Archiv für den Monat: Januar 2008

Uniweiter Aktiontag 31.1.08

Leistungsdruck, Modularisierung, Streichung von Entscheidungsfreiheiten, Bibliothekskürzungen und -zusammenlegungen, marktorientierte Hochschulpolitik von Seiten des Präsidiums und jetzt auch noch Elite. Und die Studierenden haben kaum Möglichkeiten mitzubestimmen und zu verändern. Deshalb haben sich seit einigen Wochen einige Studierende zu Treffen zusammen gefunden um eine Aktion zu planen, die zeigen soll, uns, den Studierenden, gefällt der gegenwärtige Kurs unserer Hochschule nicht! Deshalb: Uniweiter Aktionstag am 31.1. 08.
Ab 10h wird es einen zentralen Infostand vor der Mensa geben und für alle die eine Idee für eine gute Aktion haben, die Möglichkeit sie auszuführen-dezentrale Aktionen an der ganzen Uni. Um 14h findet eine Vollversammlung statt und um 16h ein Demonstration: “ Elite in Frage stellen, Umstrukturierungen verhindern, gegen Dieter Lenzens Hochschulpolitik“.

Hier der Text des Flyers:

Warum ein Aktionstag?
Wie wir unser Leben gestalten, das wird uns mittlerweile nur noch vorgeschrieben – und jetzt sollen wir uns dabei alle noch einmal doppelt anstrengen, um dem Anspruch gerecht zu werden, Elite zu sein.
Exzellenz, neue Studiengänge, Verschulung, Prüfungsdruck vom ersten Semester an, Auslese nach Noten, Überlastung, fehlende Wahlfreiheiten und so weiter und so fort – alles prasselt auf uns ein.
Wir sollen uns damit bereit machen für unseren persönlichen Konkurrenzkampf auf dem globalen Markt und keine Zeit verschwenden bei der Vorbereitung der eigenen Karriere. Denn bloß eine abgeschlossene Ausbildung ist schon lange keine Garantie mehr für eine sichere Arbeit, nur die Besten kommen durch. Der Rest wird schon irgendwo bleiben, und soll uns persönlich auch egal sein. Und nebenbei dient das dann auch noch dem nationalen „Wirtschaftstandort“.
Diese Prinzipien beschränken sich im Übrigen nicht nur auf unsere Universität. Wenn man einmal hinschaut, sind sie auch in der Stadt, in der wir leben, und in der Gesellschaft, in der wir uns befinden, zu erkennen.

„Damit reicht es langsam“, haben sich Studierende gesagt, „wir müssen aktiv werden!“
Wir wollen uns nicht länger sagen lassen, was für uns gut ist und wie unsere Ziele auszusehen haben ohne wenigstens einmal selbst zu Wort zu kommen. Wir wollen den ganzen Elite- Leistungs- und Karrierewahn einfach mal in Frage stellen.

Und genau darum geht es, wenn am 31.Januar 2008 ein uniweiter Aktionstag stattfindet. An diesem Tag sollen die Themen im Mittelpunkt stehen, an denen sich die Veränderungen an unserer Universität und in unserem Studienleben erfassen lassen.
Und es soll darum gehen, durch Aktionen im universitären Raum noch viel mehr Studierende dazu zu bringen, über ihre Situation nachzudenken, und sie von der Notwenigkeit zu überzeugen, die Dinge selbstbestimmt in die Hand zu nehmen.

Achja, und wenn es am 31.Januar etwas kalt sein wird – Der Sommer kommt bestimmt…

Und für alle, die mehr wissen wollen, hier der Link auf den blog des Aktionstags.

Bibliotheksschließungen: Studierende dürfen nicht mitreden.

Ein vom Komillitonen Stefan Hernadi verfaßter Bericht aus dem Fachbereichsrat Politik- und Sozialwissenschaften zum Thema Bibliotheksschließungen macht wieder einmal deutlich, wie egal den Organen der FU studentische Interessen und Meinungen sind:

Die Schließung der sozialwissenschaftlichen Fachbibliotheken und ihrer Integration in die zentrale Universitätsbibliothek inklusive der im Raume stehenden Aussortierung von ca. 300.000 Büchern war am Mittwochmorgen des 23.01.08 Thema im Fachbereichsrat des Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften. (FB PolSoz).
Als Vertreterin des FU-Präsidiums war Prof. Dr. Ulla Lehmkuhl zu Gast um die Pläne des Präsidiums darzustellen. In ihren Ausführungen dementierte sie zwar die Endgültigkeit der Entscheidung und kündigte einen offenen Prozess im Rahmen eines „Runden Tisches“, konnte aber die offensichtlichen Widersprüche zu früheren Miteilungen des Präsidiums nicht ausräumen.
Es ist weiterhin völlig unklar: Was soll konkret geschehen und wann? Wie viele Bücher sollen aussortiert werden? Hat der Prozess der Aussortierung schon begonnen? Wer ist beteiligt?

Zu offenem Unmut seitens der Studierenden führte dann ihre Vorstellung von der Zusammensetzung des „Runden Tisches“ Erst nach mehrmaligem ausdrücklichen Nachfragen seitens der Studierenden wurde Frau Lehmkuhl deutlich: Studierende werden nicht an diesem „Runden Tisch“ sitzen, sondern seien ja indirekt durch das Dekanat des FB PolSoz vertreten. Vorher hatte sie schon bemerkt, dass sie die Position der Studierenden ja gut kenne, da sie selbst auch mal studiert hätte.

Diese Entwicklung ist nur ein weiteres Beispiel für die Ausschließung studentischer Interessen an der Freien Universität Berlin! Im Präsidium wird anscheinend die Auffassung vertreten, man wüsste schon, was für die Studierenden gut sei.

Im Fachbereichsrat konnte auf einen studentischen Antrag hin zwar durchgesetzt werden, dass auf der Fachbereichsebene alle Statusgruppen bei der Vor-bereitung der Diskussion berücksichtigt werden. Wer sich aber mit Gremienarbeit und -Strukturen auskennt, weiß, dass hier eine Marginalisierung von bestimmten Interessen stattfindet.

Die Bibliotheksschließungen werden auch Thema auf der Demonstration im Rahmen des uniweiten Aktionstags am 31.01.2008 sein. Ein Redebeitrag von Seiten der Angestellten ist angefragt.

Auch den Geschichtsstudierenden kann diese Entwicklung nicht egal sein. Abgesehen vom Allgemeinen Skandal fehlender Mitbestimmung werden hier auch konkret unsere Interesen verletzt: in den Beständen der Bibliotheken des Fachbereichs Politik- und Sozialwissenschaften findet sich umfangreiche Literatur auch und gerade zu geschichtswissenschaftlichen Themen. Auch für uns bedeutet die Vernichtung von 300-500.000 Büchern am Nachbar-Fachbereich deshalb längere Wege und Wartezeiten bei der Literatursuche. Dem Aktionstag am 31.1. ist daher rege Beteiligung auch aus der Koserstraße zu wünschen!

Bericht von der gestrigen Institutsversammlung – Ein Schauspiel ohnegleichen

Gestern fand die von uns im Vorfeld angekündigte Institutsversammlung des FMI statt. Vor etwa 70 anwesenden Institutsmitgliedern aller Statusgruppen stellte die neue Doppelspitze, Sösemann und Nolte, unter dem Titel „Das FMI auf exzellentem Weg“ ihre Phantastereien vor – ein hochschulpolitisches Spektakel ohnegleichen. Leider waren kaum Studierende anwesend, was jedoch nicht verwunderlich ist, wenn mensch bedenkt, dass das einzige Plakat, das auf die Veranstaltung hinwies, im (!) Fahrstuhl versteckt war, und das, obwohl „Kommunikation“ zu den Schlagworten des Abends zählte.

Die Redeliste war lang, sehr lang, um genau zu sein: 15 RednerInnen hatten sich bereit erklärt, von ihrer Arbeit zu berichten. Den Auftakt bildete natürlich die ausführliche Selbstdarstellung der beiden Gastgeber. Mensch konnte schon ins Staunen kommen, jetzt wo er oder sie endlich einmal einen ganzen Abend lang erklärt bekam, an was für einem ausgezeichneten, ja (fast) vollkommenen Institut er bzw. sie studieren darf. Sowohl die Einführung der BA/MA-Studiengänge schien vollkommen geglückt zu sein, als auch die Zusammenarbeit mit diversen Zentral- udn Forschungsinstituten. Die Vorstellung des Exzellenzclusters „Topoi“ und die Einführung des Mentoring-Programms zur Betreuung der ErstsemesterInnen waren weitere Glanzpunkte in der Zwischenbilanz der neuen FMI-Doppelspitze. Die einzigen Wermutstropfen bildeten der Bericht zur aktuellen Finanz-Situtation der Bibliothek und der Redebeitrag der Studierenden.

Denn, wie nicht anders zu erwarten war, war der Blick der beiden VertreterInnen der FSI Geschichte auf das Institut ein anderer. Die, zumindest zahlenmäßig, wichtigste Statusgruppe bekam jedoch erst ganz am Ende der Veranstaltung die Gelegenheit, das Wort zu ergreifen, als die Anwesenden bereits mehrheitlich damit beschäftigt waren, in Gedanken den Sturm auf das Buffett vorzubereiten – schon dieser Fakt allein eine Frechheit. Hinzu kommt, wie bereits erwähnt, dass die Studierendenschaft gar nicht bzw. sehr spät über die Veranstaltung informiert wurde. Doch auch inhaltlich kam es zu starken Auseinandersetzungen.

Die beiden Mitglieder der Fachschaftsinitiative stellten einerseits die Arbeit der FSI Geschichte am Institut vor, die von der Organisation der O-Tage für ErstsemesterInnen, über das Histo-Kino bis zu Themenfahrten etc. reicht, andererseits waren sie die Einzigen, die den Mut hatten, Kritik zu äußern. Neben den noch immer bestehenden Problemen in den neuen BA/MA-Ordnungen zum Beispiel bei Auslandsaufenthalten, beim Setzen eigener Studienschwerpunkte, der starken Reglementierung des Studiums durch Anwesenheitszwang, Modularisierung und Campus Management und Problemen beim Nebenfachwechsel (Neudeutsch: Wechsel der 30- bzw. 60 LP-Modulpakete, die momentan laut Satzung der FU zu Studienangelegenheiten nur zum dritten Fachsemester des Hauptfachs möglich ist) wurden auch Themen wie die professorale Mehrheit in allen akademischen Gremien und damit verbunden die faktisch nicht vorhandene studentische Mitbestimmung angesprochen.

Die Reaktion der Geschäftsführung auf die vorgebrachten Zweifel am „exzellenten Weg“ des FMI war beispielhaft für den Umgang mit studentischer Kritik an der FU. Gönnerhaft lächelnd und wohlwollend witzelnd versuchten die beiden über die eigentlichen Inhalte hinwegzugehen, schließlich habe man immer ein offenes Ohr für studentische Belange und die Studierenden sollen sich doch trauen, diese auch im Institutsrat anzusprechen – als ob dies nicht schon seit Jahren der Fall wäre! Der Eindruck pöbelnder-und-sonst-nichts-tuender-Studierender, der auf diese Weise bei den Anwesenden entstehen musste, ist schlicht und ergreifend falsch: Die FSI Geschichte spricht sowohl im Institutsrat als auch im Fachbereichsrat und in diversen Kommissionen immer wieder genau diese Punkte an, wird dabei jedoch regelmäßig abgewiegelt und / oder übergangen. Ganz offensichtlich will mensch nicht sehen, was nicht ins „exzellente“ Bild passt.

Fassen wir zusammen: Die Befürchtungen unsererseits, die wir bereits in unserer Blogankündigung geäußert hatten, haben sich mehr als bestätigt. Es handelte sich um ein Selbstbeweihräucherungs-Veranstaltung, wie es sie am FMI wohl schon seit Langem nicht mehr gegeben hat. Uns als Fachschaftsinitiative bleibt nichts, als auch weiterhin vehement die Viertelparität in allen akademischen Gremien zu fordern und regelmäßig und unbequem bei deren Sitzungen am FMI und im Fachbereich zu erscheinen, so frustrierend dies auch sein mag.

Unser Fazit des Abends: Auf „exzellentem“ Weg befindet sich das FMI ganz sicher nicht, zumindest nicht, wenn „Exzellenz“ wirklich auch „exzellente“ Lehre, Mitbestimmung und Kommunikation beinhalten sollte!

Bericht von der gestrigen Institutsversammlung – Ein Schauspiel ohnegleichen

Gestern fand die von uns im Vorfeld angekündigte Institutsversammlung des FMI statt. Vor etwa 70 anwesenden Institutsmitgliedern aller Statusgruppen stellte die neue Doppelspitze, Sösemann und Nolte, unter dem Titel „Das FMI auf exzellentem Weg“ ihre Phantastereien vor – ein hochschulpolitisches Spektakel ohnegleichen. Leider waren kaum Studierende anwesend, was jedoch nicht verwunderlich ist, wenn mensch bedenkt, dass das einzige Plakat, das auf die Veranstaltung hinwies, im (!) Fahrstuhl versteckt war, und das, obwohl „Kommunikation“ zu den Schlagworten des Abends zählte.

Die Redeliste war lang, sehr lang, um genau zu sein: 15 RednerInnen hatten sich bereit erklärt, von ihrer Arbeit zu berichten. Den Auftakt bildete natürlich die ausführliche Selbstdarstellung der beiden Gastgeber. Mensch konnte schon ins Staunen kommen, jetzt wo er oder sie endlich einmal einen ganzen Abend lang erklärt bekam, an was für einem ausgezeichneten, ja (fast) vollkommenen Institut er bzw. sie studieren darf. Sowohl die Einführung der BA/MA-Studiengänge schien vollkommen geglückt zu sein, als auch die Zusammenarbeit mit diversen Zentral- udn Forschungsinstituten. Die Vorstellung des Exzellenzclusters „Topoi“ und die Einführung des Mentoring-Programms zur Betreuung der ErstsemesterInnen waren weitere Glanzpunkte in der Zwischenbilanz der neuen FMI-Doppelspitze. Die einzigen Wermutstropfen bildeten der Bericht zur aktuellen Finanz-Situtation der Bibliothek und der Redebeitrag der Studierenden.

Denn, wie nicht anders zu erwarten war, war der Blick der beiden VertreterInnen der FSI Geschichte auf das Institut ein anderer. Die, zumindest zahlenmäßig, wichtigste Statusgruppe bekam jedoch erst ganz am Ende der Veranstaltung die Gelegenheit, das Wort zu ergreifen, als die Anwesenden bereits mehrheitlich damit beschäftigt waren, in Gedanken den Sturm auf das Buffett vorzubereiten – schon dieser Fakt allein eine Frechheit. Hinzu kommt, wie bereits erwähnt, dass die Studierendenschaft gar nicht bzw. sehr spät über die Veranstaltung informiert wurde. Doch auch inhaltlich kam es zu starken Auseinandersetzungen.

Die beiden Mitglieder der Fachschaftsinitiative stellten einerseits die Arbeit der FSI Geschichte am Institut vor, die von der Organisation der O-Tage für ErstsemesterInnen, über das Histo-Kino bis zu Themenfahrten etc. reicht, andererseits waren sie die Einzigen, die den Mut hatten, Kritik zu äußern. Neben den noch immer bestehenden Problemen in den neuen BA/MA-Ordnungen zum Beispiel bei Auslandsaufenthalten, beim Setzen eigener Studienschwerpunkte, der starken Reglementierung des Studiums durch Anwesenheitszwang, Modularisierung und Campus Management und Problemen beim Nebenfachwechsel (Neudeutsch: Wechsel der 30- bzw. 60 LP-Modulpakete, die momentan laut Satzung der FU zu Studienangelegenheiten nur zum dritten Fachsemester des Hauptfachs möglich ist) wurden auch Themen wie die professorale Mehrheit in allen akademischen Gremien und damit verbunden die faktisch nicht vorhandene studentische Mitbestimmung angesprochen.

Die Reaktion der Geschäftsführung auf die vorgebrachten Zweifel am „exzellenten Weg“ des FMI war beispielhaft für den Umgang mit studentischer Kritik an der FU. Gönnerhaft lächelnd und wohlwollend witzelnd versuchten die beiden über die eigentlichen Inhalte hinwegzugehen, schließlich habe man immer ein offenes Ohr für studentische Belange und die Studierenden sollen sich doch trauen, diese auch im Institutsrat anzusprechen – als ob dies nicht schon seit Jahren der Fall wäre! Der Eindruck pöbelnder-und-sonst-nichts-tuender-Studierender, der auf diese Weise bei den Anwesenden entstehen musste, ist schlicht und ergreifend falsch: Die FSI Geschichte spricht sowohl im Institutsrat als auch im Fachbereichsrat und in diversen Kommissionen immer wieder genau diese Punkte an, wird dabei jedoch regelmäßig abgewiegelt und / oder übergangen. Ganz offensichtlich will mensch nicht sehen, was nicht ins „exzellente“ Bild passt.

Fassen wir zusammen: Die Befürchtungen unsererseits, die wir bereits in unserer Blogankündigung geäußert hatten, haben sich mehr als bestätigt. Es handelte sich um ein Selbstbeweihräucherungs-Veranstaltung, wie es sie am FMI wohl schon seit Langem nicht mehr gegeben hat. Uns als Fachschaftsinitiative bleibt nichts, als auch weiterhin vehement die Viertelparität in allen akademischen Gremien zu fordern und regelmäßig und unbequem bei deren Sitzungen am FMI und im Fachbereich zu erscheinen, so frustrierend dies auch sein mag.

Unser Fazit des Abends: Auf „exzellentem“ Weg befindet sich das FMI ganz sicher nicht, zumindest nicht, wenn „Exzellenz“ wirklich auch „exzellente“ Lehre, Mitbestimmung und Kommunikation beinhalten sollte!

FMI-Institutsversammlung am 21.01. ab 18 Uhr

Unter dem Titel „Das FMI auf exzellentem Weg“ lädt die Geschäftsführung des FMI, Sösemann und Nolte, zur Institutsversammlung. In kurzen Redebeiträgen werden beispielsweise die neuen BA/MA-Studiengänge, die Zusammenarbeit mit den Zentralinstituten (LAI, JFKI, OEI) und das neue „Exzellenzcluster“ im Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften vorgestellt. Veranstaltungen, wie die morgige, sollen ab sofort regelmäßig jedes Semester stattfinden.

Sowohl der Titel als auch die offiziellen Plakate, die von den Konterfeis der FMI-Doppelspitze geschmückt werden, schreien nach kritischer Öffentlichkeit und kritischen Stimmen – denn die Frage, worum es hier eigentlich geht, ob um Kommunikation, wie auf den Einladungen zu lesen ist, oder doch eher um institutionalisierte Selbstbeweihräucherung, drängt sich geradezu auf. Dieser Frage wollen wir im Rahmen unseres Redebeitrags nachgehen, der – oh Wunder- den Abend beschließen wird.

Deshalb: Kommt morgen Abend zur Institutsversammlung, ab 18 Uhr im Raum 127A! Im Übrigen soll es wohl auch Sekt und Häppchen geben…

Wahlsieg der FSI (Kunst-) Geschichte !

Am Donnerstag schlossen an der FU die Wahllokale, und bereits gestern abend stand nach ersten Hochrechnungen fest: die Fachschaftsini Geschichte gehört in diesem Jahr zu den klaren Gewinnern! Sie zieht, gemeinsam mit der FSI Kunstgeschichte, mit insgesamt drei Sitzen in das 60-köpfige Studierenparlament (Stupa) ein. Damit stellt die FSI (Kunst-) Geschichte nun fünf Prozent der Mandate im Stupa und ist stärkste Fachschaftsini-Liste an der FU!

Im Fachschaftsrat Geschichts- und Kulturwissenschaften ist das Ergebnis noch eindeutiger. Hier trat die FSI Geschichte alleine gegen die FDP-nahe „Liberale Hochschulgruppe“ an und gewann sage und schreibe sechs von sieben vorhandenen Sitzen! Damit wird die Fachschaftsarbeit in unserem Fachbereich weiterhin nach dem basisdemokratischen Ini-Prinzip ablaufen, die von FU-Präsidium und ParteivertreterInnen favorisierte Variante offizieller Fachschafts-Funktionäre wird keine Rolle spielen.

Die Wahlbeteiligung an der FU betrug insgesamt 11,75 %, im Wahllokal in der Koserstraße leider nur 8,85 %. Das Ergebnis allerdings kann sich sehen lassen: die bisherige parteiunabhängige AStA-Koalition aus Fachschaftsinitiativen, Hochschulpolitischen und linken Listen wurde mit überwältigendem Erfolg wiedergewählt. Ein konservativer Rechts-AStA, wie er an der TU Berlin gewählt wurde, ist damit ebenso verhindert wie ein von Partei-Hochschulgruppen dominierter Karriere-AStA. Die Fachschaftsinitiativen sind stärkste Fraktion in der AStA-Koalition und werden auch weiterhin für eine starke Basisanbindung der Studierendenvertretung sorgen.

Das komplette vorläufige Endergebnis der Stupawahlen 2008 findet ihr auf den Seiten des Studentischen Wahlvorstandes:

http://www.fu-berlin.de/sites/studwv/Aktuelles/index.html

Die FSI Geschichte dankt hiermit noch einmal allen Wählerinnen und Wählern für ihre Unterstützung!

Stupawahlen vom 15.-17. Januar 2008: support your local FSI!

Ihr alle habt es schon mitbekommen: es ist Wahlkampf an der FU. Viele dumme Phrasen, viele Plakate, viele Listen: sage und schreibe 41 verschiedene Gruppen schlagen sich um 60 Plätze im Studierendenparlament. Wir raten daher: think global, vote local – unterstützt eure Fachschaftsinitiative vor Ort!

Denn auch die FSI Geschichte tritt an. Unter dem Listennamen „Koser Nostra“ (Liste 13) kandidieren wir gemeinsam mit der FSI Kunstgeschichte für das Studierendenparlament und für den Fachschaftsrat Geschichts- und Kulturwissenschaften (Liste 29. Leider dümpelt die Wahlbeteiligung auch an unserem Fachbereich meist bei mageren 10 Prozent oder weniger – d.h. die übergroße Mehrheit der Studis verschenken ihre Stimme. Die meisten fühlen sich nicht richtig informiert, wissen nicht worum es geht – daher hier ein paar kürzestmögliche Fragen und Antorten rund um die Wahlen:


Warum überhaupt wählen?

Das Studierendenparlament (kurz: Stupa) ist zwar ein Operettenparlament mit wenigen politischen Kompetenzen, denn die wesentlichen Entscheidungen an der FU werden in anderen Gremien getroffen, in denen professorale Kungelrunden die Mehrheit haben.
Dennoch ist es nicht egal, wer im Studierendenparlament sitzt. Denn das Stupa wählt den AStA, und der ist das Sprachrohr studentischer Interessen an der FU. Außerdem setzt er sich ganz materiell für studentische Interessen ein: er hat das Semesterticket ausgehandelt, organisiert Aktionen gegen Studiengebühren, unterstützt studentische Projekte und finanziert aus den studentischen Beiträgen ein umfangreiches Angebot von Studienberatungen.

Es ist also wichtig, dass in Stupa und AStA engagierte Leute sitzen. Abschreckendes Gegenbeispiel ist die TU, wo die CDU-Hochschuljugend den AStA übernahm und die Druckerei verkaufte, sämtlichen Beratungen kündigte, die studentischen PC´s verscherbelte und die großzügigen AStA-Räume zugunsten einiger Kellerbüros aufgab. Offiziell diente das der „Verschlankung“ der „AStA-Bürokratie“, faktisch wurde die studentische Infrastruktur schlicht zerschlagen. So etwas darf an der FU nicht passieren!

Warum gerade FSI wählen?

Die FSI´s sind Gruppen von engagierten Studis vor Ort, die sich zum Ziel gesetzt haben, studentische Interessen am Fachbereich zu vertreten. Am Friedrich-Meinecke-Institut ist die FSI Geschichte zur zeit die einzige wirklich aktive studentische Gruppe. Wir sitzen in Instituts- und Fachbereichsrat und streiten dort mit den Profs für eure Interessen, wir organisieren Erstsemestertage und Erstsemesterfahrt, wir bieten Studienberatung und verwalten das Histocafe. Zusätzlich organisieren wir hin und wieder Themenfahrten, Kinoabende etc.

Andere Gruppen, wie etwa die Parteien, sind nur einmal im Jahr am Institut aktiv und organisieren wenig bis gar nichts außer ihren eigenen Wahlkämpfen. Deshalb wollen wir ihnen auch weder das Studierendenparlament noch den AStA überlassen – in diese Gremien gehören engagierte Leute und keine Nachwuchs-Parteikader.

Was vertritt die FSI?

Die FSI ist basisdemokratisch und setzt sich für Emanzpation innerhalb und außerhalb der Uni ein. Wir fordern eine Demokratisierung der Unis, sind gegen Studiengebühren und für kritische Lehre – und haben noch eine ganze menge anderer Ideen, die ihr unter anderem hier nachlesen könnt!

Was, wo, wann und wie wählen?

Die Wahlen finden Statt vom 15.-17. Januar 2008, die Wahllokale sind jeweils von 9:45 bis 16:15 geöffnet. Das zuständige Wahllokal für den Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften ist im Erdgeschoß der Koserstraße 20 eingerichtet, und zwar im Flur vor „Condé“, unserem Lieblings-Pferdegerippe.
Wer nicht am Institut ist, kann auch im Mensa-Foyer in der Silberlaube zur Briefwahl schreiten.

Zum Wählen braucht ihr euren Studiausweis und einen Personalausweis, Führerschein o.ä. Es gibt zwei Stimmzettel, jeweils für Fachschaftsrat und Studierendenparlament. Das ganze dauert nicht lange und tut nicht weh.

Also: Geht wählen, sagt Freunden und Freundinnen bescheid, verschenkt nicht eure Stimme sondern unterstützt eure FSI vor Ort!

Wahlkampfparty am Donnerstag, 10.Januar 2008

Die Fachschaftsinis vom Fachbereich Politik-Sozialwissenschaften (sowie einige sympathisierende Inis einschließlich der FSI Geschichte) laden zur Wahl-Party ein,

Auch in diesem Jahr wollen wir unsere demokratischen Rechte an der FU
ausgiebig und ironiefrei feiern…

Und zwar am Donnerstag, dem 10.01.2008

im Lokal (Rosenthaler Str. 71, U8 Rosenthaler Platz)

Wer um 21 Uhr kommt, kann noch einige Infos zu den Wahlen zu Studierendenparlament und Fachschaftsräten, die an der FU vom 15. bis 17. Januar stattfinden, abgreifen. Wer nach 22 Uhr kommt, macht halt nur Party…

Wie gewohnt bei toller Tanzmusik und kostengünstigem Bier.
Eintritt ist nach eigenem Ermessen und dient den Wahlkampfkassen der Fachschaftsinis.

Also: am Donnerstag feiern, nächste Woche FSI wählen!

Aktionstag gegen Uni-Umbau am 31.1. // Vortreffen dazu am 10.1.

Bachelorchaos, Exzellenzhype, Vernachlässigung der Lehre: Schein und Sein klaffen an der FU Berlin besonders weit auseinander, dennoch wurden bisher studentische Vorschläge zur Studienreform von den Verantwortlichen ignoriert. Bereits seit einigen Wochen wird deshalb an der FU diskutiert, wie wir uns mehr Gehör verschaffen können. Am 10. 1. ist ein neues Treffen dazu, hier für euch um lesen und weiterverbreiten der Einladungstext:

Bereits drei Mal haben sich in den Wochen vor Weihnachten Studierende getroffen, um Perspektiven des Protests gegen den leistungs- und verwertungsorientierten Umbau von Uni, Stadt und Gesellschaft zu entwickeln.

Wie soll dieser Protest nun aussehen?

Zunächst einmal wird am 31. Januar 2008 ein uniweiter Aktionstag mit vorausgehender Mobilisierung stattfinden! Zur Organisation haben sich bereits drei Arbeitsgruppen gebildet, die sich um die Inhalte, Mobilisierung und Logistik des Aktionstages kümmern. Die Arbeitsgruppen haben sich in den vergangenen Wochen Gedanken darüber gemacht, was am 31.1.
geschehen soll, und werden ihre Ergebnisse beim nächsten Treffen zur Diskussion vorstellen.

Das Treffen ist für alle Interessierten offen – der Aktionstag lebt von der Unterstützung und dem Engagement möglichst vieler Studierender! Deshalb laden wir euch ein, mit zu diskutieren, euch einzubringen, mit zu planen:

– Wie wird die Mobilisierung aussehen?
– Welche Inhalte wollen wir vertreten?
– Wie läuft die Organisation?
– Wie geht es nach dem Aktionstag weiter?

Denn weitergehen wird es, auch für das Sommersemester 2008 sind bereits viele Dinge in Planung…
Deshalb: kommt zum Aktionstreffen, bringt Freunde und Freundinnen mit, sagt euren KommilitonInnen bescheid…

Donnerstag, 10.01.,
18:00 Uhr,
Raum KL 25 / 134 in der Silberlaube

Wir setzen die Dinge in Bewegung!

Infos auch unter http://fu-aktionstag.carookee.de !!

Rückmeldegebühren: Zahlung unter Vorbehalt!

Seit Dezember erhalten wir alle wieder Post von der FU: Zurückmelden sollen wir uns. Was an sich kein Problem wäre – wenn da nicht die über 200 Euro Gebühren wären…

Dabei ist ein bedeutender Teil des Betrages, die eigentlichen „Rückmeldegebühren“, nach wie vor umstrittten. Seit der Einführung vor zehn Jahren laufen Gerichtsprozesse um die Rechtmäßigkeit dieser Verwaltungsgebühr, in anderen Bundesländern gab es bereits Rückerstattungen.
Ob und wann jedoch in Berlin ein endgültiges Gerichtsurteil dazu ergeht, steht in den Sternen. Dennoch rät die FSI zur „Zahlung unter Vorbehalt“, d.h. ihr zahlt den Betrag mit einem eigenen Überweisungsformular oder per online-Banking und fügt dort unter „Verwendungszweck“ die Bemerkung „Zahlung der Verwaltungsgebühr unter Vorbehalt der Rechtmäßigkeit“ ein. Falls jemals ein Gericht die Gebühren kippt, habt ihr so bessere Karten für eine Rückforderung des Geldes!

Eine komplette Aufschlüsselung und Erklärung, welche Gebühren sonst noch zum Semesterwechsel fällig werden und wofür sie gedacht sind, findet ihr hier, weitere Infos auch auf der Rückseite des Rückmeldeformulars.

Für alle, die neben der Rechnung auch eine Rückmeldesperre vorfinden, also erstmal zur Zwangsberatung müssen, empfehlen wir die Lektüre des vom AStA FU herausgegebenen Leitfaden gegen Zwangsberatung sowie einen Besuch bei der Hochschulberatung des AStA FU. Dort gibt es Tips und Ratschläge, wie trotz Repressalien das Studium fortgesetzt werden kann