Archiv für den Monat: September 2007

Erstsemester – Orientierungstage am FMI!

Herzlich Willkommen am FMI!

Um euch den Einstieg in die anfangs doch recht verwirrende Uni-Welt etwas zu erleichtern, laden wir euch zu den Orientierungstagen der Fachschaftsinitiative Geschichte am 10. und 11. Oktober 2007 ein. Soweit nicht anders angegeben, finden alle Veranstaltungen im Raum A127 im Friedrich-Meinecke-Institut (Koserstr. 20) statt. Die Info-Blöcke „Informationen zum Studienverlauf“ und „Vorstellung der Fachschaftsini“ sind inhaltlich gleich, um bei Überschneidungen allen die Gelegenheit zur Teilnahme zu geben. Alle anderen Programmpunkte sind jeweils verschieden, es lohnt sich also unbedingt, an beiden Tagen vorbeizuschauen…

Kommt vorbei – wir freuen uns auf euch!

Mittwoch, 10.10.2007

ab 11:00 Uhr Ersti-Frühstück und Kennenlernen

ab 12:00 Uhr Vorstellung des Mentoring-Programms durch Frau von Mallinckrodt (inkl. Gruppeneinteilung!)

ab 13:00 Uhr Informationen zur Fachschaftsini, Histo-Café, Histo-Stammtisch, der Erstifahrt und was uns sonst noch wichtig erscheint…

ab 13:30 Uhr Informationen zum Studienverlauf (Stundenplan, ABV, LBW…) und Institutsführung

ab 14:30 Uhr kurze Einführung in die Hochschulpolitik an der FU Berlin (studentische Selbstverwaltung und Gremien)

ab 15:00 Uhr Campus-Ralley (Treffpunkt Bahnsteig U3 Thielplatz)

ab 20:30 Uhr gemütlicher Ausklang in der Friedel (Friedelstr. 54, U Herrmannplatz in Neukölln)

Donnerstag, 11.10.2007

ab 11:00 Uhr Ersti-Frühstück und Kennenlernen

ab 12:00 Uhr Deja vu: Informationen zur Fachschaftsini, Histo-Café, Histo-Stammtisch, der Erstifahrt und was uns sonst noch wichtig erscheint…

ab 12:30 Uhr Deja vu: Informationen zum Studienverlauf (Stundenplan, ABV, LBW…) und Institutsführung

ab 13:30 Uhr Fortsetzung Hochschulpolitik (Bologna-Prozess, Exzellenz-Initiative…)

ab 14:00 Uhr Historischer Campus-Rundgang mit Ralf: Rudi Dutschke auf dem Kirchhof, Atomversuche im Keller, Giftgas im Garten, Sit in im Flur, Geklaute Talare auf dem Balkon – die FU ist reich an Geschichte und Geschichten, schönen wie unschönen, merkwürdigen und denkwürdigen. Der Rundgang zeigt euch einiges davon.

Erstsemester – Orientierungstage am FMI!

Herzlich Willkommen am FMI!

Um euch den Einstieg in die anfangs doch recht verwirrende Uni-Welt etwas zu erleichtern, laden wir euch zu den Orientierungstagen der Fachschaftsinitiative Geschichte am 10. und 11. Oktober 2007 ein. Soweit nicht anders angegeben, finden alle Veranstaltungen im Raum A127 im Friedrich-Meinecke-Institut (Koserstr. 20) statt. Die Info-Blöcke „Informationen zum Studienverlauf“ und „Vorstellung der Fachschaftsini“ sind inhaltlich gleich, um bei Überschneidungen allen die Gelegenheit zur Teilnahme zu geben. Alle anderen Programmpunkte sind jeweils verschieden, es lohnt sich also unbedingt, an beiden Tagen vorbeizuschauen…

Kommt vorbei – wir freuen uns auf euch!

Mittwoch, 10.10.2007

ab 11:00 Uhr Ersti-Frühstück und Kennenlernen

ab 12:00 Uhr Vorstellung des Mentoring-Programms durch Frau von Mallinckrodt (inkl. Gruppeneinteilung!)

ab 13:00 Uhr Informationen zur Fachschaftsini, Histo-Café, Histo-Stammtisch, der Erstifahrt und was uns sonst noch wichtig erscheint…

ab 13:30 Uhr Informationen zum Studienverlauf (Stundenplan, ABV, LBW…) und Institutsführung

ab 14:30 Uhr kurze Einführung in die Hochschulpolitik an der FU Berlin (studentische Selbstverwaltung und Gremien)

ab 15:00 Uhr Campus-Ralley (Treffpunkt Bahnsteig U3 Thielplatz)

ab 20:30 Uhr gemütlicher Ausklang in der Friedel (Friedelstr. 54, U Herrmannplatz in Neukölln)

Donnerstag, 11.10.2007

ab 11:00 Uhr Ersti-Frühstück und Kennenlernen

ab 12:00 Uhr Deja vu: Informationen zur Fachschaftsini, Histo-Café, Histo-Stammtisch, der Erstifahrt und was uns sonst noch wichtig erscheint…

ab 12:30 Uhr Deja vu: Informationen zum Studienverlauf (Stundenplan, ABV, LBW…) und Institutsführung

ab 13:30 Uhr Fortsetzung Hochschulpolitik (Bologna-Prozess, Exzellenz-Initiative…)

ab 14:00 Uhr Historischer Campus-Rundgang mit Ralf: Rudi Dutschke auf dem Kirchhof, Atomversuche im Keller, Giftgas im Garten, Sit in im Flur, Geklaute Talare auf dem Balkon – die FU ist reich an Geschichte und Geschichten, schönen wie unschönen, merkwürdigen und denkwürdigen. Der Rundgang zeigt euch einiges davon.

Erstifahrt Geschichte 2007/2008

Auf geht’s zur traditionellen Erstifahrt der FSI Geschichte vom 26.10. bis zum 28.10. 2007 ins schöne Wernsdorf! Neben Hilfen zum Studiumsanfang und allerlei thematischen Diskussionen rund um die Geschichte bleibt genug Zeit zum Quatschen, Kennenlernen und Feiern.

Wie kannst du dabei sein?

Einfach bis zum 19.10.2007 E-Mail an fsigeschichte[ätt]web.de schicken und 25 € parat halten. Aber am Geld soll’s nicht scheitern…

Am 22.10. 2007 findet um 21:00 Uhr ein Vortreffen im „Bandito Rosso“ statt (Lottumstr. 10, U 8 Rosenthaler Platz).
Weitere Infos bekommt ihr während der Orientierungstage am FMI oder per Mail von uns.
Die Orientierungstage für Erstsemester finden statt am 10 und 11 Oktober von 10-14 Uhr im Institut (Koserstr. 20), eine gesonderte Ankündigung erfolgt noch.

Gedenken ohne Kontext – Geschichte an der FU

„Hunderte der Erststudenten wurden verfolgt, einige verhaftet, verurteilt und in der damaligen Sowjetunion ermordet. Als wir erfuhren, dass mindestens zehn der ersten studentischen Mitglieder der Freien Universität ihr Engagement für die Freiheit von Lehre und Wissenschaft mit dem Leben bezahlt haben, stand fest: Die Freie Universität Berlin wird die Erinnerung an sie sichern und den nachwachsenden Generationen sichtbar machen.“

Mit diesen Worten weihte Universitätspräsident Dieter Lenzen am 6. September 2007 eine monumentale Bronzeskulptur hinter dem Henry-Ford-Bau ein. Erst seit dem Jahr 2005 ist bekannt, daß im Rahmen der stalinistischen Säuberungen anfang der 50er Jahre auch etwa zehn FU-Studierende in Ost-Berlin verschleppt und später wegen angeblicher „Spionage“ in der Sowjetunion zum Tode verurteilt wurden. Ihnen soll das neue Denkmal gewidmet sein.

Die Skulptur

Entgegen Lenzens Absichtsbekundung findet sich am Denkmal jedoch kein einziger Hinweis auf die konkreten Schicksale der Ermordeten, es ist auf einer beigefügten Tafel lediglich ganz abstrakt von „Studenten, die für die Freiheit ihr Leben verloren haben“ die Rede. Eine konkrete historische Einordnung der Vorgänge findet nicht statt. Auch das Denkmal selbst ist in seiner Abstraktheit kaum zu überbieten – ein Gewirr von monumentalen Bronzestelen. Der Künstler selbst erklärte dazu in der offiziellen FU-Presserklärung zur Einweihung:

„Damit werden innerhalb des Werkes mehrfach Torsituationen geschaffen. Jede von ihnen symbolisiert ein Davor und Danach, Gefundenes und Gesuchtes, Altes und Neues, den Eintritt in weiteren Ebenen mit neuen Perspektiven“

Gefundenes und Gesuchtes – das mag vielleicht noch als Bezug auf die wiederentdeckten Schicksale der zehn Verschollenen durchgehen, aber auch nur mit viel begleitender Zeitungslektüre. Die FU hat also nun einen Gedenkort ohne Nennung von Namen, ohne Benennung der denkwürdigen Vorgänge bzw. Schicksale und auch ohne irgendeinen künstlerischen Bezug auf das Ereignis, an das erinnert werden soll. Unter diesen Umständen ist wirklich die Frage angebracht, was ein solches Gedenken wert ist.

Die FU-Leitung muss sich den Vorwurf gefallen lassen, hier ein sehr hohles und abstraktes Mahnmal für irgendeine nicht näher benannte Freiheitsidee errichtet zu haben. Auch beim Lesen der offiziellen Presserklärung wird man ein mulmiges Gefühl nicht los – penetrant wird einem immer wieder der Name des Geldgebers für die Bronzeskulptur unter die Nase gerieben, dem Bankhaus Sal. Oppenheim. Dem sechszeiligen, ohnehin recht vagen, Lenzen-Zitat zur Widmung stehen neun Zeilen zur Beschreibung der Geschäftstätigkeiten der Bank gegenüber.

Jeder, der schon einmal eine Presserklärung verfasst hat, weiß wie wenig Platz zur Verfügung steht, nur prägnante und knappe Texte werden in den Redaktionen überhaupt gelesen, der Rest wandert in den Reißwolf. Warum also diesen knappen Platz noch für Geschäftspropaganda verschwenden, wenn eigentlich ermordeten Kommillitonen gedacht werden soll? Man muß wahrscheinlich Dieter Lenzen dankbar sein, daß Sätze wie „Im Investment Banking liegen die Kernkompetenzen in den Bereichen Corporate Finance und Financial Markets“ nicht gleich mit auf die neben der Skulptur angebrachte Bronzetafel graviert wurden. Dort findet sich zum Glück nur der Name des Spenders und kein interaktiver Werbebutton.

Dennoch – der Name der Bank steht auf der Tafell, die Namen der ermordeten Studierenden fehlen. Was soll man davon halten? Letztendlich bleibt nur der Schluß, dass die FU mit ihrer Gedenkpolitik rein instrumentelle Ziele verfolgt. „Mit 12 x 9 x 7 Metern ist „Perspektiven“ die derzeit größte und komplexeste Bronzeskulptur in Deutschland“ heißt es in der FU-Presserklärung. Schneller, höher, besser, dass scheint die Maxime bei der Erinnerungspolitik zu sein. Je mehr Metall, desto toller das Gedenken, und der Standort FU kann auftrumpfen im Exzellenzwettbewerb.

Gedenktafel

Andere Vorgänge an der FU zeigen ein ähnlich problematisches Verhältnis zur Geschichte. Bei der diesjährigen Wiedereröffnung des Henry-Ford-Baus etwa sperrte sich die FU gegen jede Diskussion um die Antisemitische Vergangenheit des Namenspatrons und beharrte weiterhin ohne jeden Beweis auf ihrer Schutzbehauptung, der Bau sei ja nicht nach Ford, sondern nach dessen Enkel Henry Ford II. benannt worden. Hier war die Ford-Foundation als Sponsor für die Renovierungsmaßnahmen ebenfalls wichtiger als die historischen Tatsachen.

Auch die im Henry Ford Bau zu besichtigende unselige Ausstellung „Zukunft von Anfang an“ über die Geschichte der FU zeigt ähnliche Tendenzen. Möglichst viele prominente Köpfe sollten hier mit der FU-Geschichte in Verbindung gebracht werden, auch wenn sie vielleicht nur einmal einen Vortrag an der FU gehalten haben. Wie in einer schlechten Hausarbeit aus dem ersten Semester sieht man hier vor allem Namedropping und vermißt die eigentlichen Inhalte. Und vor allem eins fällt auf: der berühmteste FU-Student, übrigens ebenfalls aufgrund der Wahrnehmung eines elementaren Freiheitsrechtes ermordet, fehlt in dieser Ausstellung ganz. Sein Name ist Benno Ohnesorg. Vor kurzem jährte sich dessen Tod zum 40. mal, ohne dass die FU hier irgendwelche Gedenkmaßnahmen ergriffen hätte.

Und das ist wahrscheinlich auch gut so, denn ein solch abstraktes, namenloses und unhistorisches Gedenken wie es sich die FU mit der „komplexesten Bronzeskulptur Deutschlands“ geleistet hat wünscht man wirklich niemandem. Es wäre für alle Beteiligten besser gewesen, das Kunstwerk einfach als solches zu nehmen ohne ihm eine Mahnmalfunktion anzuhängen, die es offensichtlich nicht erfüllt. An die ermordeten FU-Gründungsstudenten wäre durch eine schlichte Bronzetafel mit den Namen der Opfer weitaus besser erinnert gewesen. Aus diesem Grunde seien wenigstens hier die Namen der zehn Studenten einmal genannt: Günter Beggerow, Fritz Flatow, Günter Malkowski, Kurt Helmar Neuhaus, Ägidius Niemz, Friedrich Prautsch, Peter Püschel, Karlheinz Wille, Werner Schneider und Wolf Utecht.

Gedenken ohne Kontext – Geschichte an der FU

„Hunderte der Erststudenten wurden verfolgt, einige verhaftet, verurteilt und in der damaligen Sowjetunion ermordet. Als wir erfuhren, dass mindestens zehn der ersten studentischen Mitglieder der Freien Universität ihr Engagement für die Freiheit von Lehre und Wissenschaft mit dem Leben bezahlt haben, stand fest: Die Freie Universität Berlin wird die Erinnerung an sie sichern und den nachwachsenden Generationen sichtbar machen.“

Mit diesen Worten weihte Universitätspräsident Dieter Lenzen am 6. September 2007 eine monumentale Bronzeskulptur hinter dem Henry-Ford-Bau ein. Erst seit dem Jahr 2005 ist bekannt, daß im Rahmen der stalinistischen Säuberungen anfang der 50er Jahre auch etwa zehn FU-Studierende in Ost-Berlin verschleppt und später wegen angeblicher „Spionage“ in der Sowjetunion zum Tode verurteilt wurden. Ihnen soll das neue Denkmal gewidmet sein.

Die Skulptur

Entgegen Lenzens Absichtsbekundung findet sich am Denkmal jedoch kein einziger Hinweis auf die konkreten Schicksale der Ermordeten, es ist auf einer beigefügten Tafel lediglich ganz abstrakt von „Studenten, die für die Freiheit ihr Leben verloren haben“ die Rede. Eine konkrete historische Einordnung der Vorgänge findet nicht statt. Auch das Denkmal selbst ist in seiner Abstraktheit kaum zu überbieten – ein Gewirr von monumentalen Bronzestelen. Der Künstler selbst erklärte dazu in der offiziellen FU-Presserklärung zur Einweihung:

„Damit werden innerhalb des Werkes mehrfach Torsituationen geschaffen. Jede von ihnen symbolisiert ein Davor und Danach, Gefundenes und Gesuchtes, Altes und Neues, den Eintritt in weiteren Ebenen mit neuen Perspektiven“

Gefundenes und Gesuchtes – das mag vielleicht noch als Bezug auf die wiederentdeckten Schicksale der zehn Verschollenen durchgehen, aber auch nur mit viel begleitender Zeitungslektüre. Die FU hat also nun einen Gedenkort ohne Nennung von Namen, ohne Benennung der denkwürdigen Vorgänge bzw. Schicksale und auch ohne irgendeinen künstlerischen Bezug auf das Ereignis, an das erinnert werden soll. Unter diesen Umständen ist wirklich die Frage angebracht, was ein solches Gedenken wert ist.

Die FU-Leitung muss sich den Vorwurf gefallen lassen, hier ein sehr hohles und abstraktes Mahnmal für irgendeine nicht näher benannte Freiheitsidee errichtet zu haben. Auch beim Lesen der offiziellen Presserklärung wird man ein mulmiges Gefühl nicht los – penetrant wird einem immer wieder der Name des Geldgebers für die Bronzeskulptur unter die Nase gerieben, dem Bankhaus Sal. Oppenheim. Dem sechszeiligen, ohnehin recht vagen, Lenzen-Zitat zur Widmung stehen neun Zeilen zur Beschreibung der Geschäftstätigkeiten der Bank gegenüber.

Jeder, der schon einmal eine Presserklärung verfasst hat, weiß wie wenig Platz zur Verfügung steht, nur prägnante und knappe Texte werden in den Redaktionen überhaupt gelesen, der Rest wandert in den Reißwolf. Warum also diesen knappen Platz noch für Geschäftspropaganda verschwenden, wenn eigentlich ermordeten Kommillitonen gedacht werden soll? Man muß wahrscheinlich Dieter Lenzen dankbar sein, daß Sätze wie „Im Investment Banking liegen die Kernkompetenzen in den Bereichen Corporate Finance und Financial Markets“ nicht gleich mit auf die neben der Skulptur angebrachte Bronzetafel graviert wurden. Dort findet sich zum Glück nur der Name des Spenders und kein interaktiver Werbebutton.

Dennoch – der Name der Bank steht auf der Tafell, die Namen der ermordeten Studierenden fehlen. Was soll man davon halten? Letztendlich bleibt nur der Schluß, dass die FU mit ihrer Gedenkpolitik rein instrumentelle Ziele verfolgt. „Mit 12 x 9 x 7 Metern ist „Perspektiven“ die derzeit größte und komplexeste Bronzeskulptur in Deutschland“ heißt es in der FU-Presserklärung. Schneller, höher, besser, dass scheint die Maxime bei der Erinnerungspolitik zu sein. Je mehr Metall, desto toller das Gedenken, und der Standort FU kann auftrumpfen im Exzellenzwettbewerb.

Gedenktafel

Andere Vorgänge an der FU zeigen ein ähnlich problematisches Verhältnis zur Geschichte. Bei der diesjährigen Wiedereröffnung des Henry-Ford-Baus etwa sperrte sich die FU gegen jede Diskussion um die Antisemitische Vergangenheit des Namenspatrons und beharrte weiterhin ohne jeden Beweis auf ihrer Schutzbehauptung, der Bau sei ja nicht nach Ford, sondern nach dessen Enkel Henry Ford II. benannt worden. Hier war die Ford-Foundation als Sponsor für die Renovierungsmaßnahmen ebenfalls wichtiger als die historischen Tatsachen.

Auch die im Henry Ford Bau zu besichtigende unselige Ausstellung „Zukunft von Anfang an“ über die Geschichte der FU zeigt ähnliche Tendenzen. Möglichst viele prominente Köpfe sollten hier mit der FU-Geschichte in Verbindung gebracht werden, auch wenn sie vielleicht nur einmal einen Vortrag an der FU gehalten haben. Wie in einer schlechten Hausarbeit aus dem ersten Semester sieht man hier vor allem Namedropping und vermißt die eigentlichen Inhalte. Und vor allem eins fällt auf: der berühmteste FU-Student, übrigens ebenfalls aufgrund der Wahrnehmung eines elementaren Freiheitsrechtes ermordet, fehlt in dieser Ausstellung ganz. Sein Name ist Benno Ohnesorg. Vor kurzem jährte sich dessen Tod zum 40. mal, ohne dass die FU hier irgendwelche Gedenkmaßnahmen ergriffen hätte.

Und das ist wahrscheinlich auch gut so, denn ein solch abstraktes, namenloses und unhistorisches Gedenken wie es sich die FU mit der „komplexesten Bronzeskulptur Deutschlands“ geleistet hat wünscht man wirklich niemandem. Es wäre für alle Beteiligten besser gewesen, das Kunstwerk einfach als solches zu nehmen ohne ihm eine Mahnmalfunktion anzuhängen, die es offensichtlich nicht erfüllt. An die ermordeten FU-Gründungsstudenten wäre durch eine schlichte Bronzetafel mit den Namen der Opfer weitaus besser erinnert gewesen. Aus diesem Grunde seien wenigstens hier die Namen der zehn Studenten einmal genannt: Günter Beggerow, Fritz Flatow, Günter Malkowski, Kurt Helmar Neuhaus, Ägidius Niemz, Friedrich Prautsch, Peter Püschel, Karlheinz Wille, Werner Schneider und Wolf Utecht.

Friedrich Meinecke kann Karate…

…diesen Schluß könnten zumindest diejenigen ziehen, die sich in letzter Zeit auf die domain www.friedrich-meinecke-institut.de verirrt haben. War die Seite früher ein direkter Link zur Institutshomepage des FMI, so findet sich dort mittlerweile ein buntes Sammelsurium von Werbelinks – unter anderem Angebote zu Kursen in „Shaolin Kung FU“, einer Kinderkarateschule und eine Einladung zur Judoschule für die lieben Kleinen.

Sollte der olle Meinecke dem Fechtsport, dem er sich in seiner Jugend als Burschenschafter widmete, abtrünnig geworden sein und im modernen Standortkampf die Methoden der asiatischen Konkurrenz übernommen haben? Wenn ja, wie vertrüge sich diese Wendung mit der vom FU-Präsidium sorgsam gepflegten „corporate identity“ unserer Uni? Gibt es da etwa eine Verbindung zwischen Kung-FU und FU? Oder reicht vielleicht der einfache Ellenbogen nicht mehr aus im inneruniversitären Konkurrenzkampf? Und wenn ja, werden wir demnächst per zedat-massenmail von Dieter Lenzen zum Shaolin-Kung FU Kurs aufgefordert?

Fragen über Fragen…. Bei genauerem Hinsehen ist die Lösung allerdings profaner: mit der Umstellung auf den neuen Internetauftritt des Instituts wurde die alte domain fallengelassen. Das Institut bezog eine neue Adresse, und ein cleverer Kung-Fu Fighter entführte Friedrich Meinecke für seine Werbeauftritte. Also ein klassischer Fall von „Dumm gelaufen“. Bis auf diesen Schnitzer ist die neue Internetpräsenz des Instituts allerdings durchaus positiv zu bewerten – hat sie doch einiges mehr an Übersicht gebracht und vor allem die FSI-Homepage prominent verlinkt – nur das sympathische Foto von Prof. Baader fehlt….

Hier noch mal die beiden Links – am besten selbst vergleichen 🙂

http://www.geschkult.fu-berlin.de/e/fmi/
http://www.friedrich-meinecke-institut.de/

Friedrich Meinecke kann Karate…

…diesen Schluß könnten zumindest diejenigen ziehen, die sich in letzter Zeit auf die domain www.friedrich-meinecke-institut.de verirrt haben. War die Seite früher ein direkter Link zur Institutshomepage des FMI, so findet sich dort mittlerweile ein buntes Sammelsurium von Werbelinks – unter anderem Angebote zu Kursen in „Shaolin Kung FU“, einer Kinderkarateschule und eine Einladung zur Judoschule für die lieben Kleinen.

Sollte der olle Meinecke dem Fechtsport, dem er sich in seiner Jugend als Burschenschafter widmete, abtrünnig geworden sein und im modernen Standortkampf die Methoden der asiatischen Konkurrenz übernommen haben? Wenn ja, wie vertrüge sich diese Wendung mit der vom FU-Präsidium sorgsam gepflegten „corporate identity“ unserer Uni? Gibt es da etwa eine Verbindung zwischen Kung-FU und FU? Oder reicht vielleicht der einfache Ellenbogen nicht mehr aus im inneruniversitären Konkurrenzkampf? Und wenn ja, werden wir demnächst per zedat-massenmail von Dieter Lenzen zum Shaolin-Kung FU Kurs aufgefordert?

Fragen über Fragen…. Bei genauerem Hinsehen ist die Lösung allerdings profaner: mit der Umstellung auf den neuen Internetauftritt des Instituts wurde die alte domain fallengelassen. Das Institut bezog eine neue Adresse, und ein cleverer Kung-Fu Fighter entführte Friedrich Meinecke für seine Werbeauftritte. Also ein klassischer Fall von „Dumm gelaufen“. Bis auf diesen Schnitzer ist die neue Internetpräsenz des Instituts allerdings durchaus positiv zu bewerten – hat sie doch einiges mehr an Übersicht gebracht und vor allem die FSI-Homepage prominent verlinkt – nur das sympathische Foto von Prof. Baader fehlt….

Hier noch mal die beiden Links – am besten selbst vergleichen 🙂

http://www.geschkult.fu-berlin.de/e/fmi/
http://www.friedrich-meinecke-institut.de/

Friedrich Meinecke kann Karate…

…diesen Schluß könnten zumindest diejenigen ziehen, die sich in letzter Zeit auf die domain www.friedrich-meinecke-institut.de verirrt haben. War die Seite früher ein direkter Link zur Institutshomepage des FMI, so findet sich dort mittlerweile ein buntes Sammelsurium von Werbelinks – unter anderem Angebote zu Kursen in „Shaolin Kung FU“, einer Kinderkarateschule und eine Einladung zur Judoschule für die lieben Kleinen.

Sollte der olle Meinecke dem Fechtsport, dem er sich in seiner Jugend als Burschenschafter widmete, abtrünnig geworden sein und im modernen Standortkampf die Methoden der asiatischen Konkurrenz übernommen haben? Wenn ja, wie vertrüge sich diese Wendung mit der vom FU-Präsidium sorgsam gepflegten „corporate identity“ unserer Uni? Gibt es da etwa eine Verbindung zwischen Kung-FU und FU? Oder reicht vielleicht der einfache Ellenbogen nicht mehr aus im inneruniversitären Konkurrenzkampf? Und wenn ja, werden wir demnächst per zedat-massenmail von Dieter Lenzen zum Shaolin-Kung FU Kurs aufgefordert?

Fragen über Fragen…. Bei genauerem Hinsehen ist die Lösung allerdings profaner: mit der Umstellung auf den neuen Internetauftritt des Instituts wurde die alte domain fallengelassen. Das Institut bezog eine neue Adresse, und ein cleverer Kung-Fu Fighter entführte Friedrich Meinecke für seine Werbeauftritte. Also ein klassischer Fall von „Dumm gelaufen“. Bis auf diesen Schnitzer ist die neue Internetpräsenz des Instituts allerdings durchaus positiv zu bewerten – hat sie doch einiges mehr an Übersicht gebracht und vor allem die FSI-Homepage prominent verlinkt – nur das sympathische Foto von Prof. Baader fehlt….

Hier noch mal die beiden Links – am besten selbst vergleichen 🙂

http://www.geschkult.fu-berlin.de/e/fmi/
http://www.friedrich-meinecke-institut.de/

Ein ganz besonderer Tango – Das FU-Präsidium und die Studis

Das autokratische Selbstverständnis des Präsidiums der sogenannten Freien Universität schon seit längerem für Unmut sorgt ist ein Allgemeinplatz. Wir dokumentieren an dieser Stelle ein neues Possenspiel.
Vorab eine Erklärung für Leute, die nicht an der FU studieren: Jedem der immatrikulierten FU-Studierenden wird empfohlen, einen Zedat-Mail-Account zu einzurichten. Er ist u.a. nötig, um die Rechner-Pools der Uni nutzen zu können. Zedat steht für „Zentraleinrichtung für Datenverarbeitung“ und ist eine Einrichtung der FU. Die BA-Studis müssen de-facto sogar einen solchen Account für ihr Studium anlegen, um sich im Campusmanagment anzumelden.
Offensichtlich scheint der Präsident die Möglichkeit zu besitzen, sämtlichen Postfachinhabern Mails zuzuschicken. Studentische Initiativen, wie zuletzt die Umfrage-Gruppe „Studierbarkeit an der FU Berlin“ hatten vergeblich darum gebeten, die Studierenden via Zedat-Adressen über ihre Umfrage zu informieren (Vgl. dazu Berichte auf „FU-Watch“ und dem „Freie Bildung“ Blog sowie natürlich auch auf dem FSI-Geschichte Blog).

Stattdessen bekamen alle @zedat.fu-berlin.de – Adressen (ob auch Professoren zum Tanzbeinschwingen aufgefordert wurden entzieht sich unserer Kenntnis) am 19. Juli 2007 eine Werbemail, die zum Erlernen einer Tango-Art („genauer der Estilo Milonguero“) aufforderte. Versehen war sie mit dem Vermerk „Die Zustellung dieser E-Mail erfolgte im Auftrag des Präsidenten der Freien Universität Berlin.“
Bereits am 11. Juni diesen Jahres erreichte die Zwangsaccount-Inhaber eine Werbemail für eine Beachvolleyball-Gruppe, die explizit das Corporate Identity der kommenden Elite-Uni […] stärken sollte. Der oben genannte Vermerk fehlt, dafür ist die Absende-Adresse präsidialer Herkunft.

So weit, so schlecht. Von dieser Informationspolitik irritiert fragte ein Student der Geschichte am 20. Juli nach, wie den eine solche Gewichtung zustande käme. Denn das studentische Initiativen zur Evaluation der Studierbarkeit ausgebremst werden, dafür Nebensächlichkeiten wie besagter Tangokurs alle Studierenden belästigen dürfen, ist nicht unbedingt einsichtig.
Einen Monat später: Nach drei (!) Mails an das Präsidium im Abstand von je 8-10 Tagen ohne auch nur eine Empfangsbestätigung erhalten zu erhaben, trägt die Maßnahme, bei der 3.Mail im CC-Feld die Datenschutzbeauftragte eingesetzt zu haben, offensichtlich Früchte: Am 21. August antwortet das Präsidiums auf die detaillierten Anfragen in Person des Rechtsamtes. Die Antwort spricht für sich und jeder Bemühung Hohn, Studierende als Angehörige der Universität ernst zu nehmen.
Sie sei hier in voller Länge zitiert:

„wir bitten zunächst um Nachsicht für die verzögerte Beantwortung Ihrer Mails vom 20. Juli, 29. Juli und 09. August 2007, die dem Rechtsamt zugeleitet wurden.

Es trifft zu, dass im Auftrag des Präsidenten gelegentlich E-Mails an die Studierenden der FU Berlin versandt werden. Jedoch handelt es sich dabei um Ausnahmefälle und diese Praxis, derartige E-Mails nur in besonderen Fällen zu versenden, soll auch beibehalten werden. Daher kann nicht jedem Wunsch, E-Mails an sämtliche Studierende zu versenden, nachgekommen werden.“

Alles klar? Eine Beachvolleyballgruppe und ein Tango-Kurs als „besondere Fälle“ und eine studentische Umfragegruppe als lästiger Wunsch. Welcome to the Free University!

PS: Wir dokumentieren hier den kompletten Mailwechsel in chronologischer Reihenfolge als PDF. Der Name des Studierenden wurde ersetzt. Das ganze ist eigentlich selbsterklärend, sollte es dennoch nachfragen geben, ist die Person über den Umweg unserer Mailadresse zu erreichen.

Einklagen – wie geht das?

Jetzt, Mitte September, häufen sich leider für viele StudienbewerberInnen an der FU wieder die Absagen. Dank der Kürzungen im Bildungsbereich und der immer absurderen NC´s wird es für viele AbiturientInnen immer schwieriger, ihren Wunschstudienplatz zu ergattern.
Das sogenannte „Einklagen“ erscheint hier vielen als letzte Rettung, allerdings sind darüber nur vage und oft auch falsche Informationen im Umlauf. Um Euch enttäuschungen und finanzielle Risiken zu ersparen, möchten wir als FSI daher noch einmal ausdrücklich auf die Hochschulberatung des AStA FU verweisen. Diese ist momentan die einzige Stelle an der FU die unabhängig und prostudentisch zum Thema „wie bekomme ich meinen Studienplatz“ berät. Kontaktformular, Sprechzeiten etc. findet ihr unter folgendem Link:

http://www.astafu.de/service/beratungen/hochschul

Auf Anfrage versendet die Beratung ein Merkblatt zum Thema Einklagen, dass alle notwendigen Infos enthält, einfach über das Kontaktformular auf der Homepage anfragen – zusätzlich finden natürlich telefonische und persönliche Beratungen statt.

Vorneweg von uns noch einmal ein Paar Worte zum Thema, um gängige Gerüchte ein wenig zurechtzurücken:

-Das Einklagen ist keine Wunderwaffe, sondern stets die letzte Methode, um einen Studienplatz erhalten – leider ist stets nur eine Minderheit der Klagen erfolgreich. Parallel sollte ein Antrag auf Losverfahren gestellt werden, und generell ist es sinnvoll, möglichst viele Bewerbungen in verschiedenen Fächern und Städten parallel laufen zu lassen. Am Losverfahren einer Uni kann mensch übrigens auch teilnehmen, ohne sich vorher dort beworben zu haben!

-Über die genauen Chancen des Einklagens gibt es leider keinerlei verfügbaren Statistiken. Diese könnte nur die Uni erstellen, und die gibt sie nicht raus, weil das ja KlägerInnen ermuntern würde. Es läßt sich lediglich sagen, dass in weniger begehrten Fächern die Chancen besser sind, weil weniger Klagen erhoben werden. Über die konkreten Erfolgsaussichten einer Klage sagt das allerdings auch nicht unbedingt viel aus, denn die Klagen werden als Einzelfall jedes Semester für jedes Fach neu geprüft.

-Für das Einklagen wird zwar nicht unbedingt ein eigener Anwalt gebraucht, da es sich um ein Standardverfahren handelt, jedoch ist das finanzielle Risiko einer verlorenen Klage dennoch hoch, es liegt zwischen 300€ und 1300€, je nachdem in welchem Stadium die Klage zurückgezogen wird bzw. ob die Kosten für die Anwälte der FU entstehen.

-Grundsätzlich sollte jeder und jede sich daher vor dem Einklagen sehr gut informieren, sich Merkblätter zum Thema durchlesen und bei Fragen eine persönliche Beratung suchen. Ein kompaktes und kurzes Merkblatt ist von der AStA FU-Hochschulberatung per mail erhältlich, der RefRat der HU hat ebenfalls ein sehr ausführliches Merkblatt im Internet zur Verfügung: http://www.refrat.hu-berlin.de/einklagen/index.html