Archiv für den Monat: Mai 2007

Nicht jeder Tod eines Studenten ist hochschulbezogen…

Wir dokumentieren an dieser Stelle die Presserklärung des AStA FU zum 40-jährigen Todestag von Benno Ohnesorg:

„Nicht jeder Tod eines Studenten ist hochschulbezogen“- mit diesen Worten verurteilte das Verwaltungsgericht Sigmaringen am 02.02.1968 den AStA der Universität Tübingen dazu „politische Forderungen und Stellungnahmen zu unterlassen, soweit sie nicht hochschulbezogen sind“.

Anlass war eine Solidaritätserklärung des Tübinger AStA vom 05.06.1967 an die Studierendenschaft der FU Berlin angesichts der Ermordung von Benno Ohnesorg drei Tage zuvor. In der Erklärung wurde unter anderem der Rücktritt des Tübinger Bürgermeisters gefordert – insbesondere eine solche „allgemeinpolitische“ Forderung ging dem Gericht zu weit, sie wurde schlichtweg verboten.

Heutigen Beobachterinnen mutet das Urteil vielleicht wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten an, als Homosexualität noch kriminalisiert wurde und Pärchen ohne Trauschein keine Wohnung mieten konnten. Doch dem ist nicht so. Das Urteil hat weiterhin Bestand und wurde in den fast 40 Jahren seit seiner Verkündung mehrfach bestätigt, etwa im Jahr 2004 als gegen den AStA der FU ein Ordnungsgeld wegen vermeintlich „allgemeinpolitischer“ Äußerungen verhängt wurde.

Was bedeutet Ohnesorgs Beispiel heute?

Eine Presserklärung zum 40-Jährigen Todestag Benno Ohnesorgs steht daher vor dem Problem, über genau jene Themen schweigen zu müssen, die Studierende von heute bewegen. Sicher ist es kein reiner Zufall, dass genau am 2. Juni 2007 in Rostock mit einer großen Auftaktdemo die Proteste gegen den G8 Gipfel in Heiligendamm beginnen. Auch hier werden FU-Studierende teilnehmen, auch hier ist Gewalt seitens des Staates zu befürchten. Und auch inhaltlich sind die Parallelen zur Anti-Schah Demo des Jahres 1967 offensichtlich. Damals wie heute geht es gegen ein für Mensch und Natur zerstörerisches Weltwirtschaftssystem, gegen Doppelmoral und Heuchelei in den Internationalen Beziehungen, gegen den Krieg, der vom „freien Westen“ in die vermeintlich unzivilisierten Randgebiete des Planeten getragen wird.

Doch der Imperialismus hat keinen Hochschulbezug, und daher können wir als AStA der FU auch in dieser Presserklärung nicht zur Demonstration aufrufen und keine Wertungen dazu abgeben, welchen Protest, welche Themen, welche Aktionsformen uns heute in der Nachfolge Ohnesorgs und seiner MitstreiterInnen als notwendig und gerechtfertigt erscheinen.

Redefreiheit und Verbote

Daher beschränken wir uns auf den Hinweis, dass die Studierendenbewegung an der FU Mitte der 60er Jahre als Protest für Meinungsfreiheit begann, als Protest gegen Redeverbote für AStA-Vorsitzende und kritische Stimmen von Außen. Auch diese unselige Tradition lebt an der FU fort. Beweis dafür ist der Versuch des Präsidiums vom Mai diesen Jahres, kritischen studentischen Veranstaltungen zum Thema G8 die Räume zu entziehen.
Denn aufmüpfige Studierende sind ungefähr das Letzte, was sich die FU-Leitung an ihrer „Exzellenzuni FU“ wünscht. Hier sähe man lieber eine homogene, freundlich lächelnde Masse in Shirts und Pullis mit FU-Logo, die „corporate identity“ demonstriert und gesellschaftliches Engagement bestenfalls simuliert.

Der AStA FU ruft daher die Studierenden zum 40. Todestag Benno Ohnesorgs dazu auf, diesem Bild nicht zu entsprechen, sondern sich auch da einzumischen, wo es nicht ins Weltbild von Universitätsleitung und Mainstreammedien passt. Der Widerstand gegen den Demokratieabbau an den Hochschulen und gegen deren zunehmende Kommerzialisierung ist ein guter Einstieg dafür. Kritische Studierende werden sich die Erkenntnis, dass diese Prozesse auch mit gesellschaftlichen Verhältnissen außerhalb der Hochschule zu tun haben, nicht von Verwaltungsgerichten verbieten lassen.

Literaturtipps zu 1967 und zur Studierendenbewegung heute:

„Universität im Umbruch“ – Herausgegeben vom AStA der FU Berlin, 2003.
„Von der Freien zur Kritischen Universität“ – Herausgegeben vom AStA FU Berlin, Neuauflage 2002.

Beides online einzusehen unter: http://www.astafu.de/inhalte/publikationen/hopo/

Nicht jeder Tod eines Studenten ist hochschulbezogen…

Wir dokumentieren an dieser Stelle die Presserklärung des AStA FU zum 40-jährigen Todestag von Benno Ohnesorg:

„Nicht jeder Tod eines Studenten ist hochschulbezogen“- mit diesen Worten verurteilte das Verwaltungsgericht Sigmaringen am 02.02.1968 den AStA der Universität Tübingen dazu „politische Forderungen und Stellungnahmen zu unterlassen, soweit sie nicht hochschulbezogen sind“.

Anlass war eine Solidaritätserklärung des Tübinger AStA vom 05.06.1967 an die Studierendenschaft der FU Berlin angesichts der Ermordung von Benno Ohnesorg drei Tage zuvor. In der Erklärung wurde unter anderem der Rücktritt des Tübinger Bürgermeisters gefordert – insbesondere eine solche „allgemeinpolitische“ Forderung ging dem Gericht zu weit, sie wurde schlichtweg verboten.

Heutigen Beobachterinnen mutet das Urteil vielleicht wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten an, als Homosexualität noch kriminalisiert wurde und Pärchen ohne Trauschein keine Wohnung mieten konnten. Doch dem ist nicht so. Das Urteil hat weiterhin Bestand und wurde in den fast 40 Jahren seit seiner Verkündung mehrfach bestätigt, etwa im Jahr 2004 als gegen den AStA der FU ein Ordnungsgeld wegen vermeintlich „allgemeinpolitischer“ Äußerungen verhängt wurde.

Was bedeutet Ohnesorgs Beispiel heute?

Eine Presserklärung zum 40-Jährigen Todestag Benno Ohnesorgs steht daher vor dem Problem, über genau jene Themen schweigen zu müssen, die Studierende von heute bewegen. Sicher ist es kein reiner Zufall, dass genau am 2. Juni 2007 in Rostock mit einer großen Auftaktdemo die Proteste gegen den G8 Gipfel in Heiligendamm beginnen. Auch hier werden FU-Studierende teilnehmen, auch hier ist Gewalt seitens des Staates zu befürchten. Und auch inhaltlich sind die Parallelen zur Anti-Schah Demo des Jahres 1967 offensichtlich. Damals wie heute geht es gegen ein für Mensch und Natur zerstörerisches Weltwirtschaftssystem, gegen Doppelmoral und Heuchelei in den Internationalen Beziehungen, gegen den Krieg, der vom „freien Westen“ in die vermeintlich unzivilisierten Randgebiete des Planeten getragen wird.

Doch der Imperialismus hat keinen Hochschulbezug, und daher können wir als AStA der FU auch in dieser Presserklärung nicht zur Demonstration aufrufen und keine Wertungen dazu abgeben, welchen Protest, welche Themen, welche Aktionsformen uns heute in der Nachfolge Ohnesorgs und seiner MitstreiterInnen als notwendig und gerechtfertigt erscheinen.

Redefreiheit und Verbote

Daher beschränken wir uns auf den Hinweis, dass die Studierendenbewegung an der FU Mitte der 60er Jahre als Protest für Meinungsfreiheit begann, als Protest gegen Redeverbote für AStA-Vorsitzende und kritische Stimmen von Außen. Auch diese unselige Tradition lebt an der FU fort. Beweis dafür ist der Versuch des Präsidiums vom Mai diesen Jahres, kritischen studentischen Veranstaltungen zum Thema G8 die Räume zu entziehen.
Denn aufmüpfige Studierende sind ungefähr das Letzte, was sich die FU-Leitung an ihrer „Exzellenzuni FU“ wünscht. Hier sähe man lieber eine homogene, freundlich lächelnde Masse in Shirts und Pullis mit FU-Logo, die „corporate identity“ demonstriert und gesellschaftliches Engagement bestenfalls simuliert.

Der AStA FU ruft daher die Studierenden zum 40. Todestag Benno Ohnesorgs dazu auf, diesem Bild nicht zu entsprechen, sondern sich auch da einzumischen, wo es nicht ins Weltbild von Universitätsleitung und Mainstreammedien passt. Der Widerstand gegen den Demokratieabbau an den Hochschulen und gegen deren zunehmende Kommerzialisierung ist ein guter Einstieg dafür. Kritische Studierende werden sich die Erkenntnis, dass diese Prozesse auch mit gesellschaftlichen Verhältnissen außerhalb der Hochschule zu tun haben, nicht von Verwaltungsgerichten verbieten lassen.

Literaturtipps zu 1967 und zur Studierendenbewegung heute:

„Universität im Umbruch“ – Herausgegeben vom AStA der FU Berlin, 2003.
„Von der Freien zur Kritischen Universität“ – Herausgegeben vom AStA FU Berlin, Neuauflage 2002.

Beides online einzusehen unter: http://www.astafu.de/inhalte/publikationen/hopo/

Nicht jeder Tod eines Studenten ist hochschulbezogen…

Wir dokumentieren an dieser Stelle die Presserklärung des AStA FU zum 40-jährigen Todestag von Benno Ohnesorg:

„Nicht jeder Tod eines Studenten ist hochschulbezogen“- mit diesen Worten verurteilte das Verwaltungsgericht Sigmaringen am 02.02.1968 den AStA der Universität Tübingen dazu „politische Forderungen und Stellungnahmen zu unterlassen, soweit sie nicht hochschulbezogen sind“.

Anlass war eine Solidaritätserklärung des Tübinger AStA vom 05.06.1967 an die Studierendenschaft der FU Berlin angesichts der Ermordung von Benno Ohnesorg drei Tage zuvor. In der Erklärung wurde unter anderem der Rücktritt des Tübinger Bürgermeisters gefordert – insbesondere eine solche „allgemeinpolitische“ Forderung ging dem Gericht zu weit, sie wurde schlichtweg verboten.

Heutigen Beobachterinnen mutet das Urteil vielleicht wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten an, als Homosexualität noch kriminalisiert wurde und Pärchen ohne Trauschein keine Wohnung mieten konnten. Doch dem ist nicht so. Das Urteil hat weiterhin Bestand und wurde in den fast 40 Jahren seit seiner Verkündung mehrfach bestätigt, etwa im Jahr 2004 als gegen den AStA der FU ein Ordnungsgeld wegen vermeintlich „allgemeinpolitischer“ Äußerungen verhängt wurde.

Was bedeutet Ohnesorgs Beispiel heute?

Eine Presserklärung zum 40-Jährigen Todestag Benno Ohnesorgs steht daher vor dem Problem, über genau jene Themen schweigen zu müssen, die Studierende von heute bewegen. Sicher ist es kein reiner Zufall, dass genau am 2. Juni 2007 in Rostock mit einer großen Auftaktdemo die Proteste gegen den G8 Gipfel in Heiligendamm beginnen. Auch hier werden FU-Studierende teilnehmen, auch hier ist Gewalt seitens des Staates zu befürchten. Und auch inhaltlich sind die Parallelen zur Anti-Schah Demo des Jahres 1967 offensichtlich. Damals wie heute geht es gegen ein für Mensch und Natur zerstörerisches Weltwirtschaftssystem, gegen Doppelmoral und Heuchelei in den Internationalen Beziehungen, gegen den Krieg, der vom „freien Westen“ in die vermeintlich unzivilisierten Randgebiete des Planeten getragen wird.

Doch der Imperialismus hat keinen Hochschulbezug, und daher können wir als AStA der FU auch in dieser Presserklärung nicht zur Demonstration aufrufen und keine Wertungen dazu abgeben, welchen Protest, welche Themen, welche Aktionsformen uns heute in der Nachfolge Ohnesorgs und seiner MitstreiterInnen als notwendig und gerechtfertigt erscheinen.

Redefreiheit und Verbote

Daher beschränken wir uns auf den Hinweis, dass die Studierendenbewegung an der FU Mitte der 60er Jahre als Protest für Meinungsfreiheit begann, als Protest gegen Redeverbote für AStA-Vorsitzende und kritische Stimmen von Außen. Auch diese unselige Tradition lebt an der FU fort. Beweis dafür ist der Versuch des Präsidiums vom Mai diesen Jahres, kritischen studentischen Veranstaltungen zum Thema G8 die Räume zu entziehen.
Denn aufmüpfige Studierende sind ungefähr das Letzte, was sich die FU-Leitung an ihrer „Exzellenzuni FU“ wünscht. Hier sähe man lieber eine homogene, freundlich lächelnde Masse in Shirts und Pullis mit FU-Logo, die „corporate identity“ demonstriert und gesellschaftliches Engagement bestenfalls simuliert.

Der AStA FU ruft daher die Studierenden zum 40. Todestag Benno Ohnesorgs dazu auf, diesem Bild nicht zu entsprechen, sondern sich auch da einzumischen, wo es nicht ins Weltbild von Universitätsleitung und Mainstreammedien passt. Der Widerstand gegen den Demokratieabbau an den Hochschulen und gegen deren zunehmende Kommerzialisierung ist ein guter Einstieg dafür. Kritische Studierende werden sich die Erkenntnis, dass diese Prozesse auch mit gesellschaftlichen Verhältnissen außerhalb der Hochschule zu tun haben, nicht von Verwaltungsgerichten verbieten lassen.

Literaturtipps zu 1967 und zur Studierendenbewegung heute:

„Universität im Umbruch“ – Herausgegeben vom AStA der FU Berlin, 2003.
„Von der Freien zur Kritischen Universität“ – Herausgegeben vom AStA FU Berlin, Neuauflage 2002.

Beides online einzusehen unter: http://www.astafu.de/inhalte/publikationen/hopo/

Semesterticket soll teurer werden

Wieder einmal soll das Semesterticket teurer werden – nach dem Prinzip der Staffelmiete verlangt der Verkehrsverbund Berlin Brandenburg (VBB) von den Studierenden eine Erhöhung in vier Schritten bis zum Jahr 2011, die Preissteigerungen würden dann wie folgt aussehen:

(1) 3,0 % (154 Euro) zum Sommersemester 2008
(2) 2,9 % (158,50 Euro) zum Sommersemester 2009
(3) 3,2 % (163,50 Euro) zum Sommersemester 2010
(4) 2,8 % (168 Euro) zum Sommersemester 2011.

Derzeit kostet uns das Semesterticket 149,50 Euro. An der Humboldt-Universität wurden diese Preisvorstellungen bereits durch eine studentische Urabstimmung vom 22.-24. Mai angenommen. Über 5000 Studierende, insgesamt 92, % der abgegebenen Stimmen, sprachen sich für das Angebot des VBB aus. An der FU findet die Urabstimmung voraussichtlich vom 10-12. Juli statt, eine offizielle Benachrichtigung wird in den nächsten Wochen mit den Rückmeldeunterlagen verschickt. Damit die Abstimmung gültig ist, werden sich im Juli mindestens 10% der FU Studierenden beteiligen müssen.

Eine Annahme des Angebots ist auch an der FU wahrscheinlich, genau wie an der HU wohl weniger aus Begeisterung als aus Mangel an Alternativen. Denn der VBB hat das Transportmonopol in Berlin und nutzt diese Tatsache aus, um sichere Dauereinnahmen zum Schuldenabbau zu verbuchen. War in den Verhandlungen zwischen ASten und VBB ursprünglich ein kostenneutraler Preis vorgesehen, d.h. ein Preis bei dem die Verkehrsbetriebe ungefähr so viel Gewinn gemacht hätten wie vorher ohne Semesterticketvertrag, so konnte sich der VBB trotz Protest seitens der Studierenden letzendlich mit Preisen durchsetzen, die weit über diesem Niveau liegen.

Das Ticket ist im Jahr 2002 mit einem Startpreis von 109 Euro eingeführt worden, ein Preis der damals schon über dem Selbstkostenpreis lag. Seitdem gab es kontinuierliche Steigerungen, heute kostet das Ticket 141 Euro und in vier Jahren sollen wir gar 168 Euro zahlen. Diese Anstiege liegen sicher weit über dem Inflationsausgleich, und auch deutlich über den Preisen anderer Städte, wie eine von der FSI-Publizistik zusammengestellte Tabelle aus dem Jahr 2005 zeigt:

Berlin – 141,00 Euro, Berlin ABC
Potsdam – 119,00 Euro, Berlin ABC und Brandenburg
Frankfurt a. M. – 109,00 Euro, gesamter Verkehrsverbund Rhein-Main
Dortmund – 79,95 Euro, gesamter Verkehrsverbund Rhein-Ruhr
Hamburg – 127,50 Euro, gesamter Verkehrsverbund HVV
Köln – 66,00 Euro, gesamter Verkehrsverbund Rhein-Sieg

Quelle: http://www.kommwiss.fu-berlin.de/ini_semtix.html

Das wir in Berlin so bluten müssen, liegt vor allem am Verkehrsmonopol des VBB, aber auch an der seit 2002 kontinuierlichen Weigerung des rot-roten Senates, die Studierenden in ihrem Verlangen nach einem kostenneutralen Ticket zu unterstützen, denn das Land Berlin als Eigner der BVG hätte durchaus die Macht, dem VBB seine Blockadepolitik auszutreiben.

Für diejenigen unter uns, die die Monopolpreise demnächst nicht mehr bezahlen kann, aber doch zum Kauf des Tickets verpflichtet sind, gibt es zum Glück den Semtix-Sozialfonds, bei dem Zuschüsse oder eine Erstattung der Gebühren antragt werden können. Auf Initiative des AStA FU hat das Studierendenparlament die Beiträge dieses Fonds bereits angehoben, so dass mehr Studierende unterstützt werden können. Mehr dazu erfahrt ihr hier: http://semtix.blogsport.de/semesterticketburo/

Weitere Infos rund um das Semesterticket im allgemeinen und besonderen bekommt ihr auf dem Semtix-Blog: http://semtix.blogsport.de/

Good Bye Linksruck…

Wie gestern in der Presse zu erfahren war, löst sich die trotzksitische Politgruppe „Linksruck“, lange auch an der FU durch eine Hochschulgruppe vertreten, demnächst auf und wird Mitglied der neuen Linkspartei. Die Linksruckis an der FU wurden berühmt-berüchtigt vor allem durch das allgegenwärtige Mensa-Megaphon und die mal mehr, mal weniger plumpen Unterwanderungsstrategien bei studentischen Bewegungen, zuletzt im Streik 2003/04.
Den besten Nachruf auf die Gruppe liefert wohl das Interview eines Ex-Funktionärs, der den Charakter der Gruppe als politischen Durchlauferhitzer mit hoher Abschreckwirkung recht gut zusammenfasst:

„Wir hatten eine fast schon absurde Fluktuation unserer Mitgliedschaft. Wir haben die Organisation 1993 mit fünf Leuten gegründet, aber was dann da alles ein- und wieder ausgetreten ist, das kann man gar nicht übersehen. Ich würde mich nicht wundern, wenn 5000 oder 8000 Leute zu irgendeinem Zeitpunkt, für ein paar Wochen, Monate oder länger, bei uns Mitglied waren. […] Ich bin überzeugt, fast alle von denen sind heute weiter links, als sie vorher waren. Und unser, vor allem mein eigener, eher diktatorischer Führungsstil hat die Leute hoffentlich in Richtung anti-autoritärer Ansätze abgeschreckt …“

Dem ist wohl nicht mehr viel hinzuzufügen, quasi ein Werbeblock für den basisdemokratischen Ansatz der FSI´s – steht nur zu hoffen, dass die neue Hochschulgruppe „Die Linke“ an der FU den Rat des Ex-Kaders ernstnimmt . Wahrscheinlicher ist jedoch eine Entwicklung, wie man sie bei der Gründung der „Grünen“ anfang der 80er beobachten konnte. Auch dort lösten sich verschiedene K-Gruppen und polit-Sekten in die neue Partei auf, anstatt linker Theorie überlebte in der Partei jedoch vor allem das autoritäre Denken der Kadergruppen…

Das ganze Interview hier: http://www.jungewelt.de/2007/05-21/047.php

Good Bye Linksruck…

Wie gestern in der Presse zu erfahren war, löst sich die trotzksitische Politgruppe „Linksruck“, lange auch an der FU durch eine Hochschulgruppe vertreten, demnächst auf und wird Mitglied der neuen Linkspartei. Die Linksruckis an der FU wurden berühmt-berüchtigt vor allem durch das allgegenwärtige Mensa-Megaphon und die mal mehr, mal weniger plumpen Unterwanderungsstrategien bei studentischen Bewegungen, zuletzt im Streik 2003/04.
Den besten Nachruf auf die Gruppe liefert wohl das Interview eines Ex-Funktionärs, der den Charakter der Gruppe als politischen Durchlauferhitzer mit hoher Abschreckwirkung recht gut zusammenfasst:

„Wir hatten eine fast schon absurde Fluktuation unserer Mitgliedschaft. Wir haben die Organisation 1993 mit fünf Leuten gegründet, aber was dann da alles ein- und wieder ausgetreten ist, das kann man gar nicht übersehen. Ich würde mich nicht wundern, wenn 5000 oder 8000 Leute zu irgendeinem Zeitpunkt, für ein paar Wochen, Monate oder länger, bei uns Mitglied waren. […] Ich bin überzeugt, fast alle von denen sind heute weiter links, als sie vorher waren. Und unser, vor allem mein eigener, eher diktatorischer Führungsstil hat die Leute hoffentlich in Richtung anti-autoritärer Ansätze abgeschreckt …“

Dem ist wohl nicht mehr viel hinzuzufügen, quasi ein Werbeblock für den basisdemokratischen Ansatz der FSI´s – steht nur zu hoffen, dass die neue Hochschulgruppe „Die Linke“ an der FU den Rat des Ex-Kaders ernstnimmt . Wahrscheinlicher ist jedoch eine Entwicklung, wie man sie bei der Gründung der „Grünen“ anfang der 80er beobachten konnte. Auch dort lösten sich verschiedene K-Gruppen und polit-Sekten in die neue Partei auf, anstatt linker Theorie überlebte in der Partei jedoch vor allem das autoritäre Denken der Kadergruppen…

Das ganze Interview hier: http://www.jungewelt.de/2007/05-21/047.php

Good Bye Linksruck…

Wie gestern in der Presse zu erfahren war, löst sich die trotzksitische Politgruppe „Linksruck“, lange auch an der FU durch eine Hochschulgruppe vertreten, demnächst auf und wird Mitglied der neuen Linkspartei. Die Linksruckis an der FU wurden berühmt-berüchtigt vor allem durch das allgegenwärtige Mensa-Megaphon und die mal mehr, mal weniger plumpen Unterwanderungsstrategien bei studentischen Bewegungen, zuletzt im Streik 2003/04.
Den besten Nachruf auf die Gruppe liefert wohl das Interview eines Ex-Funktionärs, der den Charakter der Gruppe als politischen Durchlauferhitzer mit hoher Abschreckwirkung recht gut zusammenfasst:

„Wir hatten eine fast schon absurde Fluktuation unserer Mitgliedschaft. Wir haben die Organisation 1993 mit fünf Leuten gegründet, aber was dann da alles ein- und wieder ausgetreten ist, das kann man gar nicht übersehen. Ich würde mich nicht wundern, wenn 5000 oder 8000 Leute zu irgendeinem Zeitpunkt, für ein paar Wochen, Monate oder länger, bei uns Mitglied waren. […] Ich bin überzeugt, fast alle von denen sind heute weiter links, als sie vorher waren. Und unser, vor allem mein eigener, eher diktatorischer Führungsstil hat die Leute hoffentlich in Richtung anti-autoritärer Ansätze abgeschreckt …“

Dem ist wohl nicht mehr viel hinzuzufügen, quasi ein Werbeblock für den basisdemokratischen Ansatz der FSI´s – steht nur zu hoffen, dass die neue Hochschulgruppe „Die Linke“ an der FU den Rat des Ex-Kaders ernstnimmt . Wahrscheinlicher ist jedoch eine Entwicklung, wie man sie bei der Gründung der „Grünen“ anfang der 80er beobachten konnte. Auch dort lösten sich verschiedene K-Gruppen und polit-Sekten in die neue Partei auf, anstatt linker Theorie überlebte in der Partei jedoch vor allem das autoritäre Denken der Kadergruppen…

Das ganze Interview hier: http://www.jungewelt.de/2007/05-21/047.php

BAFöG wird nicht erhöht

Der Bund demokratischer WissenschaftlerInnen (BdWI) hat Stellung bezogen zur geplanten 22. Novelle des BAFG, die derzeit im Bundestag beraten wird. Wie zu erwarten, wenn heutzutage von „Reformen“ geredet wird, ist die Bilanz eher negativ:

Seit 2001 wurde das BAföG nicht erhöht. Daran soll sich offenbar nichts ändern. Die 22. Novelle trägt weder zu einer Steigerung der Studierendenzahlen noch zu einer sozialen Erweiterung des Hochschulzuganges auch nur das Geringste bei. Es handelt sich um eine der typischen großkoalitionären ›Reformen‹, die von vornherein unter das Dogma der ›Kostenneutralität‹ gestellt werden: Geringfügige strukturelle Verbesserungen, etwa zur Ermöglichung des Auslandstudiums, werden durch Einsparungen an anderer Stelle, etwa bei der finanziellen Auslandstudiumsförderung, wieder demontiert.

Die ausführliche Stellungnahme des BdWi findet sich hier: http://www2.bdwi.de/uploads/bdwi_bafoeg_stellungnahme.pdf

Infos zum Lehramt-Master

Für alle BA-Lehramtsstudis, die zum Winter 2008 den Lehramts-Masterstudiengang an der FU beginnen wollen, bietet das Zentrum für Lehrerbildung an der FU Informationstreffen zu Bewerbung, Aufbau und Organisation des Lehramts-Master an. Die Termine sind am 6.6.07 von 16-18 Uhr sowie am 13.6.07 von 12-14 Uhr, die Treffen finden in der Pädagogischen Werkstatt in der Silberlaube statt (Raum KL 23/125).

Infos und Kontakt unter: Studienbuero[ätt]zfl.fu-berlin.de

Leitfaden gegen Zwangsberatung

Seit heute gibt es auf der AStA-Homepage den neuen Leitfaden „Sicher durch die Zwangsberatung„, verfaßt von der Hochschulberatung des AStA.

Der Leitfaden gibt auf fünf Seiten einen Überblick über die Rechtsgrundlagen und den Ablauf des Verfahrens der“Prüfungsberatung“. Weiterhin enthält er viele hilfreiche Hinweise zu Fragen wie „Welche Auflagen sind legal?“, „Was mache ich, wenn ich eine Beratungsaufforderung bekomme?“, sowie zum Umgang mit Nichterfüllung von Auflagen und anderen Problemen.

Für alle, die Hilfe beim Umgang mit Zwangsberatung und Zwangsexmatrikulation suchen, bietet die Hochschulberatung des AStA FU auch weiterhin eine persönliche Beratung an, die ebenfalls zu empfehlen ist.

Link zum Leitfaden: „Sicher durch die Zwangsberatung