Archiv für den Monat: April 2008

Zusammenfassung der FMI/KHI – Vollversammlung vom 23.04.

Die heutige Instituts-Vollversammlung des FMI und KHI erfreute sich leider wenig Beteiligung und fand daher produktiv im kleinen Kreis von 21 Studierenden statt. Vor der gemeinsamen Diskussion gab es einen kleinen Informations-Input zur Situation am Fachbereich. Aktuelle Themen, die dabei angesprochen wurden, waren die starken Kürzungen beim Haushalt, die insbesondere und ein weiteres Mal die Bibliotheken betreffen. Dies stellt ein massives Problem dar – nicht zuletzt, weil sich die Kürzungen von Jahr zu Jahr addieren und somit wichtige Bücher nicht mehr angeschafft werden können und Zeitschriften abbestellt werden müssen. Dass der Haushalt aufgrund vorgeschobener Fristen nicht ordentlich verabschiedet wurde, ist ein weiterer Kritikpunkt, der genannt wurde.
Auch das Problem des Drucks vom Präsidium auf die Fachbereiche und Institute wurde angesprochen, welches sich unter anderem in den Zielvorgaben äußerte. Mit Vorgaben und Sanktionen nimmt das Präsidium damit immer mehr Einfluss auf die Arbeit in den Instituten.
Danach wurde über die derzeit nicht vorhandene BA-Beratung gesprochen, die hoffentlich bald wieder gefunden wird. Allerdings zeigt diese Nicht-Bereitschaft der Dozierenden die Bachelor-Beratung zu übernehmen, welch hohes Interesse an den Studierenden vorhanden ist. In der Diskussion wurde über lästige Anwesenheitslisten- und zwang geredet, wobei betont wurde, dass der Weg des Gesprächs mit den Dozierenden nach/vor der Veranstaltung oft strategisch ergiebig ist und es meist erreicht werden kann, dass Anwesenheitslisten weggelassen werden. Auch die immer wieder lästigen Probleme des Campus Management wurden beklagt und dabei betont, dass dieses System uns nicht vom Studieren abhalten darf. Also auch wenn euch das System nicht die Teilnahme an einer Veranstaltung erlaubt, nehmt euch das Recht und fordert sie ein. Aufgrund der geringen Beteiligung bei dieser Instituts-VV wurde über die Möglichkeiten der Mobilisierung anderer Studierender diskutiert. Es wurde sich stark dafür ausgesprochen viele Aktionen/Veranstaltungen in der Aktionswoche, die vom 19-23.Mai ist, auch an dieses Institut zu bringen. Weiterhin wurde vorgeschlagen, sich am Schulstreik, der am 22. Mai stattfindet, zu beteiligen.

Zur weiteren Diskussion von Vorschlägen für Protestaktionen am KHI/FMI wird es ein zweites Treffen in der Woche der großen Uniweiten-VV, die am 7. Mai um 14:00 Uhr im Hörsaal 1a in der Silberlaube stattfindet, geben. Zu dem seid ihr natürlich alle gern eingeladen, euch einzubringen. Also achtet auf Ankündigungen auf diesem Blog bzw. am Institut.

Bericht zur Sitzung des Fachbereichsrat vom 23.04.08

In der heutigen FBR-Sitzung war neben dem üblichen Erteilen und Erlassen von Lehrbefugnissen vor allem der Bericht der Studiendekanin zum TOP Lehre von Bedeutung. Sie berichtete vom neuen Wahn des Präsidiums für alles Mögliche nun Befragungen zu machen. Eine Befragung der Bachelorstudierenden soll noch in diesem Semester stattfinden und in der Folge regelmäßig alle zwei Jahre. Des weiteren ist eine Befragung der AbsolventInnen geplant, wobei da die Fachbereiche noch einen optionalen Teil selbst gestalten dürfen. Dieser soll bei der nächsten FBR-Sitzung besprochen werden.
Danach wurde über das „Problem“ der Nebenhörer und StudiengangswechslerInnen gesprochen, die in der Statistik als AbbrecherInnen auftauchen, was für das jeweils betroffene Fach von Nachteil ist. Statt über Restriktionen für diese Studierenden nach zu denken, hat sich der FBR dafür ausgesprochen, beim Präsidium zu bewirken, eine andere Interpretation von Statistiken anzunehmen, denn nicht jeder „Abbrecher“ ist ein „Abbrecher“ und gibt Auskunft über die Lehre des Faches.
Im Gegenteil ist eine selbst bestimmte Orientierung der Studierenden zu Beginn des Studiums wünschenswert.
Eine weiterer wichtiger Punkt, der in der nächsten FBR-Sitzung besprochen werden wird, ist die Frage der Begrenzung von Prüfungswiederholungen, die derzeit unbeschränkt erfolgen können. Dafür hat die Studiendekanin drei Möglichkeiten vorgeschlagen: Maluspunkte, Bonuspunktesystem oder die Beschränkung auf drei Wiederholungsmöglichkeiten. Des weiteren laufen jetzt die Vorbereitungen zur Einführung des Promotionsstudiengangs des FB, die jedoch in der nächsten Forschungskommission weiter besprochen werden.

Vollversammlung Geschichte + Kunstgeschichte am 23.4.08

Im Rahmen der geplanten FU-Aktionswochen findet am Mittwoch, 23.4. eine Vollversammlung der Studierenden des FMI und KHI statt:

Mittwoch, 23.04. von 12-14 Uhr im Raum A 124

Wer kennt das nicht? Überfüllte Seminare in viel zu kleinen Räumen, das Hin- und Hergerenne zwischen verschiedenen Prüfungsbüros, im Campus Management klappt mal wieder die Seminaranmeldung nicht, Zentralbibliotheken, die nicht (mehr) die Bücher haben, die man sucht, Prüfungsstress oder die Angst vor der Einführung der Studiengebühren. Ein neues Semester geht los doch die Probleme sind die alten und bekannten.
Auch an unserem Institut gibt es nervige Anwesenheitslisten, platzbeschränkte Seminare, Kürzungen an allen Ecken und Enden… und die Studierenden werden nicht gefragt, ob ihnen das gefällt!

Im „Protestsemester 2008“ laden wir euch zur Vollversammlung der Studierenden des FMI und KHI ein, wir wollen alles sammeln, was uns nicht gefällt und es unmöglich macht frei und selbstbestimmt zu studieren und gemeinsam überlegen, was wir tun können.

Parallel werden auch an anderen Instituten und Fachbereichen studentische Vollversammlungen statt, anfang Mai wird es eine uniweite studentische Vollversammlung geben.

Die Uni ohne Ideen – der Kömödie zweiter Teil

Idee muss nicht vorhanden sein – unter diesem Motto einen Ideenwettbewerb zu starten, das schafft wohl nur die FU Berlin. Im letzten Oktober jedenfalls konnte man an allen Alleebäumen in Dahlem lustige Plakate für einen solchen Wettbewerb sehen. Die Studierenden wurden aufgefordert, als „Funpreneur“ ihre Geschäftsidee mit nur 5 Euro Startkapital in einem Wettbewerb zu erproben.

Und damit auch unkreative Studis ohne irgendwelche eigenen Ideen nicht diskriminiert wurden, hatte die FU sämtliche Plakate mit dem Überkleber „Idee muss nicht vorhanden sein“ versehen. Ein wirkliches Versehen war das ganze jedoch nicht, anscheinend mausert sich der Spruch zum Werbeslogan unserer teuren Eliteanstalt: seit letzter Woche hängen sie wieder, die Funpreneur Plakate – und wieder mit dem gewohnten Zusatz, jedoch diesmal nicht als Überkleber, sonder gleich ins Plakat integriert. Nachdem die FSI Geschichte schon bei der Ersten Aktion im Oktober zu intensiver Beteiligung aufgerufen hatte und mit einer ganzen Reihe von Geschäftsideen der FU zur Seite sprang, wollen wir euch auch im Sommersemester diese Ankündigung nicht vorenthalten:

funpreneur 2

Viel Geschäftemacherei, aber keine eigenen Ideen – was könnte das Selbstverständnis der FU Berlin besser auf den Punkt bringen als diese wunderbare Plakataktion. Wir danken der FU-Gründungsforderung Profund für diese geniale Realsatire!
Und für alle potentiellen Teilnehmerinnen und Teilnehmer verweisen wir auf unseren Bericht vom Oktober – dort stehen jede Menge von unseren LeserInnen gesammelte Geschäftsideen zur Erprobung bereit.

Die Uni ohne Ideen – der Kömödie zweiter Teil

Idee muss nicht vorhanden sein – unter diesem Motto einen Ideenwettbewerb zu starten, das schafft wohl nur die FU Berlin. Im letzten Oktober jedenfalls konnte man an allen Alleebäumen in Dahlem lustige Plakate für einen solchen Wettbewerb sehen. Die Studierenden wurden aufgefordert, als „Funpreneur“ ihre Geschäftsidee mit nur 5 Euro Startkapital in einem Wettbewerb zu erproben.

Und damit auch unkreative Studis ohne irgendwelche eigenen Ideen nicht diskriminiert wurden, hatte die FU sämtliche Plakate mit dem Überkleber „Idee muss nicht vorhanden sein“ versehen. Ein wirkliches Versehen war das ganze jedoch nicht, anscheinend mausert sich der Spruch zum Werbeslogan unserer teuren Eliteanstalt: seit letzter Woche hängen sie wieder, die Funpreneur Plakate – und wieder mit dem gewohnten Zusatz, jedoch diesmal nicht als Überkleber, sonder gleich ins Plakat integriert. Nachdem die FSI Geschichte schon bei der Ersten Aktion im Oktober zu intensiver Beteiligung aufgerufen hatte und mit einer ganzen Reihe von Geschäftsideen der FU zur Seite sprang, wollen wir euch auch im Sommersemester diese Ankündigung nicht vorenthalten:

funpreneur 2

Viel Geschäftemacherei, aber keine eigenen Ideen – was könnte das Selbstverständnis der FU Berlin besser auf den Punkt bringen als diese wunderbare Plakataktion. Wir danken der FU-Gründungsforderung Profund für diese geniale Realsatire!
Und für alle potentiellen Teilnehmerinnen und Teilnehmer verweisen wir auf unseren Bericht vom Oktober – dort stehen jede Menge von unseren LeserInnen gesammelte Geschäftsideen zur Erprobung bereit.

Die Uni ohne Ideen – der Kömödie zweiter Teil

Idee muss nicht vorhanden sein – unter diesem Motto einen Ideenwettbewerb zu starten, das schafft wohl nur die FU Berlin. Im letzten Oktober jedenfalls konnte man an allen Alleebäumen in Dahlem lustige Plakate für einen solchen Wettbewerb sehen. Die Studierenden wurden aufgefordert, als „Funpreneur“ ihre Geschäftsidee mit nur 5 Euro Startkapital in einem Wettbewerb zu erproben.

Und damit auch unkreative Studis ohne irgendwelche eigenen Ideen nicht diskriminiert wurden, hatte die FU sämtliche Plakate mit dem Überkleber „Idee muss nicht vorhanden sein“ versehen. Ein wirkliches Versehen war das ganze jedoch nicht, anscheinend mausert sich der Spruch zum Werbeslogan unserer teuren Eliteanstalt: seit letzter Woche hängen sie wieder, die Funpreneur Plakate – und wieder mit dem gewohnten Zusatz, jedoch diesmal nicht als Überkleber, sonder gleich ins Plakat integriert. Nachdem die FSI Geschichte schon bei der Ersten Aktion im Oktober zu intensiver Beteiligung aufgerufen hatte und mit einer ganzen Reihe von Geschäftsideen der FU zur Seite sprang, wollen wir euch auch im Sommersemester diese Ankündigung nicht vorenthalten:

funpreneur 2

Viel Geschäftemacherei, aber keine eigenen Ideen – was könnte das Selbstverständnis der FU Berlin besser auf den Punkt bringen als diese wunderbare Plakataktion. Wir danken der FU-Gründungsforderung Profund für diese geniale Realsatire!
Und für alle potentiellen Teilnehmerinnen und Teilnehmer verweisen wir auf unseren Bericht vom Oktober – dort stehen jede Menge von unseren LeserInnen gesammelte Geschäftsideen zur Erprobung bereit.

Freie Einfahrt für den Zug der Erinnerung in Berlin!

Bis zum letzten Streckenmeter versucht die Deutsche Bahn AG das Projekt „Zug der Erinnerung“ zu torpedieren. Am liebsten hätte Bahnchef Mehdorn die in einem Ausstellungswaggon untergebrachte Ausstellung zur Erinnerung an die Deportation von Hunderttausenden Kindern in die Vernichtungslager der Nazis wohl ganz unterbunden. Öffentlicher Druck zwang die Bahn jedoch, das für ihr Image kontraproduktive Unternehmen zu dulden.
Stattdessen wird jetzt mit einem bürokratischem Kleinkrieg versucht, das Projekt kleinzuhalten. Immer wieder werden dem Zug nur Nebengleise zur verfügung gestellt, angeblich aus „technischen Gründen“. Zudem besteht die Bahn auf der Entrichtung immenser Streckennutzungsgebühren Zwischen November 2007 bis Januar 2008 berechnete die Bahn Trassenentgelte in Höhe von 6.549 Euro, 20.818 Euro an Stationsentgelten sowie 507 Euro an Nebenkosten für Strom und Wasser (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Zug_der_Erinnerung ).
Die Bahn weigert sich bis heute, durch Spenden oder einen Wegfall der Gebühren ihrer Historischen Verantwortung als Nachfolger der im Dienste der NS-Vernichtungspolitik stehenden Reichsbahn wahrzunehmen.

Auch in Berlin gibt es wieder Hindernisse und Blockaden für den Zug der Erinnerung, – wir dokumentieren eine Pressemeldung der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA):

Freie Einfahrt für den Zug der Erinnerung in Berlin !

In großer Sorge fordert die Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) die Deutsche Bahn auf, unverzüglich alle Voraussetzungen zu schaffen, dass der „Zug der Erinnerung“ vom 13. bis 22. April auf den beantragten Bahnhöfen vielen interessierten Besucherinnen und Besuchern zugänglich wird. Mitglieder unserer Organisation, die den Holocaust überlebt oder deren Angehörigen in die Vernichtungslager deportiert wurden, verstehen nicht, warum die Verantwortlichen der Deutschen Bahn den „Zug der Erinnerung“ in Berlin auf ein erinnerungspolitisches Abstellgleis stellen wollen. Auf sehr eindrucksvolle Weise erinnert die ehrenamtliche Initiative an die Deportation von 12.000 Kindern in die Vernichtungslager, 4646 Kinder kamen allein aus Berlin. Über 160 Tausend Menschen haben bisher die Ausstellung gesehen. Sie ist ein großartiges Beispiel zivilgesellschaftlichen Engagements für ein lebendiges Gedenken an die jüngsten Opfer des deutschen Faschismus. Statt dieses Anliegen mit allen Kräften zu unterstützen, werden von einem staatlichen Unternehmen Nutzungsgebühren erhoben und ein Ausgleich dieser finanziellen Belastungen durch eine Spende kategorisch abgelehnt sowie Bahnhöfe gesperrt. Im Gegensatz zu dieser Haltung betont die Bahn, der Opfer des Naziregimes stets in angemessener Weise zu gedenken. Ihren Worten sollten endlich Taten folgen lassen und dem „Zug der Erinnerung“ freie Fahrt zu den Bahnhöfen in Berlin geben.

Dr. Hans Coppi

berlin[ätt]vvn-bda.org

Mehr Infos und Hintergründe:

http://www.zug-der-erinnerung.eu

http://de.wikipedia.org/wiki/Zug_der_Erinnerung

Das neue AVV für den Sommer 2008 ist da

Eine erfreuliche Meldung aus der Redaktion des Alternativen Vorlesungs-Verszeichnisses:

Aas neue Alternative VeranstaltungsVerzeichnis (AVV) ist nun im Netz undkann als PDF heruntergeladen werden:

http://wiki.bildung-schadet-nicht.de/images/a/a8/AVV-sommer_2008.pdf

Außerdem ist es als Wiki-Version verfügbar und kann von euch ganz unkompliziert jederzeit bearbeitet werden:


http://wiki.bildung-schadet-nicht.de/index.php/AVV/Sommer_2008

Dort könnt ihr auch weitere und neue Projekte eintragen.

Ab voraussichtlich dem 14.4. könnt ihr das AVV dann auch als „Hardware“in den verschiedenen ASten, im Refrat und in der offenen Uni bekommen.

Wir danken für alle Beiträge und wünschen allen Autonom Lernenden einen schönen Sommer!

Gertrude Huber
für die Redaktion

PS: Der Redaktionsschluss für das nächste Heft(Winter 2008/09) ist der 10.9.08, Ankündigen kostet nix und wir helfen gerne bei Problemen und offenen Fragen. Kontakt: avvb AT gmx.net

Proteste gegen Bologna-Prozess in Barcelona

Ein Lesenswerter Bericht über Studierendenproteste gegen die Frühjahrskonferenz der „European University Association“, die ende März in Barcelona stattfand, findet sich auf dem AStA-Blog. Parallel zur Konferenz organisierten die Studierenden der Stadt ein Sozialforum, um eigene Vorstellungen zur Bildungsreform zu entwickeln :

Beim Forum Social in Barcelona, dass sich explizit die Verteidigung der öffentlichen Universitäten zum Ziel gesetzt hatte, standen insbesondere die Entwicklungen hin zu Kommerzialisierung und Bildungsmarkt im Vordergrund. Kritisiert wurden der zunehmende Einfluss von Banken und Unternehmen, die einen wesentlichen Motor der aktuellen Reformen darstellten und mit Drittmitteln die Lehrinhalte beeinflussten. Sehr plastisch wurde von mehreren linken Wirtschaftsprofessoren (eine Spezies, die in Barcelona noch nicht komplett ausgestorben scheint) die zunehmende Senkung des Niveaus und die Entwissenschaftlichung des Studiums dargestellt, die sich durch eine rein nach dem Bedarf der Wirtschaft orientierte Ausbildung ergebe. In einigen Universitäten Spaniens gebe es sogar Masterstudiengänge, die nach den entsprechenden geldgebenden Großunternehmen benannt seien.

Vollsperrung der Uni und Rangeleien mit der Polizei

Die Aufmachung der offiziellen EUA-Konferenz trug nichts dazu bei, diese Befürchtungen zu entkräften: mit der “Caixa Catalunya” trat eine der größten katalanischen Banken prominent als Sponsor der Konferenz auf. Dies schürte natürlich den Unmut der Studierenden. Neben den Diskussionen auf dem Forum Social wurden in zwei Fällen die Sitzungen der Konferenz gestört, Protestierende drangen ein und verlasen Protestresolutionen. Als Reaktion darauf riegelte die katalanische Regionalpolizei “Mossos d´esquadrones” das Hauptgebäude der Universitat Barcelona komplett ab und erlaubte für die Dauer der Sitzungen nur akkreditierten KonferenzteilnehmerInnen den Zugang. Im Anschluss an diese Aussperrung kam es zu weiteren Rangeleien zwischen Polizei und Studierenden, jedoch nicht zu ernsten Zwischenfällen.

Der Bologna-Prozess läuft im Gegensatz zu seinen Anfängen vor fast zehn Jahren nicht mehr mit ungebremstem Schwung – zu offensichtlich sind die Krisenerscheinungen und Probleme, etwa bei der Einführung von BA und MA-Abschlüssen, dem Kernstück der Reform. Der Autor des AStA sieht hier neue Chancen für studentische Politik:

Denn nach fast zehn Jahren Reform zeigt sich, dass zentrale Ziele des Prozesses verfehlt wurden. Nationale Alleingänge, passiver Widerstand, sehr unterschiedliche Ausgangsvoraussetzungen, Zeitdruck und chaotische Umsetzung auf lokaler Ebene – all diese Faktoren trugen dazu bei, dass der Bologna-Prozess heute eher einem großen Chaos als dem befürchteten hermetisch-homogenem Bildungsmarkt gleicht. Dennoch hat der Prozess, insbesondere in Deutschland, die Tendenzen zur Privatisierung und Warenförmigkeit von Bildung massivst beschleunigt und das öffentliche Bildungswesen stärker verändert als jede andere Reform einschließlich der großen Veränderungen im Gefolge von 1968.

Dieser Widerspruch zwischen Scheitern und Radikalreform wurde auf dem Forum Social leider nur andiskutiert. Es wäre eine Aufgabe für zukünftige studentische Protest- und Diskussionsforen, hier anzusetzen und die Widersprüche innerhalb des Bologna-Prozesses, aber auch zwischen Bologna und anderen Prozessen zu diskutieren. Dies setzt einiges an Recherche und wissenschaftlicher Aufarbeitung voraus, aber die Sache lohnt sich. Denn die chaotische Umsetzung der Bildungsreformen ist mittlerweile auch von Mainstream-Medien nicht mehr totzuschweigen, eine eventuelle De-legitimierung des Prozesses könnte neuen Spielraum bieten für Interventionen linker Bildungspolitik.

Den ganzen Artikel einschließlich interessanter Fotos könnt ihr hier nachlesen.

Antifa-Demo in Lübben am 12.4.08

Ein Demoaufruf in Sachen Antifa aus Lübben:

Wir, die Autonome Antifa[schistische Aktion] Lübben, haben entschieden am 12.
April 2008 eine antifaschistische Demonstration zu veranstalten. Der
offensichtliche Grund hierfür ist ein „Anti-Repressions-Aufmarsch“ der
Freien Kräfte in der Kreis-Stadt.

Ihr Thema spielt auf die Polizeiliche Räumung des Bunker 88, der sich in der
Nähe des Bahnhofs befindet, an. Dabei wurde in dem von David Schmidt
angemieteten Gelände in der Nacht vom 12. zum 13. Januar ein Nazikonzert von
der Polizei beendet und aufgelöst. Zu diesem Konzert waren Nazis aus
mehreren Bundesländern angereist. Von 176 der 190 Teilnehmer sei die
Identität bekannt, sagte damals ein Polizeisprecher. Die Nazis kamen unter
anderem aus Brandenburg, Berlin, Hamburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und
Bayern. Damals verblieben 46 Nazis in der ehemaligen Brauerei und
verbarrikadierten sich.

Im Bunker 88 wurde während der Polizeimaßnahme massiver Widerstand durch die
Faschisten angekündigt und geleistet. Die Beamten der Spezialeinheiten des
Landeskriminalamtes Brandenburg wurden beim Betreten des Objektes mit
Flaschen beworfen und der Rest der Nazis wurde durch die Spezieleinheit
geräumt.

Der Bunker 88 stellt nicht nur Regional eine wichtige Struktur der
Faschisten, sondern ist bundesweit in Nazikreisen angesehen.

Lübben ist allgemein als Nazi-Hochburg bekannt.

Die Nazis veranstalteten bereits im Dezember 2006 solch eine Aufmarsch mit ca
200 Teilnehmern. Auch damals gab es eine Antifa-Demo.

Die antifaschistische Auftaktkundgebung findet am 12.04. 2008 um 13 Uhr auf
dem Bahnhofsvorplatz statt. Da der Naziaufmarsch etwa zur selben Zeit am
selben Ort beginnt, also in Sicht- und Hörweite sollte für alle
Zuganreisenden Antifaschist_Innen klar sein, das auch die Nazis in den
selben Zügen anreisen. Für alle die aus der Richtung Cottbus kommen, wird in
Cottbus der 12 Uhr Zug auf Gleis 2 empfohlen. Für Antifaschist_Innen die aus
der Richtung Berlin kommen, sei der 12 Uhr Zug ab Berlin Alexanderplatz
Gleis 1 empfohlen.

Beim letzten Nazi-Aufmarsch in Lübben gab es nicht nur eine Antifa-Demo,
sondern auch 2 bürgerliche Veranstaltungen. Wir laden alle bürgerlichen und
demokratischen Kräfte ein, sich an unserer Demonstration gegen den Bunker
und den Naziaufmarsch, zu beteiligen. Da wir gegen jede Form von
Nationalismus demonstrieren, wollen wir keine National-Fahnen auf unserer
Demonstration, außerdem auch keine Parteifahnen, da es auch nicht um die
nächste Wahl geht.

Deshalb rufen wir alle Antifaschist_Innen dazu auf zur Antifaschistischen
Demonstration am 12.04.2008 ins brandenburgische Lübben (Niederlausitz) zu
kommen, um sich den Nazis in den Weg zu stellen!

12.04.2008 „Bunte Häuser statt Braune Bunker!“
Auftakt 13 Uhr Bahnhofsvorplatz Lübben, Demonstraton 14 Uhr.

Mit antifaschistischen Grüßen

Autonome Antifa Lübben [aal]