehandelt.

Kein Wunder, wurde die Sendung doch maßgeblich geprägt von Mitgliedern des Forschungsverbundes SED-Staat, bekannt für einen ideologischen Antikommunismus von rechtsaußen. Am Forschungsverbund arbeitet unter anderem der Ex-Linke Bernd Rabehl, der 1998 in einer Rede vor der Münchener Burschenschaft „Danubia“ die Revolte von1968 als „Nationale Revolution“ umdeutete und vor einer Überfremdung Deutschlands warnte.

Siegward Lönnendonker, ein weiterer nach rechts gewendeter Alt-68er der in der Doku reichlich zu Wort kam, hat sich von Rabehls Rassismus niemals distanziert, sondern im Gegenteil gemeinsam mit ihm Bücher verfaßt und an einer Umdeutung der FU-Geschichte und der 68er Revolte von rechts gearbeitet. Ein ergebnis dieser langsamen, aber recht erfolgreichen Geschichtskampagne ist die gestern gesehene Doku.

Daß der RBB diesem Sumpf ein Forum ohne Gegenstimmen bietet, ist mehr als peinlich. Insbesondere angesichts der umfangreichen Diskussionen um das sogenannte Freiheitsdenkmal in der Berliner Lokalpresse, aber auch an der FU selbst kann man das Schweigen der Dokumentation über die hier aufgeworfenen unbequemen Fragen zur Geschichte und Gegenwart der FU nur als bewußte Auslassung in manipulativer Absicht werten. Mit Journalismus hat das nichts mehr zu tun. Deshalb sei noch einmal auf die „Gegendarstellungen“ des AStA FU verwiesen, eine Veröffentlichung in der die Geschichte der FU und die Vergangenheitspolitik des Präsidiums einer kritischen Betrachtung unterzogen werden.

Der Kalte Krieg geht weiter – Die Geschichte der FU im RBB

Gestern abend war im RBB eine Dokumentation zum 60. Jahrestag der FU-Gründung zu sehen. Wer diese verpasst hat, muss sich allerdings nicht grämen. Die Stoßrichtung der Doku war allzu vorhersehbar und völlig in den Schemata des Kalten Krieges verhaftet. Der notwendigen Kritik an der Stalinisierung der HU und des Bildungswesens in der SBZ wurde breiter Raum gewährt, einen kritischen Blick auf die FU selbst suchte man in der Doku jedoch vergeblich. 1968 kam vor, aber eher als Negativfolie. Unter dem Titel „Gute 48er, böse 68er“ resümiert das studentische Blog FU-Watch deshalb:

Denn auf die demokratischen Defizite, die auch die neue FU nach ihrer Gründung aufwies und gegen die sich der Protest 67/68 auch richtete, gehen die Autoren nicht ein. Weder die Einschränkung der Redefreiheit an der FU (Kuby, Krippendorff, etc.) noch die Erfolge der Bewegung hinsichtlich von Mitbestimmungsrechten innerhalb der Universität werden thematisiert. Was bleibt ist das Bild des wirren 68ers, der dreist und verblendet all die Errungenschaften der 48er in Frage stellt.

Der Gipfel des Ganzen: Eine unreflektierte, rein positive Darstellung von Lenzens berüchtigtem “Freiheitsdenkmal” als Erinnerung an die in die SU verschleppten FU-Studierenden. Dass es um dieses Denkmal eine breite Kontroverse gab, dass sowohl das Denkmal als solches (die “Second Hand” Herkunft der Skulptur), seine Aufstellung (Lenzens fragwürdiger Alleingang als Musterbeispiel demokratischer Defizite an der FU in der Gegenwart) als auch der Hintergrund der geehrten Studierenden (der KgU-Verdacht) fraglich sind, bleibt dabei gänzlich unerwähnt.

Von einem KGU-Verdacht zu sprechen, wie FU-Watch es macht, ist hier noch sehr vorsichtig. In der Tat gehörten laut offiziellen Informationen der FU sämtliche zehn in die Sowjetunion verschleppten und dort ermordeten Studierenden der sogenannten „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ an, die von westlichen Geheimdiensten finanziert wurde und einen rechten bis rechtsextremen Antikommunismus propagierte. Mindestens einer der zehn „Freiheitskämpfer“ war NSDAP-Mitglied, und das „Freiheitsdenkmal“ selbst wurde ist ursprünglich als themenlose Bankenkunst für den Vorplatz des Hauptbahnhofes entworfen- es bekam erst nachträglich von FU-Präsident Lenzen eine Mahnmals-Funktion aufgedrückt.

Bei aller notwendigen Kritik am Stalinismus und seinen Gewaltexzessen – ohne diesen Kontext und ohne die geringste Bereitschaft, Fehlentwicklungen auch an der FU und in Westberlin zu benennen, stellt dieser Film eine Manipulation dar, nichts anderes. Er folgt damit der fatalen Geschichtspolitik der FU selbst, die durch selektive Verdrängung ein positives und vermarktbares FU-Image konstruieren möchte. Jede Kritik ist dabei unerwünscht – etwa die Kritik der Studierenden an ehemaligen Nazis, die in den 40ern und 50ern auch an einer „Freien Universität“ Profs werden konnten. Dieser Sachverhalt wurde in der Doku mit einem Nebensatz abgehandelt.

Kein Wunder, wurde die Sendung doch maßgeblich geprägt von Mitgliedern des Forschungsverbundes SED-Staat, bekannt für einen ideologischen Antikommunismus von rechtsaußen. Am Forschungsverbund arbeitet unter anderem der Ex-Linke Bernd Rabehl, der 1998 in einer Rede vor der Münchener Burschenschaft „Danubia“ die Revolte von1968 als „Nationale Revolution“ umdeutete und vor einer Überfremdung Deutschlands warnte.

Siegward Lönnendonker, ein weiterer nach rechts gewendeter Alt-68er der in der Doku reichlich zu Wort kam, hat sich von Rabehls Rassismus niemals distanziert, sondern im Gegenteil gemeinsam mit ihm Bücher verfaßt und an einer Umdeutung der FU-Geschichte und der 68er Revolte von rechts gearbeitet. Ein ergebnis dieser langsamen, aber recht erfolgreichen Geschichtskampagne ist die gestern gesehene Doku.

Daß der RBB diesem Sumpf ein Forum ohne Gegenstimmen bietet, ist mehr als peinlich. Insbesondere angesichts der umfangreichen Diskussionen um das sogenannte Freiheitsdenkmal in der Berliner Lokalpresse, aber auch an der FU selbst kann man das Schweigen der Dokumentation über die hier aufgeworfenen unbequemen Fragen zur Geschichte und Gegenwart der FU nur als bewußte Auslassung in manipulativer Absicht werten. Mit Journalismus hat das nichts mehr zu tun. Deshalb sei noch einmal auf die „Gegendarstellungen“ des AStA FU verwiesen, eine Veröffentlichung in der die Geschichte der FU und die Vergangenheitspolitik des Präsidiums einer kritischen Betrachtung unterzogen werden.

Der Kalte Krieg geht weiter – Die Geschichte der FU im RBB

Gestern abend war im RBB eine Dokumentation zum 60. Jahrestag der FU-Gründung zu sehen. Wer diese verpasst hat, muss sich allerdings nicht grämen. Die Stoßrichtung der Doku war allzu vorhersehbar und völlig in den Schemata des Kalten Krieges verhaftet. Der notwendigen Kritik an der Stalinisierung der HU und des Bildungswesens in der SBZ wurde breiter Raum gewährt, einen kritischen Blick auf die FU selbst suchte man in der Doku jedoch vergeblich. 1968 kam vor, aber eher als Negativfolie. Unter dem Titel „Gute 48er, böse 68er“ resümiert das studentische Blog FU-Watch deshalb:

Denn auf die demokratischen Defizite, die auch die neue FU nach ihrer Gründung aufwies und gegen die sich der Protest 67/68 auch richtete, gehen die Autoren nicht ein. Weder die Einschränkung der Redefreiheit an der FU (Kuby, Krippendorff, etc.) noch die Erfolge der Bewegung hinsichtlich von Mitbestimmungsrechten innerhalb der Universität werden thematisiert. Was bleibt ist das Bild des wirren 68ers, der dreist und verblendet all die Errungenschaften der 48er in Frage stellt.

Der Gipfel des Ganzen: Eine unreflektierte, rein positive Darstellung von Lenzens berüchtigtem “Freiheitsdenkmal” als Erinnerung an die in die SU verschleppten FU-Studierenden. Dass es um dieses Denkmal eine breite Kontroverse gab, dass sowohl das Denkmal als solches (die “Second Hand” Herkunft der Skulptur), seine Aufstellung (Lenzens fragwürdiger Alleingang als Musterbeispiel demokratischer Defizite an der FU in der Gegenwart) als auch der Hintergrund der geehrten Studierenden (der KgU-Verdacht) fraglich sind, bleibt dabei gänzlich unerwähnt.

Von einem KGU-Verdacht zu sprechen, wie FU-Watch es macht, ist hier noch sehr vorsichtig. In der Tat gehörten laut offiziellen Informationen der FU sämtliche zehn in die Sowjetunion verschleppten und dort ermordeten Studierenden der sogenannten „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ an, die von westlichen Geheimdiensten finanziert wurde und einen rechten bis rechtsextremen Antikommunismus propagierte. Mindestens einer der zehn „Freiheitskämpfer“ war NSDAP-Mitglied, und das „Freiheitsdenkmal“ selbst wurde ist ursprünglich als themenlose Bankenkunst für den Vorplatz des Hauptbahnhofes entworfen- es bekam erst nachträglich von FU-Präsident Lenzen eine Mahnmals-Funktion aufgedrückt.

Bei aller notwendigen Kritik am Stalinismus und seinen Gewaltexzessen – ohne diesen Kontext und ohne die geringste Bereitschaft, Fehlentwicklungen auch an der FU und in Westberlin zu benennen, stellt dieser Film eine Manipulation dar, nichts anderes. Er folgt damit der fatalen Geschichtspolitik der FU selbst, die durch selektive Verdrängung ein positives und vermarktbares FU-Image konstruieren möchte. Jede Kritik ist dabei unerwünscht – etwa die Kritik der Studierenden an ehemaligen Nazis, die in den 40ern und 50ern auch an einer „Freien Universität“ Profs werden konnten. Dieser Sachverhalt wurde in der Doku mit einem Nebensatz abgehandelt.

Kein Wunder, wurde die Sendung doch maßgeblich geprägt von Mitgliedern des Forschungsverbundes SED-Staat, bekannt für einen ideologischen Antikommunismus von rechtsaußen. Am Forschungsverbund arbeitet unter anderem der Ex-Linke Bernd Rabehl, der 1998 in einer Rede vor der Münchener Burschenschaft „Danubia“ die Revolte von1968 als „Nationale Revolution“ umdeutete und vor einer Überfremdung Deutschlands warnte.

Siegward Lönnendonker, ein weiterer nach rechts gewendeter Alt-68er der in der Doku reichlich zu Wort kam, hat sich von Rabehls Rassismus niemals distanziert, sondern im Gegenteil gemeinsam mit ihm Bücher verfaßt und an einer Umdeutung der FU-Geschichte und der 68er Revolte von rechts gearbeitet. Ein ergebnis dieser langsamen, aber recht erfolgreichen Geschichtskampagne ist die gestern gesehene Doku.

Daß der RBB diesem Sumpf ein Forum ohne Gegenstimmen bietet, ist mehr als peinlich. Insbesondere angesichts der umfangreichen Diskussionen um das sogenannte Freiheitsdenkmal in der Berliner Lokalpresse, aber auch an der FU selbst kann man das Schweigen der Dokumentation über die hier aufgeworfenen unbequemen Fragen zur Geschichte und Gegenwart der FU nur als bewußte Auslassung in manipulativer Absicht werten. Mit Journalismus hat das nichts mehr zu tun. Deshalb sei noch einmal auf die „Gegendarstellungen“ des AStA FU verwiesen, eine Veröffentlichung in der die Geschichte der FU und die Vergangenheitspolitik des Präsidiums einer kritischen Betrachtung unterzogen werden.

reflectures 2008: Extratermin zur Gentryfication

Veranstaltungstipp:

reflectures 2008: Fünf Abende darüber, die Welt zu verändern

11. Dezember 2008: „Keine Aufwertung in New Yorck!“

(Achtung, anderer Ort: Diese Veranstaltung findet in den Räumen der
NewYorck im Bethanien-Südflügel statt. Mariannenplatz 2, 10997
Berlin-Kreuzberg)

Aufwertung, Gentrifizierung, Verdrängung sind in den letzten Jahren weit
über die linke Szene hinaus zu vieldiskutierten Schlagwörtern geworden,
und auch der Widerstand gegen die stadträumliche Verwertung hat
zugenommen. Die Bilanz dieser durchaus vielfältigen Widerstände ist
trotz des zunehmenden Bewusstseins über Aufwertungsprozesse und weithin
geteilter Forderungen bisher oft dürftig.
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Lesung und Buchvorstellung zur Novemberrevolution 1918/1919

Richard Müller – der Mann hinter der Novemberrevolution
18.11.2008 – 19 Uhr
im „Baiz“ (Ecke Torstr/Christinenstr, U8 Rosenthaler Platz oder U2 Rosa Luxemburg Platz)

Soldatenräte tagen im Reichstag, Arbeiterräte regieren im Abgeordnetenhaus – vor 90 Jahren war genau das Realität in Berlin. Eine sozialistische Rätebewegung hatte den Kaiser gestürzt und das Ende des ersten Weltkrieges erzwungen.
Einer der führenden Köpfe dieser Bewegung war Richard Müller. Seit 1914 im Widerstand gegen den Krieg aktiv, organisierte er mit seiner Gruppe der „Revolutionären Betriebsobleute“ Massenstreiks in Rüstungsbetrieben und bereitete die Novemberrevolution vor. Nach dem 9. November 1918 übernahm Müller den Vorsitz des Berliner Vollzugsrates der Räte. Durchsetzen sollten sich freilich andere: Durch ein Bündnis aus Sozialdemokratie und Armeeführung wurde die Rätebewegung unterdrückt und ihre Strukturen zerschlagen.
Heute sind Müller und seine Genossen vergessen: sie wehrten sich gegen den Reformismus der SPD, aber auch gegen den autoritären Kurs der KPD. Im Kalten Krieg der Erinnerung wurden sie daher in BRD und DDR gleichermaßen verdrängt.

Ralf Hoffrogge stellt die von ihm verfasste Biographie Richard Müllers vor und gibt Gelegenheit zur Diskussion über Revolution und Rätebewegung 1914-1921.

Müller Buchcover

Mehr zum Buch erfahrt ihr hier.

Geschichte der Kämpfe an der FU – AStA FU Ringvorlesung

Nach der ambitionierten Geschichtsbroschüre des AStA FU gibt es jetzt auch eine Veranstaltung zum Thema 60 Jahre FU, die sich insbesondere Protesten, Bewegungen und Kämpfen in und um die Hochschule widmen will:

Die Redaktion des AStA-Magazins „FU60: Gegendarstellungen“ präsentiert am
20.11. eine Diskussion zur bewegten Geschichte der FU Berlin, die im Dezember
ihren 60. Gründungstag feiert: Sit ins, Go ins, Teach ins, Proteste gegen
Vietnamkrieg, gegen Berufsverbote, für Demokratische Hochschulen,
Studienreform und Sozialismus, gegen Studiengebüren und Modularisierung. Die
FU Berlin war stets ein Ort von Kämpfen, Protesten und Bewegungen.

Mehr zur Auftaktveranstaltung:
http://astafu.blogsport.de/2008/11/10/immer-nur-dagegen-zukunft-von-anfang-an/

Das Ganze ist Auftakt einer Ringvorlesung zum Thema „Kritische Wissenschaft“, die ab November regelmäßig stattfinden soll:

Die Auftaktveranstaltung der AStA-Ringvorlesung findet am Do, 20.11.2008 um
16:00 Uhr im Hörsaal 2 in der Rost- und Silberlaube statt. Danach folgen
regelmäßig jeden Donnerstag weitere Beiträge aus dem kaleidoskopischen
Themenfeld – Theorie und Praxis kritischer Wissenschaft.

Die Termine im Überlick:
http://www.astafu.de/aktuelles/termine/

Do 20.11.2008 16-18 Uhr
Referat für Hochschulpolitik
60 Jahre FU – Immer nur dagegen – Zukunft von Anfang an?

Do 27.11.2008 16-18 Uhr
Referat für Hochschulpolitik
Kritische Betrachtung der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen

Do 04.12.2008 16-18 Uhr
Internationalismusreferat
Die „3.Welt“ im Zweiten Weltkrieg. Unterrichtsmaterialien zu einem vergessenen
Kapitel in der Geschichte.
Geschichte der Kämpfe an der FU – AStA FU Ringvorlesung weiterlesen

Geschichte der Kämpfe an der FU – AStA FU Ringvorlesung

Nach der ambitionierten Geschichtsbroschüre des AStA FU gibt es jetzt auch eine Veranstaltung zum Thema 60 Jahre FU, die sich insbesondere Protesten, Bewegungen und Kämpfen in und um die Hochschule widmen will:

Die Redaktion des AStA-Magazins „FU60: Gegendarstellungen“ präsentiert am
20.11. eine Diskussion zur bewegten Geschichte der FU Berlin, die im Dezember
ihren 60. Gründungstag feiert: Sit ins, Go ins, Teach ins, Proteste gegen
Vietnamkrieg, gegen Berufsverbote, für Demokratische Hochschulen,
Studienreform und Sozialismus, gegen Studiengebüren und Modularisierung. Die
FU Berlin war stets ein Ort von Kämpfen, Protesten und Bewegungen.

Mehr zur Auftaktveranstaltung:
http://astafu.blogsport.de/2008/11/10/immer-nur-dagegen-zukunft-von-anfang-an/

Das Ganze ist Auftakt einer Ringvorlesung zum Thema „Kritische Wissenschaft“, die ab November regelmäßig stattfinden soll:

Die Auftaktveranstaltung der AStA-Ringvorlesung findet am Do, 20.11.2008 um
16:00 Uhr im Hörsaal 2 in der Rost- und Silberlaube statt. Danach folgen
regelmäßig jeden Donnerstag weitere Beiträge aus dem kaleidoskopischen
Themenfeld – Theorie und Praxis kritischer Wissenschaft.

Die Termine im Überlick:
http://www.astafu.de/aktuelles/termine/

Do 20.11.2008 16-18 Uhr
Referat für Hochschulpolitik
60 Jahre FU – Immer nur dagegen – Zukunft von Anfang an?

Do 27.11.2008 16-18 Uhr
Referat für Hochschulpolitik
Kritische Betrachtung der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen

Do 04.12.2008 16-18 Uhr
Internationalismusreferat
Die „3.Welt“ im Zweiten Weltkrieg. Unterrichtsmaterialien zu einem vergessenen
Kapitel in der Geschichte.
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reflectures 2008: Fünf Abende darüber, die Welt zu verändern

Ein Veranstaltungstip aus der Rubrik Kritische Wissenschaft:

reflectures 2008: Fünf Abende darüber, die Welt zu verändern

Jeden Donnerstag vom 30. Oktober bis 27. November 2008
Die Veranstaltungen finden immer um 19:30 in der K9 (Kinzigstr. 9, 10247 Berlin-Friedrichshain) statt.

13. November 2008: Antiamerikanismus in der öffentlichen Meinung in Deutschland

Immer wieder werden amerikanische Finanzinvestoren als Ungeziefer dargestellt oder auch George Bush als ein die Weltkugel in Schach haltender Cowboy porträtiert. Solche plakativen Darstellungen bilden jedoch eher die Ausnahme. In der Veranstaltung soll es darum gehen, den alltäglichen Facetten antiamerikanischer Deutungsweisen nachzugehen, wie sie in politischen Diskussionen in Deutschland auftauchen. Am Beispiel der Auseinandersetzungen um Sozialabbau soll deutlich werden, welche Rolle antiamerikanische Deutungsmuster nicht nur für die Durchsetzung eben dieser Politiken spielen, die damit vermeintlich angeprangert werden, sondern darüber hinaus ein aufgeklärtes und damit potenziell auf emanzipatorische Politik zielendes Verständnis der neoliberalen Umstrukturierungen systematisch behindert wird.

20. November 2008: Intersektionalität/Interdependenz als emanzipatorische Perspektive?

Immer häufiger tauchen in feministischen Debatten, in Bildungskonzepten und Seminarankündigungen Begriffe wie „Intersektionalität”, „Interdependenz” oder „Diversity” auf. An diesem reflectures-Abend wollen wir uns intensiver mit den dahinter stehenden Konzepten befassen: Warum haben diese Begriffe gerade Konjunktur, und was bedeuten sie eigentlich? Was ist das Neue daran, und was ist altbekannt? Und schließlich: Was können diese Konzepte zu einer emanzipatorischen Theorie und Praxis beitragen?


27. November 2008: Wie frei ist der freie Wille?

In der Debatte um den „freien Willen“ werden meist biologische Festgelegtheit und individuelle Sinngebung gegeneinander gestellt. Der Vortrag versucht dagegen, individuelles Denken und Handeln als eingelassen in gesellschaftliche Denkformen zu fassen, ohne es gleichzeitig als determiniert zu verstehen. Mit dem Ansatz der Kritischen Psychologie soll das Verhältnis von individueller Bestimmung und gesellschaftlicher Bestimmtheit untersucht werden und nach Perspektiven für die Entwicklung von Handlungsfähigkeit gefragt werden.

Die reflectures finden dieses Jahr an fünf Abenden im Oktober/ November statt. Es wird jeweils einen Kurzvortrag von Gästen oder reflect!-Mitgliedern von maximal einer halben Stunde geben. Der Schwerpunkt der Veranstaltungen soll auf der Diskussion mit Euch liegen. Die Diskussionen können gern im Anschluss in gemütlicher Runde bei einem Bier (oder sonstigem Getränk) weitergeführt werden!

Eine Veranstaltung von reflect!